Hewlett Packard hat neulich für zehn Milliarden US-Dollar das britische Entwicklerhaus Autonomy
Aurasma: Erste Augmented-Reality-Software, die sich auf Handgesten versteht. (1) [Quelle: siehe Bildergalerie]
übernommen. Der Spezialist für lernfähige Maschinen hat eine Bildverarbeitung entwickelt, die Gestenerkennung und Augmented Reality miteinander verschmelzt. So lassen sich Kameraaufzeichnungen mit dem Smartphone von der realen Welt nicht nur in Echtzeit um Informationen anreichern, sondern letztere auch manipulieren, indem man hinter die Linse greift und die projizierten Elemente in Kinect-Manier "berührt". Bisherige Technologien beschränkten sich ausschließlich auf den Touchscreen als Eingabegerät.
Autonomy hat diese Technologie Aurasma genannt und in einem Hockeyspiel vorgeführt, das auf einem komplett leeren, weißen Tisch stattgefunden hat. Die Spieler mussten nur am Bildschirm das Geschehen verfolgen und mit der freien Hand über dem Tisch herumwedeln, um den Puck ins gegnerische Tor zu manövrieren. Auch eine Such-Engine ist Teil der Entwicklungsaufgaben von Autonomy. So werden Sprachaufzeichnungen oder Videoaufzeichnungen systematisch ausgewertet und indiziert und Inhalte suchbar gemacht, die mit textbasierten Methoden schwer aufzufinden sind.
Das Aurasma-App für Android-Smartphones oder Apples iPad oder iPhone erkennt automatisch Werbeplakate und fügt, sofern vorhanden, ergänzende Informationen ein. Alternativ lässt sich dei Anwendung auch dazu einsetzen, um hinter Gebäuden Monster erscheinen zu lassen, die perspektivisch korrekt in das Bild eingefügt werden. Aurasma-Chef Matt Mills hat erklärt, dass die Technologie auch für praktische Zwecke außer Werbung und Vergnügen tauglich ist. So führt er vor, wie die Anwendung die Anschlüsse eines Routers beschriftet und zeigt, welche Geräte angeschlossen sind.
Quellen: Technology Review,
DEMO Messe,
Aurasma
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