Tablet und Smartphone

Apple iCloud: Betaphase plus Preise für den erweiterten iPhone- und iPad-Service

MobileMe war der erste Versuch von Apple einen Cloud-Dienst für iPhone und iPad zu etablieren, mit iCloud wird das Konzept demnächst generalüberholt. Entwickler können schon jetzt einige Funktionen des kommenden Apple-Services testen, darüber hinaus sind jetzt auch die Preise für den Dienst bekannt. (Lars Craemer, 02.08.2011)
 
iCloud von Apple in der Betaphase.
 
iCloud von Apple in der Betaphase. [Quelle: siehe Bildergalerie]
iCloud wird zeitgleich mit iOS 5 in diesem Herbst erhältlich sein. Anwender können sich kostenlos für iCloud über ein iPhone, iPad oder iPod touch, auf dem iOS 5 läuft oder einen Mac mit Mac OS X Lion und einer gültigen Apple ID anmelden. iCloud beinhaltet 5 GB an kostenlosem Speicherplatz in der Wolke für E-Mail, Dokumenten-Speicher und Backup. Gekaufte Musik, Apps, Bücher und Photo Stream werden nicht auf diese Speichergrenze angerechnet.

Apple hat jetzt den Betatest für Entwickler gestartet, teilnehmen kann jeder, dessen Mailadresse einem Entwickler-Konto zugeordnet ist. Ziel dieser ersten Betaphase ist der Sync-Test für Daten - so können Dokumente in der Cloud gespeichert werden und sollen so auf jedem zugeordnetem Endgerät wie iPad oder iPhone bearbeitet oder gelesen/genutzt werden können. Erste Berichte erwähnen im Rahmen der Betaphase auch E-Mails, Kontakte, Kalender und eine neue Beta von iWork.com.

Wem die 5 GByte an Datenvolumen nicht genug sind, der kann gegen Aufpreis bei Apple aufstocken. Für 10 GByte sind dann jährlich rund 16 Euro, für 20 GByte rund 32 Euro und für 50 GByte rund 80 Euro im Jahr fällig.

Erwartete Features der finalen iCloud-Version in der Übersicht:

- Die früheren MobileMe Services Kontakte, Kalender und E-Mail wurden für iCloud angepasst. Anwender können Kalender mit anderen Personen teilen, der Push-E-Mail-Account wird auf me.com gehostet. Der Posteingang und sämtliche Postfächer werden auf allen iOS-Geräten und Computern des Anwenders auf dem aktuellsten Stand gehalten.

- iCloud Backup erstellt Backups der iOS-Geräte in der iCloud. Eine Datensicherung findet über WLAN statt, sobald iPhone, iPad oder iPod touch aufgeladen werden. Gesicherte Inhalte umfassen gekaufte Musik, Apps und Bücher, Aufnahmen, Geräteeinstellungen und Daten der Apps. Wird ein iOS-Gerät ersetzt, reicht die Eingabe der entsprechenden Apple ID während des Einrichtungsvorgangs und iCloud stellt das neue Gerät wieder her.

- iCloud Storage speichert nahtlos alle mittels iCloud Storage APIs erstellten Dokumente und pusht sie auf jedes Gerät des Nutzers. Wird ein Dokument auf einem der Geräte verändert, pusht iCloud diese Änderungen automatisch auf alle anderen Geräte des Anwenders. Anwender erhalten bis zu 5 GByte an kostenlosem Speicherplatz für ihre E-Mails, Dokumente und Backups.

- iTunes in the Cloud ermöglicht das Herunterladen der bereits gekauften iTunes Musik auf sämtliche iOS-Geräte eines Nutzers. Dank iTunes Match kann man dieselben Vorteile zusätzlich auch für nicht in iTunes erworbene Musik erhalten. iTunes Match ist ein Service, der Musiktitel des Anwenders mit einer DRM-freien Version im AAC-Format und einer Datenrate von 256 KBit/s ersetzt, sofern der iTunes Store ein entsprechendes Pendant bereithält.

- Der Photo Stream Service von iCloud lädt automatisch sämtliche Fotos, die ein Nutzer mit einem seiner Geräte erstellt oder auf eines seiner Geräte importiert hoch und pusht sie zu allen Geräten und Computern des Anwenders. Um Speicherplatz zu sparen werden die neuesten 1.000 Fotos auf jedem Gerät gespeichert, um sie dort ansehen, oder in ein Album zur permanenten Speicherung verschieben zu können. Macs und PCs speichern sämtliche Fotos aus Photo Stream, da sie über mehr Speicherplatz verfügen. iCloud speichert jedes Foto für 30 Tage in der Wolke.

Quelle: 9to5mac

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