Neuer Arbeitsspeicher von AMD: Radeon-RAM - Update: Stellungnahme von AMD
AMD verkauft nicht nur Mainboard-Chipsätze und CPUs, sondern komplettiert die hauseigenen Plattformen nun auch mit Arbeitsspeicher: Die drei Serien Entertainment, Ultra Gaming Pro und Enterprise sollen ideal zu APUs wie CPU passen. Der Radeon-RAM wurde erstmals in Japan in freier Wildbahn gesichtet. Eine gute Idee angesichts des schweren und umkämpften RAM-Marktes?
Update vom 11.08.11
Den Kollegen von Xbitlabs gegenüber hat AMDs Dave Erskine Stellung zum Radeon-RAM genommen. So habe der Hersteller nicht die Absicht, Arbeitsspeicher direkt an Endkunden zu verkaufen oder gar RAM selbst herzustellen. Derzeit wären die Module nur eine Art Testballon für Channel-Partner und man lege sich erst danach fest - wie so oft sind aber die eigentlichen OEM-Produkte in den Endkundenmarkt gelangt.
"AMD does not manufacture memory and does not plan to sell system memory directly to our customers. AMD is currently determining if the sale of AMD Radeon-branded memory through channel partners is a viable opportunity and as such it has appeared in some regions for purchase through retail."
Quelle: Xbitlabs
Originaler Artikel vom 09.08.11
Womit verbinden Sie Radeon, wenn Sie es lesen? Richtig - mit Grafikkarten. Offenbar möchte AMD den bekannten Brand (Markenzeichen) aber ausweiten und künftig auch Arbeitsspeicher verkaufen. So hat der Hersteller auf seiner Website die drei Serien Entertainment, Ultra Gaming Pro und Enterprise angekündigt; für letztere aber fehlen noch die Spezifikationen. Ob die Radeon-RAMs auch nach Deutschland kommen, ist unklar - wir haben daher bei AMD angefragt.
Die Entertainment-Module kommen auf wie alle anderen auf 2 GiByte pro Speicherriegel (laut den Akiba-Bildern single-sided) und sind auf DDR3-1333 bei Latenzen von 9-9-9 (CL-tRCD-tRP) sowie 1,5 Volt spezifiziert. Die gleiche Spannung gilt für die Ultra Gaming Pro, diese treten aber mit DDR3-1600 und Latenzen von 11-11-11 an. Der Preis pro Modul liegt bei 1.470 Yen, das entspricht ungefähr 13 Euro - angesichts der vergleichsweise langsamen Riegel etwas teuer, wie der PCGH-Preisvergleich zeigt. Allerdings betont AMD, dass der Radeon-Arbeitsspeicher ideal zu APUs wie CPU passen würde und garantiere auf AMD-Plattformen Zuverlässigkeit und Performance.
Wie klug diese Entscheidung war, kann derzeit nur gemutmaßt werden. Ehemalige RAM-Spezialisten wie OCZ haben sich aus dem Geschäft wegen der geringen Margen und des hohen Konkurrenzkampfes zurückgezogen. Schon seit Jahren befinden sich die Speicherpreise in freiem Fall und sorgen für Kopfzerbrechen bei den Herstellern.
