Wiedergabegeräte ohne Kabel ansteuern - was im Desktopbetrieb nur wenigen nützlich erscheint, stellt für mobile Geräte einen echten Mehrwert dar. Die erste Generation von Intels Wireless Display zeichnete sich jedoch eher durch einen Mangel an Fähigkeiten und Unterstützung aus. Wireless Display 2 will vieles besser machen, wie eine Vorführung Intels im Rahmen der CES beweist.
Zu den wesentlichen Neuerungen gehört die Unterstützung höherer Auflösungen und zusätzlicher Formate. So werden nun 1080p (bisher maximal 720p) und 5.1 Sourroundsound (statt Stereo) geboten. HDCP-Support soll innerhalb der nächsten sechs Wochen über ein Softwareupdate nachgeliefert werden. Dann wäre auch die Wiedergabe von Blue-Ray-HD-Material möglich. Auf Seiten der Verbindung wird neben dem 2,4-GHz-Band nun auch das 5-GHz-Band unterstützt, sodass Störungen durch andere 2,4-GHz-Geräte (Bluetooth, DECT, WLAN nach -b und -g Standard) vermindert werden. Wenn keine Hindernisse im Weg sind, soll eine Reichweite von mindestens fünf Metern erzielt werden.
Intel Wirless Display 2 in Aktion. Das Notebook ist nur an ein Stromkabel angeschlossen (und zusätzlich gegen Diebstahl gesichert), der 1080p Clip wird drahtlos an den Fernseher im Hintergrund übertragen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Entscheidende Neuerungen bahnen sich auch bei den Empfängern an. Während es für Wireless Display 1 nur eine einzige Empfängerbox von Netgear auf den Markt schaffte, stellt Intel auf der CES bereits fünf Geräte aus. Zusätzlich steht man in Verhandlungen mit Toshiba und anderen Herstellern von Unterhaltungselektronik, um eine Integration der Technik in Settopboxen, Blue-Ray-Playern und Fernsehgeräten zu erreichen. Ferner ist eine Software-Adaption in Planung, die eine kostengünstige Integration in Geräte mit passenden WLAN-Modulen und ausreichend Rechenkapazität, beispielsweise Spielekonsolen, ermöglichen würde. Der eigenständige Empfänger "PTV1000" aus der Vorgängergeneration wird unterdessen ab 66,30 Euro im
PCGH-Preisvergleich gelistet.
Ein
Video von Wireless Display 2 in Aktion gibt es bei den Kollegen von Golem. Deutlich zu sehen ist die weiterhin hohe Latenz der Wiedergabe. Die Aufbereitung des Signals vor und nach der Übertragung führt zu einer Verzögerung von ungefähr zwei Sekunden, womit sich die Technik bis auf weiteres nicht für den Spieleinsatz eignet.
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Komplett-PC-Aufrüster
11.01.2011 19:46
is auf jedenfall ne Sau interessante Technick...mich nervt es schon lange, dass ich immer Boxenkabel und VGA-Kabel verlegen muss etc.
In Wireless-Technick sollte mehr investiert werden
Moderator
11.01.2011 13:23
Ich tippe ganz stark auf die Komprimierung. Wie bereits erwähnt hat 1080p 60Hz bei 24Bit Farbtiefe knapp 3Gbps. Dazu kommen Ton, Paritätbits, ggf. Verschlüsselung (wobei die abseits des Schlüssels afaik kaum Datenlast verursacht) und der gesamte Verwaltungsoverhead. All diese Daten quetscht Intel durch eine Leitung, die real z.T. nur auf 0,1Gbps kommt - und dass auch noch ohne (größere) Qualitätsverluste. Da ist einiges zu berechnen und für eine effektive Komprimierung werden immer mehrere Frames berücksichtigt, so dass die Berechnung also auch erst nach einem gewissen Lag beginnen kann.
Komplett-PC-Aufrüster
11.01.2011 10:19
Wieso entsteht überhaupt die Latenz von 2s gegenüber der anderen Technik mit der 1ms? Wie entsteht die latenz? Durch die Verschlüsselung?