Project Denver auf der CES 2011: Nvidia arbeitet an eigener CPU auf ARM-Basis
Schon länger sagt man Nvidia nach, an einer eigenen CPU zu arbeiten. Bisher glaubte man eher an x86-Projekt, jetzt ist klar: Nvidia setzt auf ARM. Das Projekt Denver wurde auf der CES 2011 aber nur am Rande gestreift.
System on a Chip (SoC) ist eins der großen Schlagwörter der diesjährigen CES. Nach der Vorstellung von Intels Sandy Bridge beziehungsweise 2nd-Generation-Core-Prozessorfamilie sowie Nvidias Tegra 2 zog Nvidia am Tag vor dem offiziellen CES-Start einen weiteren Trumpf aus dem Ärmel: Projekt Denver ist der Codename für Nvidias eigene CPU, die auf ARM-Basis gegen Intels und AMDs x86-Vorherrschaft angehen soll. Kombiniert werden eine ARM-CPU mit einer Geforce-GPU auf einem Die, die jeweiligen Vorteile wie Effizienz und Leistungsfähigkeit sollen dabei optimal kombiniert werden. Nvidia sieht den Einsatz im Gegensatz zu den Tegra-Produkten nicht auf mobile Systeme beschränkt. Von Notebooks über Desktop-PCs bis hin zu Servern oder Supercomputern sei alles machbar.
Wie viel Sprengkraft diese Ankündigung birgt, zeigen einmal mehr die Verkaufszahlen ARM-basierter Smartphones und Tablets. Wenn sich Entwickler zukünftig mit nur einem einzigen Compiler herumschlagen müssen, der Programmcode für alle Systeme vom Handy bis zum Laptop- beziehungsweise Desktop-Rechner erzeugt, wäre das ein mächtiger Vorteil beziehungsweise ein Lockmittel für Entwickler. An Project Denver sollen nach Nvidias Jen-Hsun Huang Designer arbeiten, die schon "x86, SPARC und MIPS-Systeme" entworfen haben. Dazu passt, dass Microsoft mit Windows 8 auch ARM-Systeme unterstützen will (Linux ist schon länger ARM-fähig) - mal sehen, wie Intel auf diese neuerlichen Angriff von Nvidia kontern wird.
Weitgehend unklar ist, wann Nvidia das Project Denver marktreif haben will.

-"MUHAHAHARM!"
Gruß
Freefox
Andere Märkte?
Und übrigens, die arbeiten ständig an der Effizienz, nur nicht am Energieverbrauch