Neuer CPU-Z-Weltrekord - erstmals über 8,2 GHz validiert

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Der User "duck" aus dem Xtremesystems-Forum hat einen neuen CPU-Z-Weltrekord aufgestellt: Mit einem Celeron 360 aus dem Hause Intel wurden 8.242,45 MHz erreicht.

Mit Hilfe extremer Kühlmaßnahmen wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Die zum Einsatz kommende Konfiguration besteht aus dem Celeron 360, einem Asus Commando mit P965-Chipsatz, einer PCI-Grafikkarte (ATI Rage XL) und 2 GiByte Arbeitsspeicher. Die 8.242 MHz ergeben sich aus 317 MHz x 26. Der Celeron 360 (Singlecore) basiert auf der Netburst-Archtektur, genauer ein Cedar Mill - diese CPUs sind bekannt für ihr extremes Taktpotenzial. Bei den Übertaktungsversuchen ist die Hauptplatine von Asus übrigens "gestorben".

Quelle: Xtremesystems

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    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Neuer CPU-Z-Weltrekord - erstmals über 8,2 GHz validiert

        Zitat von Krachbummente
        Achja, ich hab noch ne Frage und zwar:
        Hat Intel nicht vor nen einigen Jahren ne CPU entwickelt, die 10 GHz machen würde, leider aber ne zugroße TDP hatte und deswegen nicht kühlbar war?
        Nein.
        Die letzte Intel-CPU, die konsequent auf hohe Taktraten entwickelt wurde, war der Prescott-Kern Anfang 2004. Dessen hörbar gestiegene Verlustleistung kam so schlecht bei den Kunden an, das bereits die folgenden Steppings nur noch auf deren Reduzierung abzielte. Alle folgenden Entwicklungen hatten ausschließlich das Ziel, die Effizienz zu steigern, die verkauften Taktraten stagnierten (Prescott2M - mehr Rechen-, aber kaum Verlustleistung durch mehr Cache) oder sanken sogar (alle weitere Kerne seitdem kamen nicht mehr an die 3,8 Ghz der Prescotts ran)
        Die Begründung stimmt aber z.T.: Prescott war technisch noch kühlbar und die Nachfolger wären es sicherlich auch gewesen (heutige OC-Prozessoren setzen wesentlich mehr Energie um), aber mit der damaligen Kühlungstechnik (und die heutige ist nur unwesentlich weiter) wäre es zu teuer oder zu laut für den Endkundenmarkt geworden. Das ist einer der möglichen Gründe, warum der Prescott nur bis 3,8GHz ausgeliefert wurde. Bei OC mit guter Kühlung hatte er im Schnitt nämlich mehr Reserven, als die vorrangegangenen Northwood und Gallatin, das heißt Intel ließ einen größeren Abstand zum technisch möglichen. Eine 4GHz Ausgabe (Pentium4 580) wurde kurz vor der Markteinführung (d.h. nachdem Tests von Hardwareseiten veröffentlich und Vorbestellungen bei Händlern möglich waren) ohne Begründung zurückgerufen. Mögliche Ursache: Man wollte nicht auch noch die 115W der alten Modelle überschreiten, konnte aber nicht genug DIEs produzieren, die bei den gesenkten Spannungen den hohen Takt ermöglichen.

        In den ursprünglichen Roadmaps sollte Prescott afaik bis 4,5, maximal 5 GHz ausgebaut werden. Ablösung wäre dann Tejas mit iirc bis 8 GHz gewesen und erst Nehalem (ja, das war mal n Netburst-Codename) hätte die 10GHz nehmen sollen. Es gab sicherlich schon Tejas-Testsilizium, als man Netburst abwürgte, aber Nehalem-Prototypen würden mich wundern. Erst recht nicht so ausgereift, dass die geplanten 10GHz möglich waren. Die Netburst-Roadmap stammt ja auch noch aus Vor-Tick-Tock-Zeiten, d.h. Nehalem hätte zur 45nm Fertigung gehören müssen, die erst nach dem Ende von Netburst rauskam.
        Statt Tejas kam schließlich Cedar Mill, der konsequent auf Sparsamkeit optimiert wurde (erfolgreich. Von vielen unbeachtet stellten Cedar Mill und Presler nahezu Gleichstand mit dem Athlon64&X2 her, was Leistung und Verbrauch anging) und nur aufgrund der 65nm Fertigung mehr OC-Potential als Prescott hatte, aber mit identischen oder niedrigeren Taktraten in den Handel ging. Darauf folgte nach kurzer Zeit Conroe und der Rest ist Geschichte.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Neuer CPU-Z-Weltrekord - erstmals über 8,2 GHz validiert

        Zitat von Krachbummente
        Achja, ich hab noch ne Frage und zwar:
        Hat Intel nicht vor nen einigen Jahren ne CPU entwickelt, die 10 GHz machen würde, leider aber ne zugroße TDP hatte und deswegen nicht kühlbar war?
        Nein.
        Die letzte Intel-CPU, die konsequent auf hohe Taktraten entwickelt wurde, war der Prescott-Kern Anfang 2004. Dessen hörbar gestiegene Verlustleistung kam so schlecht bei den Kunden an, das bereits die folgenden Steppings nur noch auf deren Reduzierung abzielte. Alle folgenden Entwicklungen hatten ausschließlich das Ziel, die Effizienz zu steigern, die verkauften Taktraten stagnierten (Prescott2M - mehr Rechen-, aber kaum Verlustleistung durch mehr Cache) oder sanken sogar (alle weitere Kerne seitdem kamen nicht mehr an die 3,8 Ghz der Prescotts ran)
        Die Begründung stimmt aber z.T.: Prescott war technisch noch kühlbar und die Nachfolger wären es sicherlich auch gewesen (heutige OC-Prozessoren setzen wesentlich mehr Energie um), aber mit der damaligen Kühlungstechnik (und die heutige ist nur unwesentlich weiter) wäre es zu teuer oder zu laut für den Endkundenmarkt geworden. Das ist einer der möglichen Gründe, warum der Prescott nur bis 3,8GHz ausgeliefert wurde. Bei OC mit guter Kühlung hatte er im Schnitt nämlich mehr Reserven, als die vorrangegangenen Northwood und Gallatin, das heißt Intel ließ einen größeren Abstand zum technisch möglichen. Eine 4GHz Ausgabe (Pentium4 580) wurde kurz vor der Markteinführung (d.h. nachdem Tests von Hardwareseiten veröffentlich und Vorbestellungen bei Händlern möglich waren) ohne Begründung zurückgerufen. Mögliche Ursache: Man wollte nicht auch noch die 115W der alten Modelle überschreiten, konnte aber nicht genug DIEs produzieren, die bei den gesenkten Spannungen den hohen Takt ermöglichen.

        In den ursprünglichen Roadmaps sollte Prescott afaik bis 4,5, maximal 5 GHz ausgebaut werden. Ablösung wäre dann Tejas mit iirc bis 8 GHz gewesen und erst Nehalem (ja, das war mal n Netburst-Codename) hätte die 10GHz nehmen sollen. Es gab sicherlich schon Tejas-Testsilizium, als man Netburst abwürgte, aber Nehalem-Prototypen würden mich wundern. Erst recht nicht so ausgereift, dass die geplanten 10GHz möglich waren. Die Netburst-Roadmap stammt ja auch noch aus Vor-Tick-Tock-Zeiten, d.h. Nehalem hätte zur 45nm Fertigung gehören müssen, die erst nach dem Ende von Netburst rauskam.
        Statt Tejas kam schließlich Cedar Mill, der konsequent auf Sparsamkeit optimiert wurde (erfolgreich. Von vielen unbeachtet stellten Cedar Mill und Presler nahezu Gleichstand mit dem Athlon64&X2 her, was Leistung und Verbrauch anging) und nur aufgrund der 65nm Fertigung mehr OC-Potential als Prescott hatte, aber mit identischen oder niedrigeren Taktraten in den Handel ging. Darauf folgte nach kurzer Zeit Conroe und der Rest ist Geschichte.
      • Von Krachbummente Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Neuer CPU-Z-Weltrekord - erstmals über 8,2 GHz validiert

        Zitat von -Masterchief-
        Der Unterschied besteht darin 1. oder 2. zu sein, und das ist sehr wohl ein Unterschied
        ja... les' dir doch erstmal das durch was ich vorher geschrieben hab, bevor du Antworten gibst die total ausm Kontext fallen
        Es ging darum, dass sich der reale, spürbare Unterschied nahezu 0 ist. Alles andere ist halt nur für nen Fanatiker interessant.
      • Von spac3nurs3 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Neuer CPU-Z-Weltrekord - erstmals über 8,2 GHz validiert

        Zitat von Krachbummente
        Macht ja auch keinen Unterschied ob ich meinen I7 jetzt auf 4,2 GHz oder auf 4,25 GHz takte .
        Der Unterschied besteht darin 1. oder 2. zu sein, und das ist sehr wohl ein Unterschied
      • Von Krachbummente Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Neuer CPU-Z-Weltrekord - erstmals über 8,2 GHz validiert

        Naja, ich denke schon das die Celerons gegenüber den Pentium-4s im Vorteil sind. Das zeigt sich ja klar an den OC Ergebnissen. Da das höchste OC Ergebnis eines P4 mit 8.180,4 MHz und das zweithöchste OC Ergebnis eines P4 mit 8.179,89 MHz weniger als einen MHz auseinander liegen, kann man darauf schließen, dass nur wenig Potenzial nach oben besteht, während der Celeron mit 8.242,45 MHz knapp 62 MHz schneller ist. Da kommt sicher kein P4 mehr dran . Trotzdem ist der Unterschied minimal und nur für einen Fanatiker interessant. Macht ja auch keinen Unterschied ob ich meinen I7 jetzt auf 4,2 GHz oder auf 4,25 GHz takte .

        Achja, ich hab noch ne Frage und zwar:
        Hat Intel nicht vor nen einigen Jahren ne CPU entwickelt, die 10 GHz machen würde, leider aber ne zugroße TDP hatte und deswegen nicht kühlbar war?
      • Von PCGH_Stephan Volt-Modder(in)
        AW: Neuer CPU-Z-Weltrekord - erstmals über 8,2 GHz validiert

        Zitat von Naraya
        sowas kriegt man aber auch nur den celerons hin, weil die nischt haben außer den kern selbst.
        kein l2-cache bzw sehr wenig
        Duck hat den CPU-Z-Rekord mehr als zwei Jahre lang bis Ende letzten Jahres mit einem auf 8.180,4 MHz übertakteten Pentium 4 631 gehalten. Die nächstbeste Pentium-4-Vali liegt bei 8.179,89 MHz. Daher sehe ich Celerons nicht automatisch im Vorteil. (s. auch Antwort auf das zweite Zitat von ruyven)
        Zitat von ruyven_macaran
        Beim reinen Taktrekord geht es eben um den reinen Taktrekord und der Grad der Stabilität, der erreicht werden muss, lautet "OS booten, Setfsb benutzen und CPU-Z ausführen".
        So stimmt es.
        Zitat von ruyven_macaran
        Cedar Mill Sellerie profitiert zwar auch vom kleineren Cache im Vergleich zum P4, wichtiger ist aber vermutlich der niedrige Preis und vor allem die wahnsinnigen Multis. Cellis wurden nämlich mit 133 MHz FSB verkauft, P4 hatten 50% mehr.
        Das Problem bei den Celerons ist, dass die hohen Multis nur dann was bringen, wenn die FSB Wall kein Thema ist - das ist sie aber leider bei derartigen Taktraten immer mal wieder.
        Zitat von Pyroplan
        mich würde mal interessieren wie diese architektur mit diesem takt gegen nen aktuellen 2kerner mit 2-3ghz ankommt^^ auch wenn sie wohl keine chance hätte.
        Schau doch einfach bei Hwbot vorbei:
        HWBOT Browse Hardware.
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        Zitat von XE85
        gar nicht, weil bei dem Takt kein Einziger Benchmark durchläuft
        Richtig - allerdings ist man inzwischen schon bei einem Super-Pi-1M-Durchlauf bei 8.034 MHz mit einem Celeron 356 angelangt.
      Direkt zum Diskussionsende
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