Computex: Intel zeigt Ivy Bridge, 14-nm-Atom kommt

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News Stephan Wilke Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Zur Computex hat Intel eine Reihe von Ankündigungen und Produktvorstellungen auf den Weg gebracht, die wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen möchten. Wichtige Themen sind für Intel Mobilgeräte und Cloud Computing. Dank Fertigungsoptimierungen soll sowohl im Mobile- als auch im Desktop-Markt die Energieeffizienz steigen.

Einer der Hoffnungsträger ist das Ultrabook. Intel spricht dabei von "a new class of mobile computers", im Prinzip handelt es sich dabei aber lediglich um ein Subnotebook, das Tablet-User ansprechen soll. Mehr zum Ultrabook erfahren Sie in der seperaten News-Meldung. Ebenfalls für den Mobile-Einsatz sind die kommenden Atom-CPUs gedacht, die Intel innerhalb von 3 Jahren von 32 auf 22 Nanometer und anschließend auf 14 Nanometer Strukturbreite schrumpfen will. Eine neue Generation pro Jahr soll sicherstellen, die Transistordichte und Energieeffizienz zu erhöhen. Einsatzgebiete für die günstigen Chips sind Smartphones, Tablets und Netbooks. Bereits die kommende Netbook-Plattform Cedar Trail soll dank 32-nm-Fertigung dünne, lüfterlose Designs ermöglichen. Laufzeiten von über zehn Stunden und mehrere Wochen Standby-Zeit sollen drin sein.

Intel sieht in Cloud-Computing einen wichtigen Wachstumsmarkt und bezieht sich dabei auf den Umstand, dass durchschnittlich für 600 Smartphones oder 122 Tablets, die Internet-Dienste nutzen, ein neuer Server mit Intel-Hardware erforderlich ist. Innerhalb der nächsten Jahre sei es zudem immer wichtiger für Konzerne, Daten zwischen öffentlichen und privaten Clods hin- und herzubewegen.

Ivy Bridge basiert auf der Sandy-Bridge-Mikroarchitektur und soll 2012 erscheinen. Dank optimiertem Herstellungsverfahren (22 Nanometer Strukturbreite, Tri-Gate 3D Transistoren) soll Ivy Bridge eine höhere Energieeffizienz bieten. Auf der Computex 2011 zeigte Intel sogar bereits einen 300-mm-Wafer und zwei lauffähige Notebooks. Anhand des Bildmaterials schätzt Anandtech die Die-Größe auf rund 162 mm². Zum Vergleich: Sandy Bridge bringt es auf 216 mm². Dennoch werden Ivy-Bridge-CPUs über mehr Transistoren als Sandy-Bridge-Chips verfügen, sodass Intel damit mehr als 1 Milliarde Transistoren auf dieser kleinen Fläche unterbringt.

Mit Ivy Bridge plant Intel auch die Einführung einer variablen TDP. Damit soll es möglich sein, zum Beispiel ein Notebook mit einer CPU mit 15 Watt TDP im stationären Einsatz auf einer Docking-Station, die die Kühlung verbessert, dauerhaft mit 35 Watt TDP und aktiviertem Turbo-Modus zu betreiben. Im Prinzip steckt dahinter also nichts Neues, denn auch bei aktuellen CPUs ist die Funktionsweise des Turbo-Modus an die Temperaturentwicklung gekoppelt. Haswell soll gegenüber Ivy Bridge in diesem Bereich noch besser abschneiden, was insbesondere deshalb interessant ist, da Intel die TDP-Werte mit Haswell von 35 bis 45 Watt auf 10 bis 20 Watt im Notebook-Segment drücken will.

Quellen: Intel, Anandtech, Anandtech

Hintergrund: Computex 2011
Die Computex ist gestartet und feiert dieses Jahr ihr 31-jähriges Bestehen. Vom 31.5. bis zum 4. Juni treffen sich in Taipeh, Taiwan, wie viele Aussteller - darunter die wichtigsten IT-Unternehmen der Welt. Zwar ist die Computex nur die zweitgrößte IT-Messe nach der Cebit, aber das Staraufgebot ist im asiatischen Raum deutlich höher. PC Games Hardware ist auch dieses Jahr wieder vor Ort und berichtet live von der Messe. Um Sie umfassend und auf den Punkt zu informieren, haben wir eigens eine spezielle Themenseite zur Computex 2011 eingerichtet, die Sie per Mausklick aufrufen können.

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