Intel-CTO: "Auf unseren Lorbeeren ausgeruht"
Die Kollegen von Golem könnten mit Intel-CTO Justin Rattner in einem Interview in Erfahrung bringen, dass sich der Chipriese "auf unseren Lorbeeren ausgeruht" hat. Bis 2015 kündigt er unvermindert Weiterentwicklung bei Leistung an.
Quelle: Intel
Intel-CTO: "Auf unseren Lorbeeren ausgeruht"
Justin Rattner, Chef von Intels Forschungsabteilung, geht mit seinem eigenen Unternehmen schwer ins Gericht. Die Kollegen von Golem konnten bei einem Interview im Rahmen des Research @ Intel Day in Erfahrung bringen, dass Intel sich "etwas auf unseren Lorbeeren ausgeruht". Er bezieht sich dabei auf die Zeit nach der Entwicklung der Centrino-Plattform im Jahr 2003. Bei Centrino bot Intel Notebookherstellern Prozessor, Chipsatz und WLAN-Modul aus einer Hand an, was zu einer schnelleren Verbreitung von drahtlos vernetzten PCs führte.
Bei den nachfolgenden Trends im mobilen Bereich haben andere Hersteller das Zepter übernommen, so zum Beispiel Asus bei den Netbooks. Bei den Ultrabooks habe Intel nun "die Vorzeichen erkannt", die insbesondere durch das Macbook Air sichtbar geworden seien. Intel sei bei der Entwicklung eng eingebunden gewesen und man wolle nun den taiwanischen Notebookherstellern mit Expertise unter die Arme greifen, wie man es 2003 bei Centrino machte.
Fehler aus der Vergangenheit will man nicht mehr machen. So seien die produzierten Stückzahlen bei den Atoms viel zu gering gewesen, um die Nachfrage zu bedienen. Bei den Ultrabooks soll nun alles besser werden - auch was die Leistung angeht.
Interessant ist auch die Aussage, dass Intel noch mindestens drei Generationen am selbstauferlegten "Tick-Tock"-Modell festhalten will. Es besagt, dass man die Strukturbreiten alle zwei Jahre reduzieren will. Noch bis 2015 soll an diesem Programm festgehalten werden - vielleicht auch bis 2017. Ab 14 nm will man mit Partnern den Fortschritt forcieren. Das vollständige Interview finden Sie bei Golem.

Mir ist klar, dass wir bereits im Nanobereich sind. Richtige Nanoprozessoren wären allerdings noch in deutlich kleineren Strukturbreiten gefertigt.
Leider gibt es keine genaue Massedefinition für Nanocomputer. IMHO können wir aber >1nm von Nanoprozessoren reden.
Und wenn sie das so kurz nach dem Bulldozerfail sagen, könnte man meinen, sie wollen AMD absichtlich demütigen.
Das dachte ich zunächst auch aber in dem Interview dreht es sich ja eher um den Note/Netbooksektor (Stichwort Centrino) und da steht AMD dank Fusion im Moment sogar ganz gut aufgestellt da
Und wenn sie das so kurz nach dem Bulldozerfail sagen, könnte man meinen, sie wollen AMD absichtlich demütigen.
Das wird nicht funktionieren - in der Größenordnung 10² Pikometer (1 Angström) ist man schon bei einzelnen Atomen. Da wäre man dann praktisch schon bei einem Quantencomputer angelangt, in dem die verschiedenen Quantenzustände eines einzelnen Atoms umgeschalten werden müssten.