Mass Effect 3: PC-Version im Hands-on Test (6) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Am Gamescom-Stand von EA konnten wir die PC-Version von Mass Effect 3 spielen. Wir entschieden uns dabei für die Soldatenklasse. Der Auftrag: Wir sollten eine Kroganerin vor indoktrinierten Cerberus-Söldnern beschützen - für Mass-Effect-Unkundige: Kroganer sind eine Kriegerrasse, welche wegen Ihrer Aggressivität und Stärke von Feinden mit einem Virus infiziert wurde. Dieser Virus macht kroganische Frauen unfruchtbar - die Kroganer sterben daher aus. Die Kroganerin, welche wir beschützen sollten, war hingegen fruchtbar - natürlich spielte Wissenschaftler Mordin, den Spieler aus Teil 2 kennen, dabei eine wichtige Rolle. Er tauchte als NPC in der Mission auf. Garrus und Liara (ebenfalls bekannt aus Mass Effect 1 und 2) waren die Party-Begleiter in dieser Mission. Der Einsatz war allerdings nicht neu - er wurde schon auf der E3 gezeigt. Wir richteten unsere Aufmerksamkeit daher hauptsächlich auf die Optik.
Als erstes warfen wir natürlich einen Blick in das Grafikmenü: 1.920 x 1.080 war voreingestellt; andere Optionen waren leider nicht einstellbar. Beim Anspielen fiel sofort auf, dass (wie bei den Vorgängern) eine Grisel-Effekt ("Film Grain") die gesamte Optik beeinträchtigt. Dieser soll eine filmähnliche Optik bewirken, stört aber viele PC-Spieler, da er für Unschärfe sorgt. Ob, sich der Film-Grain-Effekt bei Mass Effect 3 wie bei den Vorgängern deaktivieren lässt, konnten wir wie gesagt leider nicht prüfen. Immerhin war die Grieselbildung relativ dezent. Auch Tiefenunschärfe wurde nicht übertrieben eingesetzt und sorgte hauptsächlich in den zahlreichen Cut-Scenes für zusätzliche Dynamik.
Gegenüber Mass Effect 2 wurde die Unreal-Engine-3-Grafik zumindest in Details verbessert: Uns fiel auf, dass gerade die Elemente im Hintergrund deutlich detaillierter waren - bei der gezeigten Mission waren Berge mit Wäldern auf große Distanz zu erkennen. Bei Mass Effect 2 kamen hier oft nur flache, arg unscharfe Texturtapeten zum Einsatz. Diese wirken bei Mass Effect 3 nun deutlich plastischer. Kantenglättung war nicht aktiv. Womöglich lässt sich diese wie bei den Vorgängern per Trick aktivieren - das ist aber nur Spekulation.
Während wir die PC-Version spielen durften, mussten andere Redakteure die Xbox-360-Fassung zocken. Ein Blick zu unserem Nachbarn verriet: Die Auflösung lag hier höchstens bei 1.280 x 720, von Kantenglättung fehlte jede Spur und auch Texturen sowie Beleuchtungseffekte wirkten deutlich schlichter als an unserem Präsentations-PC.
Gut gefallen hat uns bei der Mass-Effect-3-Optik an unserem PC zudem, dass deutlich mehr Partikel-Effekte eingesetzt werden. So warfen lose herumwirbelnde Kabel Funken und Rauch beeinträchtigte die Sicht. Bei Mass Effect 2 waren die Kämpfe deutlich statischer - oft reichte es, aus der Deckung heraus Waffen und Fähigkeiten einzusetzen bis die Gegnerwelle gefallen war, drumherum passierte nicht viel.
Hier haben die Entwickler von Bioware Besserung versprochen - und offenbar Wort gehalten. Neben den genannten Grafikeffekten sorgen natürlich auch neue Gameplay-Elemente für mehr Kampfdynamik. So kann Shepard von Deckung zu Deckung hechten. Hierfür reicht ein Druck auf die Leertaste, welche unserer Meinung nach mit "In Deckung gehen", "Hechtrolle", "über Hinternisse klettern", "Schalter drücken" und "Figuren ansprechen" nun definitiv überbelegt ist. Die feindlichen Cerberus-Söldner beherrschten allerdings auch Hechtrollen. Zudem trugen manche einen Schild - sie müssen also von hinten oder von der Seite attackiert werden. Der Shepard in der Söldner-Klasse konnte Granaten werfen um Gegner aus der Deckung zu treiben - sehr effektiv. Auch der Nahkampf wurde aufgewertet.
Natürlich war die gezeigte Mission sehr auf Action konzentriert, allerdings konnten wir auch ein paar Rollenspiel-Elemente ausprobieren. So können Sie bei Shepard und seinen Kameraden nun bestimmte Fähigkeiten entwickeln. Diese lassen sich ab der dritten Stufe individuell upgraden - Sie haben dabei die Wahl zwischen zwei Spezialisierungen. Das ging zwar schon bei Mass Effect 2, allerdings war dort nach der ersten Spezialisierung Schluss. Bei Mass Effect 3 stehen offenbar deutlich mehr Fähigkeiten-Upgrades bereit. An einem Waffen-Terminal erkannten wir zudem: Zu den Waffen werden nun detaillierte Infos (Schussrate, Reichweite etc.) eingeblendet. Außerdem können Sie zwei Upgrades einsetzen.
Damit bleibt Mass Effect 3 zwar vermutlich Action-orientiert, bietet aber mehr RPG-Elemente als der Vorgänger. Zudem zeigte die kurze Mission bereits, wie gut die Figuren und die spannende Geschichte in die Kämpfe eingebunden sind und das macht einen wichtigen Teil der Rollenspielatmosphäre aus. Wir freuen uns jedenfalls auf den Release im nächsten Jahr.
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Software-Overclocker
28.08.2011 09:57
Ist das schon definitiv vom Tisch, wurde es also schon dementiert?
Immerhin hat sich ATI ja auch um Dragon Age II bemüht, andererseits würde man wohl aber zu diesem Zeitpunkt schon damit werben.
Nja bei ME zählen auch für mich Story und Charaktere, das Gameplay geht ansonsten ja gut von der Hand, wenn auch nicht mehr sonderlich RPGlich. Auf der anderen Seite war auch Teil 1 jetzt nicht so RPG lastig und da es sich eh um einen Shooter handelt fällt der Abbau dieser Elemente weniger ins Gewicht. Viel falsch kann Bioware mit ME3 eigentlich nicht machen.
Software-Overclocker
27.08.2011 19:31
Ich bin sehr gespannt auf das Spiel.
Freizeitschrauber
27.08.2011 17:22
Ich freu mich riesig. Bei ME2 hat mich eigentlich nur die etwas "schwächere" Story gestört, in der man plötzlich als Insektenvernichter auf den Plan treten musste. Und die grundlos vereinfachte Charakterentwicklung natürlich :/
Dan hast du anscheinend die Story nicht verstanden