Serious Sam 3: Technik- und Gameplay-Preview mit PCGH-Impressionen
Bevor Serious Sam 3 im November erscheint, ist noch genügend Zeit für eine Gameplay-Preview mit technischen Details. Denn der "Dreier" spielt sich hier und da etwas anders als die Vorgänger, während die Serious Engine 3.5 stellenweise wunderschöne Bilder auf den Schirm zeichnet.
Nach den bei beiden Encountern (samt den HD-Remakes) und dem zweiten Teil tritt Sam Stone erneut gegen Mentals Horden an. Serious Sam BFE ist hierbei als Prequel zu verstehen und spielt vor The First Encounter. Wir haben eine Vorabversion von Entwickler Croteam und Publisher DTP zur Verfügung gestellt bekommen, welche häufig aktualisiert wird - die Kroaten sind fleißig am Werkeln und haben mit dem letzten Update unter anderem auch neue grafische Finessen eingebaut.
Quelle: PC Games Hardware
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Serious Sam 3: Die Technik
Der Technikmotor hinter dem "Dreier" ist die dritte (aber verbesserte) Iteration der Serious Engine, welche bereits in den HD-Remakes von The First Encounter und The Second Encounter zum Einsatz kam und auf DirectX 9 setzt. Grafisch spielt Serious Sam 3 jedoch in einer anderen Liga, was vor allem der zeitgemäßen Level-Architekur zu verdanken ist. Diese wirkt weitaus natürlich und ist stellenweise sehr weitläufig, inklusive Unmengen an Gegnern versteht sich. Vor allem die Detail-Shader und die zumeist knackigen Texturen gefallen - in Ecken, die der Spieler eher selten zu Gesicht bekommt, wird's aber auch gerne mal matschig (Cross-Platform-Tribut). Besonders beeindruckend ist das oft eingesetzte Parallax Occlusion Mapping, wodurch Böden und Wände extrem plastisch wirken. Damit dieser Shader-basierte Tiefeneffekt nicht übermäßig flimmert, hat Croteam kürzlich Nvidias FXAA (Fast Approximate Anti-Aliasing) eingebaut.
Davon abgesehen fährt der Shooter aktuelle und bekannte Render-Techniken am Fließband auf, die da wären (Auswahl): Screen-Space Ambient Occlusion, Lens Flares, Depth of Field, Bloom, Motion-Blur per Gaußfilter, Soft Shadows, weiche Partikel, Refraktionen, Reflexionen sowie eine dynamische Beleuchtung und diverse Kantenglättungsmodi. Diese bearbeiten Schatten, Polygonkanten (MSAA), Alpha-Tests wie Blattwerk respektive Shader (FXAA) oder das komplette Bild (SGSSAA). Letzteres ersetzt die "Pixel Ratio" der HD-Teile, meint aber das Gleiche: Supersampling verbessert die Optik sichtlich und macht aus Serious Sam 3 eine runde Sache. Obendrauf packt der "Dreier" noch diverse Downsampling-Filter wie Lanczos.
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Wenngleich der "Dreier" aufgrund des Technikfeuerwerks in erster Linie die Grafikkarte malträtiert, sollten Sie einen Vierkerner Ihr Eigen nennen, ansonsten kommt das Spiel bei hohem Gegneraufkommen hier und da ins Stocken. Lassen Sie sich von den hohen Systemanforderungen nicht abschrecken: Mit einem Mittelklasse-System sieht Serious Sam 3 gut aus und läuft butterweich, einzig wer alle Optionen auf Ultra dreht und Supersampling aktiviert, braucht eine rasante Pixelschleuder.
Serious Sam 3: Gameplay und Level
Zwar bietet Serious Sam 3 einen (Kampagnen-)Coop-, einen Survival- und einen Multiplayer-Modus, spielbar sind bei unserer Version aber nur die zwölf Einzelspieler-Missionen und zwei Surival-Maps. Der dritte Teil ist in Ägypten angesiedelt und vermischt die antike Zivilisation mit maroden Großstäden des 22. Jahrhunderts. Wie für die Serie üblich, gilt es mehr oder wenige tumbe Gegnermassen zu eliminieren. Diese reichen von den bekannten "AAAAAAAHH"-schreienden Headless-Kamikazes über die klassischen Skeletons (ja, der mit dem wie gehabt nervigen Getrappel) sowie Werbullen bis hin zu monströsen Kreaturen mit Raketenwerfern statt Armen - und natürlich bietet Serious Sam 3 erneut epische Bossgegner. Frisches Schwergen ins Mentals Horden sorgen für Abwechslung: Da gibt es Spinnen, die an Wänden sowie Decken krabblen während sie Sam mit Gift bespucken und fiese Affen-artige Mutanten, die an Säulen entlang klettern und unser Alter Ego anspringen.
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Derlei kommentiert der Protagonist hin und wieder mit coolen Einzeilern, zumeist ist aber ballern angesagt. Mr. Stone ist ergo nicht untätig gewesen und hat sein Waffenarsenal aufgestockt: Ein Vorschlaghammer sorgt zu Beginn für Ruhe, fernzündbare Sprengsätze laden zu explosiven Tänzen ein und das MG wie auch die Pistole erlauben den Einsatz von Kimme und Korn - nötig ist dies aber nur selten, Sam bleibt ein Dauerfeuer-Kandidat. Klassiker wie die doppelläufige Shotgun oder der Raketenwerfer sind für dickes Gezücht die Waffe der Wahl.
Gegnern dem Gnaar dürfen Sie per Melee-Attacke den Kopf respektive das Auge rausreißen und Spinnen spratzend zertreten - wem das Spiel zu brutal ist (explodiere Kamikazes sind schließlich eine ziemliche Sauerei), der wechselt beispielsweise in den Hippie-Mode: Das gibt's statt Blutfontänen und fliegenden Körperteilen dann Konfetti und Sternchen - seriously! Wer dagegen die übliche Blutfarbe gemäß der Tradition von hierzulande geschnittenen Spielen genießen möchte, der stellt grünen statt roten Lebenssaft ein. Objekte wie Munition sind wie "highlighted", neumodischen Schnickschnack wie Selbstheilung hat der nun auch sprintende Sam aber natürlich nicht nötig (sieht man vom Tourist-Schwierigkeitsgrad ab, aber mal ernsthaft [serious *haha*] - wer nutzt den schon).
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Serious Sam 3: Ein vorläufiges Fazit
Entwickler Croteam bleibt sich auch mit dem dritten Serious Sam treu: Der gradlinige Shooter sieht optisch zumeist sehr gut aus und sorgt durch Unmengen an Gegnern - altbekannte wie neue - für Kurzweil. Das eigentliche Gameplay haben die Kroaten nicht angetastet, kleinere Änderungen und frische Waffen erlauben jedoch ein leicht anderes Spielerlebnis als die bisherigen Teile von Serious Sam. Um es kurz zu machen gilt auch für den "Dreier": Sam I am! Und damit ist eigentlich alles gesagt.
Zwar wird DTP Entertainment den Titel im November publishen (USK 18+) und für 40 Euro in die deutschen Läden stellen, nichtsdestotrotz benötigen Sie einen Steam-Account, um Serious Sam 3 spielen zu können (daher ist der Titel auch in Valves Shop zu finden).
Reklame: Serious Sam 3 bei Amazon vorbestellen.
Bildergalerie
Minimale Systemanforderungen
• CPU: Zweikerner von AMD oder Intel mit 2,0 GHz
• GPU: Geforce 7800/7800- oder 8600-Serie
• RAM: 1 GiByte
• HDD: 4 GByte
• OS: WinXP mit SP2/SP3
Empfohlene Systemanforderungen
• CPU: Vierkerner von AMD oder Intel mit 2,0 GHz
• GPU: Geforce GTX 480/580
• RAM: 4 GiByte
• HDD: 4 GByte
• OS: Win7 x64

Im Test mit der SeSam 3-Beta zeigte sich, dass auch 1,5 GiB eng werden können. In 1.920 x 1.080 mit Ultra-Details (= 4x MSAA+ + FXAA) zeigte eine GTX 580/3G stellenweise über 1.600 belegte MiBytes. Das wird eine GTX 480 oder 580 mit 1,5 GiB noch nicht killen – 8x AA oder eine höhere Auflösung (bzw. beides) lassen 3 GiByte aber sinnvoll erscheinen. Die abschließende Frage ist, ob Croteam noch ein paar Tweaks vornimmt, um den Speicherhunger einzudämmen. Ich vermute, dass man auf 1 GiByte für Ultra-Details + Full-HD optimiert (was derzeit noch etwas stockt).
MfG,
Raff