Bitfenix Shinobi Core silent 01 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Ein Gehäuse nachträglich mit Dämmmatten auszustatten, kosteten viel Zeit und Nerven, da die Dämmung natürlich optimal passen soll und sich meistens nicht problemlos wieder entfernen lässt. Der Online-Shop Caseking bietet daher gegen Aufpreis den Kingmod-Service: Ausgewählte Gehäuse kommen mit passenden Dämmmatten ausgestattet beim Käufer an.
Eines der Gehäuse, bei denen Caseking eine fix-und-fertig-Dämmung anbietet, ist das Bitfenix Shinobi. Dabei handelt es sich um ein relativ günstiges ATX-Gehäuse - die Core-Version (ohne Lüfter) des Shinobi bekommen Sie bereits für rund 46 Euro. Für die gedämmte Version des Shinobi Core sind 76 Euro fällig. Möchte man zwei Lüfter einbauen, liegt der Gesamtpreis (je nach Qualität der Lüfter) bei rund 100 Euro.
Testsystem • Phenom II X6 1075T (1,45 Volt; 3,0 GHz)
• Asus M4A88TD-M/USB3 (Micro-ATX)
• Sharkoon Silent Eagle C120 (12 Volt; 1.200 U/Min)
• Ganinward Geforce GTX 460 (1 GiByte; Golden Sample GLH, Fan-Speed: 2D: 40 Prozent, 3D: 45 Prozent; 800/1.600/2.000 MHz; Standard: 675/1.350/1.800 MHz)
• Anno 1404 im PCGH-Loop (1.680 x 1.050, 4 x AA, 8:1 AF, maximale Details)
• Cooler Master RS-800-80GA-D3 (800 Watt; Gold; Lüfter zeigt nach unten)
• Windows 7 Ultimate x64
• Angegebene Temperaturen auf 20 Grad Raumtemperatur gemittelt
Bitfenix Shinobi: Lautheit und TemperaturenFür unseren Test haben wir die Standardlüfter verwendet, die üblicherweise beim Shinobi-Gehäuse mitgeliefert werden - einen 120er haben wir unten in die Front eingesetzt, den anderen oben im Heck (jeweils natürlich entkoppelt). Die Shinobi-Standard-Variante bietet sieben Einbauplätze für 120-mm-Lüfter. In der gedämmten Version sind noch drei davon nutzbar: Die Lüftungsschlitze im Deckel sind bereits von einer Dämmmatte überklebt - das Gleiche gilt für den 120-mm-Einbauplatz am Gehäuseboden. Caseking liefert drei zurechtgeschnittene Dämmmatten mit, die sich eignen, um die Lüftungsplätze in der Gehäusefront sowie im Heck zu überkleben. Da wir wie üblich mit spieletauglichen Komponenten testen, haben wir uns entschieden, diese Luftlöcher nicht zu überkleben, sondern stattdessen die beiden erwähnten Shinobi-Standardlüfter zu verwenden. Diese liefen im Test mit den (relativ niedrigen) Maximaldrehzahlen von 1.200 U/Min. beziehungsweise 1.350 U/Min.
Mit diesen Einstellungen war das gedämmte Shinobi Core angenehm leise - wir haben im Windows-Leerlauf aus 50 Zentimetern Distanz lediglich 1,4 Sone ermittelt - sowohl bei der frontalen als auch bei der seitlichen Messung. In unserem Lasttest mit Anno 1404 in der reproduzierbaren Endlosschleife, welche das Team von Related Designs extra für uns programmiert hat, haben wir immer noch leise 1,5 Sone (frontal) beziehungsweise 1,7 Sone ermittelt. Die Grafikkarte (siehe Test-System oben) arbeitet hier gemäß unserer Testmethoden mit 45 statt 40 Prozent Drehzahl. Alle anderen Lüfterdrezahlen bleiben unverändert gegenüber dem Test im Leerlauf-Modus.
Dabei bleibt die verwendete Hardware unbedenklich kühl: Der Grafikchip wurde mit 74 Grad am wärmsten, das ist aber noch lange nicht gefährlich. Die Festplatte erwärmte sich hinter dem 120-mm-Lüfter in der Front nur auf 26 Grad Celsius; auch Northbridge-, Southbridge und CPU-Spannungswandler wurden mit maximal 60 Grad Celsius (gemessen auf der Platinenrückseite) nicht außergewöhnlich warm. Zum Vergleich: Ähnliche Temperaturen und Lautheitswerte erreichten wir mit dem ebenfalls gedämmten H2 von NZXT. Dieses kostet 90 Euro, verfügt dafür aber auch über über drei mitgelieferte 120-mm-Lüfter (im Test auf 720 U/Min reduziert), die sich sogar sehr einfach herausnehmen und reinigen lassen.
Bitfenix Shinobi: Verarbeitung und ZusammenbauEine Besonderheit des Shinobi-Gehäuses ist die Soft-Touch-Oberfläche, die man beispielsweise von manchen Smartphones kennt. Diese ist unanfällig für Fingerabdrücke oder Kratzer. Auch der Innenraum ist gut verarbeitet: Es gibt keine scharfen Kanten, weshalb Sie ihre Hardware einsetzen können, ohne Schnittwunden befürchten zu müssen. Die Aussparung hinter dem CPU-Sockel ist angenehm groß, die Kabeldurchführungen ermöglichen es, die Strippen gut zu verstecken; wegen der Dämmmatte im Seitenteil ist allerdings relativ wenig Platz hinter der Mainboard-Halterung. Zudem ist die Dämmmatte am Boden etwas zu lang - selbst gewöhnliche Netzteile passen nicht genau dahinter - das verwendete RS-800-80GA-D3 von Cooler-Master ließ sich aber trotzdem einsetzen. Die Blenden für 5,25-Zoll-Laufwerke müssen herausgebrochen werden - dadurch entstehen zwangsläufig doch wieder kleine scharfe Schnittkanten.
Anders als bei der Window-Variante lassen sich die Laufwerke beim Shinobi Core nicht per mitgelieferter Halterungen montieren - stattdessen müssen Sie festgeschraubt werden. Wenn Sie es wirklich leise wollen, empfehlen wir, die Festplatte mit einer Entkopplung zu versehen, beispielsweise für den 5,25-Zoll-Schacht - oder sie verwenden gleich eine SSD.
An der Gehäuse-Oberseite befinden sich vier USB-2.0- sowie Stereo-Anschlüsse für ein Headset. USB-3.0-Ports gibt es leider nicht - hierfür brauchen Sie einen entsprechenden Hub oder einen zusätzlichen Einbauschacht, der einzeln erworben werden kann oder bei manchen aktuellen Top-Mainboards mitgeliefert wird.
Bitfenix Shinobi: FazitDank der professionell vorab angebrachten Dämmmatten war das Shinobi Core in unserem Test mit maximal 1,7 Sone angenehm leise. Sofern zwei Lüfter mit bis zu 1.350 U/Minunten zum Einsatz kommen, bleibt übliche Spiele-Hardware unbedenklich kühl. Die Luftschaufler müssen aber zusätzlich gekauft werden, denn das Shinobi Core wird ohne Lüfter geliefert. Die Verarbeitung ist sehr gut; Kritik gibt es für die fehlenden USB-3.0-Ports. Zudem muss eine Festplattenentkopplung separat erworben werden. Damit eignet sich das Shinobi Core samt Dämmmatten gut für Silent-Fans - die guten Lautheits- und Temperaturwerte sichern dem gedämmten Bitfenix-Gehäuse eine gute Wertung. Eine Alternative ist das NZXT H2, welches ebenfalls bereits serienmäßig gedämmt ist und für rund 90 Euro bereits über drei 120-mm-Lüfter verfügt.
Reklame: Bitfenix Shinobi Core
bei Caseking bestellen
| Produkt |
Shinobi Core gedämmt |
| Hersteller |
Bitfenix |
| Anbieter |
www.caseking.de |
| Preis |
Ca. 75,- Euro |
| Ausstattung |
3,11 |
| Anleitung |
Bebildert, nur Englisch |
| Netzteil |
Nicht mitgeliefert |
| 5,25-Zoll-Schächte |
Drei |
| 3,5-Zoll-Schächte |
Acht |
| Erweiterungs-Slots |
Sieben |
| Lüfterplätze |
3 x 120 mm |
| Lüfter |
Keine |
| Frontanschlüsse |
4 x USB 2.0, Audio |
| Modding |
Dämmung, Gummi-Verkleidung |
| Eigenschaften |
2,34 |
| Abmessungen B x H x T |
205 x 460 x 490 mm |
| Platz für Grafikkarte |
29 cm |
| Verarbeitung allgemein |
Normal |
| Verarbeitung Schnittkanten |
Keine scharfen Kanten |
| Verwidungssteifheit |
Normal |
| Zusammenbau |
Normal |
| Modularer Aufbau |
Keine Besonderheiten |
| Silent |
Dämmung |
| Praxisprobleme |
Frontblenden lassen sich nur schwer entfernen |
| Kompatibilitätstest |
XL-ATX passt nicht |
| Leistung |
2,17 |
| CPU-Temperatur (Leerlauf)* |
35 |
| GPU-Temperatur (Leerlauf)* |
24 |
| HDD-Temperatur (Leerlauf)* |
22 |
| Northbridge-/Southbridge-/CPU-Spannungswandler-Temperatur (Leerlauf)* |
41/33/38 Grad C. |
| Lautstärke (Leerlauf, frontal) |
1,4 Sone |
| Lautstärke (Leerlauf, seitlich) |
1,4 Sone |
| CPU-Temperatur (Last)* |
56 |
| GPU-Temperatur (Last)* |
74 |
| HDD-Temperatur (Last)* |
26 |
| Northbridge-/Southbridge-/CPU-Spannungswandler-Temperatur (Last)* |
60/47/58 Grad C. |
| Lautstärke (Last, frontal) |
1,5 Sone |
| Lautstärke (Last, seitlich) |
1,7 Sone |
| Gesamtnote |
2,39 |
| |
+ Sehr leise |
| |
+ Keine scharfen Kanten |
| |
- Kein USB 3.0 |
BIOS-Overclocker
07.08.2011 18:25
Das mit dem fehlenden USB 3.0 ist ärgerlich, aber der Rest sieht sehr gut aus.