HPs "ReRam" soll über das Potenzial verfügen, Flashspeicher und DRAM langfristig abzulösen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Schenkt man HP-Forscher Stan Williams glauben, wird es Flashspeicher in wenigen Jahren nicht mehr geben. Das amerikanische Unternehmen arbeitet aktuell an sogenannten Memristor-Chips, die das Potenzial haben sollen, Flashspeicher und später auch DRAM und SRAM zu verdrängen. Ein erster Chip werde bereits in 18 Monaten auf dem Markt platziert. Geplant ist außerdem ein SSD-Ableger mit der neuen Technologie, der zeitgleich erscheint.
Williams äußerte gegenüber electronicsweekly, dass bereits Hunderte von Wafern gefertigt würden. Demnach scheint die Forschung bereits weit fortgeschritten. Sobald die Technologie läuft, will HP sie an beliebige Interessenten lizensieren. Angeblich sei die Liste der potenziellen Lizenznehmer bereits jetzt sehr lang.
Mit dem Memristor-Design können laut HP besonders dünne Speicherschichten produziert werden, die sich direkt auf der CPU platzieren lassen. Das erinnert an den Hybrid-Memory-Cube,
an dem aktuell Samsung und Micron arbeiten. Speicherwege können so eingespart werden, was die Bandbreite erheblich vergrößern könnte. Ein Layer soll bei einer Dicke von nur 5 Nanometern 500 Milliarden sogenannter "Memristoren" enthalten. Die Chips werden voraussichtlich als "ReRam" in 18 Monaten erhältlich sein.
Quelle:
electronicsweekyl
News, Tests und Wissen zu Arbeitsspeicher bzw. RAM finden Sie auf der
RAM-Produktseite von PC Games Hardware Online. Ein aktuelle RAM-Kaufberatung finden Sie im Artikel
DDR2- und DDR3-RAM: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps.
Komplett-PC-Aufrüster
11.10.2011 21:13
Wenn die Entwicklung schnell vorran geht und die Integration in eine CPU eine verbesserte Spiele Performence geben denke ich ,dass es nicht lange dauern wird bis die Technik bei Spiele PCs ankommt.
Kabelverknoter
11.10.2011 14:11
Klingt sehr interessant und auch die Möglickeiten, welche sich dadurch ergeben, können sehr weitreichend sein.
Jedoch glaube ich nicht, dass diese Technologie in den nächsten Jahren irgendeine Relevanz für Spielerechner haben könnte.
Ich glaube jeder weiß, was gemeint ist...
Freizeitschrauber
11.10.2011 13:28
Wenns direkt "auf" der CPU angebracht wird, wär das nicht der perfekte L4 Cache? Bei 5Mrd Memristoren, wenn einer einen Bit darstellt wären das 5GBit was 596,0464 MiByte entspricht... was schon mal an sich nicht schlecht ist, aber dafür muss ja noch eine extra Funktion in irgendeinenem Controller integriert werden was wiederum ein bißchen Chipfläche kostet, aber wenn iwann mal ein Prozessor über 1 GiB (1024 MiB) L4 Cache verfügt, und das noch relativ schnell(also um einiges schneller als der RAM) wär das ne Möglichkeit Teile des Betriebssystem in den L4 Cache/RAM/ROM whatever zu legen, der Vorteil ist ja dass diese Memristoren ja nicht flüchtig sind, also mit Wegfall der Spannung keine Daten verlieren. Langsamer als L3 aber noch schneller als der RAM, das wär doch was, bei 2 GiB L4 ergeben sich da schon weitere Möglichkeiten/Vorteile.
Mal abwarten wann sowas in die x86 Prozessoren und somit auch in (Spiele) PCs integriert wird.