Spielentwickler würden Directx loshaben wollen

AMD sieht DirectX als Bremsklotz für PC-Grafik - Update: AMD relativiert

Richard Huddy von AMD beschwert sich öffentlich über DirectX. Die Microsoft-API sei dafür verantwortlich, dass die GPUs von PCs durch Entwickler schlechter ausgereizt werden könnten als Konsolen-GPUs. (Sauter, Schleider, 29.03.2011)
 
Richard Huddy von AMD
 
Richard Huddy von AMD [Quelle: siehe Bildergalerie]
Update vom 29.03.2011

Das Interview mit Richard Huddy sorgte für diverse Kontroversen, im Gespräch mit CRN äußerte sich AMDs erneut: Seine Aussage zu DirectX sei aus dem Kontext gerissen und übertrieben weiterverbreitet worden. So würde sich nur eine sehr kleine Zahl von Entwicklern, beispielsweise DICE und Crytek, finden, für die DirectX in gewissem Maße im Wege steht. Denn die GPUs von AMD wie Nvidia leisten mehr, als die APIs ihnen entlocken - hätten AAA- wie auch Middleware-Entwickler direkten Zugriff auf die Hardware (DTM, "Direct-to-metal"), wäre schlicht mehr möglich. Allerdings steigt damit auch der Aufwand, den DICE und Co. leisten müssten. Beim PC kommt man aufgrund unterschiedlichster (Grafik-)Hardware ohne APIs nicht aus, im Gegensatz zu den Konsolen, wo die Entwickler im Laufe des Lebenszyklus zusätzlich neben den APIs auch (!) auf Registerebene programmieren - denn hier ändert sich nichts an der Hardware.

Quelle: CRN

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Originaler Artikel vom 20.03.2011
Viele Spieler dürften sich dem Problem bewusst sein: Obwohl heutige Grafikkarten den GPUs von Xbox 360 und Playstation 3 in ihrer Rechenleistung teilweise um das Zehnfache überlegen sind, ist die Grafikqualität von PC-Spielen nicht zehnmal besser. Der Manager für Entwickler-Beziehungen der GPU-Abteilung von AMD, Richard Huddy, macht nun öffentlich die API DirectX von Microsoft dafür verantwortlich. Unter anderem führe diese dazu, dass Entwickler einen zu geringen Zugriff auf die eigentliche PC-Hardware bekämen.

In einem Gespräch mit Bit-Tech äußert Huddy zudem, dass Spielentwickler am häufigsten von ihm forderten, die DirectX-API zu beseitigen. Im Folgenden einige weitere Ausschnitte seiner Äußerungen im englischen Original:

"It's funny. We often have at least ten times as much horsepower as an Xbox 360 or a PS3 in a high-end graphics card, yet it's very clear that the games don't look ten times as good. To a significant extent, that's because, one way or another, for good reasons and bad - mostly good, DirectX is getting in the way. [...] I certainly hear this in my conversations with games developers and I guess it was actually the primary appeal of Larrabee to developers - not the hardware, which was hot and slow and unimpressive, but the software - being able to have total control over the machine, which is what the very best games developers want. By giving you access to the hardware at the very low level, you give games developers a chance to innovate, and that's going to put pressure on Microsoft - no doubt at all."

Quelle: Bit-Tech
 
 
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Aktuelle Kommentare
Gunny Hartman
Gesperrt
29.03.2011 21:11
AW: AMD sieht in Directx einen Bremsklotz für PC-Grafik

Was nützt es den Entwicklern mehr Zugriff auf die Hardware zu geben, wenn diese nicht mal bereit sind DX richtig auszureizen. Da würde man nur Perlen vor die Säue werfen damit. AAA-Titel sind immer auch Konsolentitel und genau das führt dazu, dass die Entwicklung der Grafik in Spielen stagniert. #

Natürlich wäre viel mehr möglich, natürlich könnte man die APIs besser ausreizen, aber das wird eben nicht getan, da dies für die Entwickler zusätzlichen Aufwand bedeuten würde, den die meisten Publisher nicht bezahlen wollen.

Also, scheiß drauf. Solange keine Next-Gen-Konsolen auf dem Markt sind, solange tut sich auch bei PC-Spielen wenig in Sachen Grafik.

OldboyX
Komplett-PC-Aufrüster
29.03.2011 20:47
AW: AMD sieht in Directx einen Bremsklotz für PC-Grafik

Quote: (Zitat von MG42)
Wo ist da das Problem?
Man übertreibt gerne mal, und Übertreibung regt eben zur Diskussion an. Ich glaube kein Entwickler wäre so hohl und entwickelt in Assembler sowohl für AMD(/ati.krrck) und Nvidia, Intel (was soll da noch verbessert werden, da fehlt das Potential) und noch diverse andere (die man eigentlich nicht braucht) parallel?, und dann wäre nur eine Grafikkartengeneration abgedeckt... Wenn man stark eingrenzt, könnte das einem Exklusiv für PC entwickeltem Spiel von Vorteil sein und würde so manche Spiele in den Schatten stellen, halt exklusiv für aktuelle (und zukünftige) AMD und Nv Chips...


Das Problem ist, dass der Typ von AMD nun dazu nochmal ein Statement abgeben muss um etwas zu relativieren, das er schon von Beginn an gar nie gesagt hatte. Und das alles nur, weil die Medien einfach so sensationsgeil sind.

Welche Art von Information dann teilweise beim User ankommen sieht man ja zb. hier:


Back to topic: ATI will hier wohl nur wieder ein bischen sticheln und klugschei*en. Die Spieleentwickler schaffen doch noch gar nicht, das ganze DX-Potential rauszuholen.
Ahja ist klar - ein einzelner Herr, der bei AMD (ATI gibt es nicht mehr) arbeitet, hat in einem Interview gesagt, dass es mehrheitlich gute Gründe gibt einen Standard wie DX zu betreiben, aber, dass eben auch Nachteile damit einhergehen (wie zb. dass Entwickler durch die API auch limitiert werden und das volle Potential der Hardware nicht genutzt werden kann). Jeder mit auch nur grundlegendem technischen Verständnis von der Sache, wird dem nur zustimmen können.

Den ganzen Schmarrn von wegen "AMD sieht in DX einen Bremsklotz" haben irgendwelche Medien dazuerfunden.

FlintEastwood
Kabelverknoter
29.03.2011 20:22
AW: AMD sieht in Directx einen Bremsklotz für PC-Grafik

Yup, so gut die 3Dfx-Karten auch waren. Nvidia schaffte einfach den schnelleren technischen Aufstieg. 3Dfx ist irgendwie ein bischen stehengeblieben, und aus war's leider.

Back to topic: ATI will hier wohl nur wieder ein bischen sticheln und klugschei*en. Die Spieleentwickler schaffen doch noch gar nicht, das ganze DX-Potential rauszuholen.
Bzw. in Zeiten von Konsolen-Priorität will man ja gar nicht das ganze Potential ausnutzen. Ganz davon abgesehen, daß es auch nicht wirtschaftlich wäre, wenn man ein Spiel für 10-20 verschiedene API's programmieren müsste.

 
 
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