Disciples 3: Renaissance im Test - Besser als Might and Magic 5?

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Der mittlerweile dritte Teil der Disciples-Saga rüttelt erneut am Thron des Genre-Primus Heroes of Might and Magic 5. Diesmal mit Erfolg? PC Games Hardware liefert den Test von Disciples 3: Renaissance.

Das russische Rundenstrategiespiel Disciples 3: Renaissance hat acht Jahre Entwicklungszeit sowie einen Studiowechsel hinter sich. Das Ergebnis ist ein mehr als passabler Titel, der die Konkurrenz von Genregrößen wie He­roes of Might and Magic 5 nicht zu fürchten braucht.

Im Gegenteil: Disciples 3 bietet eine Geschichte sowie eine Fantasy-Umgebung, die keine Standardkost sind. Auch die Optik - bei Titeln des Genres oft stiefmütterlich behandelt - ist stimmig. Der Detailgrad der Spielwelt und der interessant inszenierten Charaktere ist hoch und die Effekte sehenswert. Obwohl sich Disciples 3 beim Spielprinzip an das große Vorbild hält, funktioniert das Gameplay sehr gut und der große Spielumfang (drei Kampagnen) garantiert Langzeitunterhaltung - genauso wie die Missionen, die immer wieder Überraschungsmomente bereithalten. Leider gibt es in der Kampagne einige frustrierend schwere Stellen und der Aufbaumodus ist eher rudimentär. Weitere Kritikpunkte sind der fehlende Mehrspieler-Part, die teils nervige Vertonung sowie die nur spärlich vorhandenen echten Videosequenzen.

Im dritten Teil der rundenbasierten Strategieserie kann der Spieler zwischen drei Rassen wählen, um sich gegen seine Gegner zur Wehr zu setzen. In der mystischen Spielwelt von Disciples 3, der Welt Nevendaar, stehen sich drei Fraktionen im Kampf um die Kontrolle des Landes gegenüber - das Imperium, die Legion der Verdammten sowie die Elfen. Jede Fraktion kämpft für ein bestimmtes Ziel, sei es die absolute Vorherrschaft in Nevendaar oder einfach nur der Erhalt der Balance zwischen Gut und Böse.

Bis auf das Kampfsystem hat sich im Vergleich zu Disciples 1 (1999) und Disciples 2 (2002) nicht wirklich viel verändert, auch die alten Schwächen sind geblieben: die Karte ist unübersichtlich und es ist sehr schwer, neben dem Haupthelden noch eine zweite Gruppe zu leveln. Das führt dazu, dass man immer wild durch die Welt herumrennen muss - und in diesem Punkt ist beispielsweise das Echtzeitsystem von Konkurrent King's Bounty deutlich besser.

Das neue Kampfsystem ist gut gelungen. Es ist nicht ganz so abwechslungsreich wie z. B. King's Bounty (es gibt weniger Gegner und Zaubersprüche), trotzdem macht es durchaus Spaß. Am nervigsten am Spiel sind aber die Bedienschwächen. So sind die einzelnen Menüs nicht wirklich durchdacht.

Disciples 3: Renaissance - Fazit
Ein zeitloser Klassiker ist Disciples 3 nicht geworden. Trotzdem bietet der Titel dank dreier kniffliger und unterhaltsamer Kampagnen Stoff für viele Stunden Strategie-Spaß mit einem schönen Dark-Fantasy-Touch. Die Bugs aus der Erstveröffentlichung in Russland wurden offenbar durchweg behoben. Für den Platz als Platzhirsch hat es aufgrund kleiner Mängel nicht ganz gereicht.

Bildergalerie

PCGH-Wertung

1,9
5
    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Thilo Lötkolbengott/-göttin
        Die lange Entwicklungszeit und der Wechsel scheint dann doch nicht so viel geholfen zu haben.
      • Von PCGH_Thilo Lötkolbengott/-göttin
        Die lange Entwicklungszeit und der Wechsel scheint dann doch nicht so viel geholfen zu haben.
      • Von Roadstar Komplett-PC-Käufer(in)
        Ganz ehrlich,mir hat das zweite Teil besser gefallen. Hier muss man so gut wie gar keine Taktik anwenden. Einfach auf den Feind losgehen, das reicht. Es gibt pro Level höchstens 2-3 Schlachten, die man selber spielen sollte,um Opfer zu vermeiden: Den Rest kann man auf automatisch spielen lassen(sonst nur Zeitverlust,da es nicht anstrengend,sondern langweilig ist)Und ich rede von dem letzten Schwierigkeitsgrad.Danach nur heilen und weiter. Was nervt ist wirklich, daß wenn man einen zweiten oder dritten Held ausbildet(es gibt Camps, wo man das gegen Gold machen kann und der Charakter steigt auf) , kann man den nicht einfach mitnehmen. Sondern er muss auf der nächsten Karte nochmal gegen Gold angeworben werden. Und mit der Heldenstufe wächst auch die Summe. Da man nicht besonders viel Gold erwirtschaften kann, ist es nicht gleich am Anfang möglich, sondern erst ,wenn man schon die Karte gröstenteils gesäubert hat.Oder man muss auf die Gebäuden verzichten, was aber nicht viel Sinn macht. Und dann braucht man ihn praktisch nicht mehr. Habe zwar nur die Missionen des Imperiums bis zum Ende gespielt,aber mit den Legionen läuft bis jetzt nicht anders. Je mehr man aufsteigt, desto leichter wird es.
        Also ich habe persöhnlich viel mehr erwartet.Einzig die Grafik hat mir gefallen..
      • Von BigBubby Lötkolbengott/-göttin
        Könnte man Heroes of Might and Magic bzw HoMM nicht komplett schreiben, denn Might and Magic 5 gibt es auch und ist gänzlich was anderes.
      • Von stefan.net82 BIOS-Overclocker(in)
        Besser als Might and Magic 5?-darüber kann ich erst urteilen, wenn ich disciples 3 selbst gespielt habe. dennoch: es scheint was dran zu sein, an dem spiel...
      • Von zuogolpon Software-Overclocker(in)
        1,9?
        Eine gute Wertung, doch das Problem solcher Spiele kennen wir alle. Weenig Anerkennung, wenig Erfolg... Schade drum
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