Android-Smartphone mit Intel-Atom-CPU auf dem IDF 2011

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Ein erstes laufendes Smartphone mit Googles Betriebssystem Android und einer Intel-Atom-CPU (Codename: Medfield) zeigte Intel heute auf dem IDF (Intel Developer Forum) in San Francisco. Bisher sind bei Smartphones CPUs mit ARM-Architektur üblich, Medfield hingegen nutzt die aus PCs bekannte x86-Technik.

Intel-Chef Paul Ottelini präsentierte zusammen mit Googles Vizepräsidenten Andy Rubin auf der Bühne des IDF ein laufendes Smartphone mit Googles Android 2.3 und Intels Atom-CPU der aktuellen Medfield-Reihe. Bisher wurden ARM-CPUs anstelle von x86-Prozessoren für Smartphones und Tablets genutzt. x86-Modelle waren im Vergleich zu stromhungrig und wurden von den verbreiteten Smartphone-Betriebssystemen nicht unterstützt. Doch nun ist die auf x86-CPUs angepasste Android-Variante offenbar einsatzbereit und Ottelini sowie Rubin besiegelten auf dem IDF mit einem Handschlag die angestrebte Zusammenarbeit.

Bei Medfield handelt es sich um einen SoC (System on a Chip) - die klassichen Northbridge-Funktionen sind also integriert. Medfield-Chips werden angeblich im 32-Nanometer-Verfahren hergestellt. Details zu dem gezeigten Android-Smartphone mit Atom-SoC wurden nicht verraten. Man erkennt lediglich die klassischen Android-2.x-Tasten für "zurück", "Einsellungen", "Home" und "Suche" sowie den üblichen Mini-USB-Port zum Aufladen des Akkus und zur Verbindung mit dem PC. Auch von welchem Hersteller das gezeigte Smartphone stammt, verschwieg Intel - womöglich handelt es sich auch nur um ein Vorabmodell, das in dieser Form nicht produziert wird.

Erste Android-Smartphones mit Atom-SoC sollen laut Intel in der zweiten Jahreshälfte 2012 verfügbar sein. Bis dahin sind sicher auch die ersten Modelle mit Nvidias Tegra-2-Nachfolger "Kal-El" auf ARM-Basis mit vier Kernen verfügbar.

Achten Sie auch auf die PCGH-Themenseite zum IDF 2011. Dort finden Sie alle wichtigen News, Hands-on-Tests und Bilder immer als Zusammenfassung. Unsere Kollegen von Golem haben ebenfalls eine Themenseite zum IDF 2011. Dort finden sich News, Videos und weitere Eindrücke von der Intelmesse.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Was mich wirklich wundert ist, dass abgesehen von Nokia nie ein anderer Hersteller Interresse an MeeGo gezeigt hat

        Die Entwicklung von MeeGo wurde auch keineswegs eingestellt auch wenn man sich nun vor allem auf Netbooks, Tablets und eingebettete Systeme konzentriert, da kein Handyhersteller mehr mitmacht
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Was mich wirklich wundert ist, dass abgesehen von Nokia nie ein anderer Hersteller Interresse an MeeGo gezeigt hat

        Die Entwicklung von MeeGo wurde auch keineswegs eingestellt auch wenn man sich nun vor allem auf Netbooks, Tablets und eingebettete Systeme konzentriert, da kein Handyhersteller mehr mitmacht
      • Von d00mfreak Software-Overclocker(in)
        Da Intel und Nokia das Interresse daran verloren haben, wird es afaik nur noch von der Community entwickelt. Das N9 wird vermutlich das erste und letzte Meego Phone bleiben.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Wo ist MeeGo?
      • Von d00mfreak Software-Overclocker(in)
        Zitat von Plinius
        aber wenn das die bisher bekannten schwachbrüstigen atoms sind, dann bin ich mit ner anständigen ARM plattform eher zufrieden :/

        Warum? Ein ARM Prozessor ist ein RISC-Prozessor, was bedeutet, dass er einen "reduzierten" Befehlssatz hat, und deshalb kleiner, einfacher, billiger zu bauen ist, was auch in einem geringeren Energieverbrauch für Standardaufgaben resultiert. Umgekehrt braucht er allerdings für speziellere Aufgaben deswegen mehr Takte als z.B. ein x86, welcher einen viel umfangreicheren Befehlssatz bietet. In eben diesen Aufgaben können sie deutlich ineffektiver sein, als ihre großen Brüder mit vollen Befehlssatz. Und selbst abseits des Standard-x86 Befehlssatzes gibt es herstellerspezifische Erweiterungen, welche bestimmte Rechenaufgaben nochmals beschleunigen. MMX, SSE beide von Intel, oder das ehemalige 3DNow von AMD.

        Sofern die Energiequelle es hergibt ist ein x86 Prozessor einem ARM immer vorzuziehen.
      • Von Iceananas BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Plinius
        aber wenn das die bisher bekannten schwachbrüstigen atoms sind, dann bin ich mit ner anständigen ARM plattform eher zufrieden :/
        So weit ich mich erinnern kann ist auch ein schwacher ATOM immer noch schneller als ein hochgetakteter ARM Prozessor. Von daher kann man schon von einem Geschwindigkeitsschub ausgehen.
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