Palit Geforce GTX 470: GTX 470 done right? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Fast zwei Monate nach dem GTX-400-Debüt (
PCGH-Test) kommt die Designwelle ins Rollen. Kaufen Sie dieser Tage eine Geforce GTX 480 oder GTX 470, erhalten Sie stets dieselbe Hardware, bestückt mit Bauteilen aus der gleichen Quelle, äußerlich abseits von Aufklebern identisch. Diese Uniformität ist beim Start einer Grafikkartenserie normal, da vorerst alle Partnerhersteller das Referenzdesign adaptieren, während sie im Hintergrund an ihren eigenen Designs tüfteln. Einer der treuesten Partner Nvidias, Palit, hat sein Ziel vor den Mitbewerbern erreicht. Gelingt es der Palit Geforce GTX 470 Own Design, die Kritikpunkte an den GF100-basierten Grafikkarten zu beseitigen? PC Games Hardware hat eines der ersten Exemplare Europas getestet.
Palit Geforce GTX 470 Own Design: Platine und Kühlung
Palit Geforce GTX 470 Own Design: Zwei Axiallüfter à 75 Millimeter Durchmesser belüften das Kontrukt. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Während AMD/Ati und Nvidia auf ihren Spitzenkarten seit Jahren Direct-Heat-Exhaust-Designs (DHE) einsetzen, verfolgen die Partner oft andere Kühlmethoden. In der Vergangenheit hob Palit mehr als ein durchdachtes Design auf Axiallüfter-Basis aus der Taufe. Auch bei der Geforce GTX 470 fußt das "Own" Design auf Axialbelüftung - in zweifacher Ausführung: Zwei Lüfter à 75 Millimeter Durchmesser halten den Kühlblock auf Betriebstemperatur. Prinzipbedingt wird etwa die Hälfte der Abwärme im Gehäuse verteilt, während der DHE-Ansatz das Gros der unerwünschten Hitze durch die Slotblende nach draußen befördert.
Palit Geforce GTX 470 Own Design: Zwei 6-Pin-Stromstecker erlauben eine TDP von 225 Watt [Quelle: siehe Bildergalerie]
Da die Lüfter bei derartigen Lösungen auf und nicht neben dem Kühlmetall sitzen, bleibt mehr Fläche für den eigentlichen Kühlblock. Im Vergleich mit dem Nvidia-Kühler verfügt der Palit-Körper über enger stehende Lamellen und ist außerdem deutlich länger. Konträr zur eigentlichen Platine: Diese, ebenfalls von Grund auf neu designed, ist nur 22,8 Zentimeter lang (Nvidia-PCB: 24,1 cm) und wird komplett vom Kühler überdeckt. Auch die beiden 6-poligen Stromstecker ragen gen Himmel, womit sich die Palit GTX 470 Own Design auch für relativ enge Gehäuse eignet.
An der eigentlichen Spezifikation der Geforce GTX 470 änderte Palit nichts. Das Own Design benötigt zwei 6-Pol-Stromstecker zum Betrieb, womit die Karte (offiziell) maximal 225 Watt aufnehmen kann. Die Taktung entspricht Nvidia-konformen 608/1.215 MHz GPU- und 1.674 MHz GDDR5-Speichertakt.
Palit Geforce GTX 470 im Praxiseinsatz Was das Redesign in der Praxis leistet, testen wir mit bewährter Methodik. Wie von uns bekannt, entstehen die Lautstärketests im schallarmen Raum aus 50 Zentimetern Entfernung, senkrecht zum Lüfter (in diesem Fall: den Lüftern) der Grafikkarte. Die elektrische Leistungsaufnahme aller Leitungen messen wir mithilfe des PCI-Express-Adapters Adexelec PEX16IX in Kombination mit einem Multimeter und dem Zangenamperemeter Chauvin Arnoux F09 AC/DC. Weitere Details finden Sie hier:
Leistungsaufnahme von Grafikkarten: Messequipment im Labor eingetroffen Im Leerlauf drehen die beiden Quirle mit 40-prozentiger Laufstärke - genau wie bei der Nvidia-Vorgabe. Ein Blick auf die Tabelle offenbart, dass es Palit hier etwas zu gut meint:
| Lautstärke |
GTX 480 (Ref.) |
GTX 470 (Ref.) |
Palit GTX 470 |
HD 5870 (Ref.) |
| Leerlauf |
1,2 Sone |
1,0 Sone |
2,1 Sone |
0,7 Sone |
| Race Driver: Grid |
4,8 Sone |
4,8 Sone |
4,8 Sone |
3,6 Sone |
| Furmark 1.6.5 |
10,4 Sone |
9,3 Sone |
7,1 Sone |
6,8 Sone |
| Leistungsaufnahme |
|
|
|
|
| Leerlauf |
45 Watt |
31 Watt |
30 Watt |
25 Watt |
| Race Driver: Grid |
235 Watt |
186 Watt |
196 Watt |
132 Watt |
| Furmark 1.6.5 |
312 Watt |
239 Watt |
265 Watt |
186 Watt |
| Temperatur GPU |
|
|
|
|
| Leerlauf |
50 °C |
44 °C |
38 °C |
39 °C |
| Race Driver: Grid |
89 °C |
89 °C |
82 °C |
70 °C |
| Furmark 1.6.5 |
93 °C |
93 °C |
92 °C |
86 °C |
Anmerkung zu den Werten der Referenzdesigns: Angegeben sind nicht die Resultate der Testsamples von AMD und Nvidia, sondern ein Mittelwert aus allen im Heft getesteten Retail-Karten im Ref.-Design. Nach 10 Minuten in Race Driver: Grid erreicht die GTX 470 Own Design exakt dasselbe Geräuschniveau wie das Nvidia-Referenzdesign, hält den Grafikchip aber auf einer niedrigeren Temperatur. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Kühler noch Reserven hat, um bei verringerter Drehzahl zu arbeiten. Palit bestätigte gegenüber PC Games Hardware, dass man hier einen Sicherheitspuffer haben wollte.
Einen ausführlichen, benoteten Test inklusive weiterer Kartendetails sowie Messungen bei angepassten Drehzahlen und GPU-Spannungen lesen Sie in der PCGH 07/2010, welche ab dem 2. Juni beim Zeitschriftenhändler Ihres Vertrauens ausliegt. Dort verraten wir Ihnen, wie Sie die GTX 470 Own Design mit bestenfalls 2,1 Sone unter Last betreiben.
Kabelverknoter
17.07.2010 15:24
Ich kann mich nicht beschweren über meine Temp
Raumtemperatur beträgt 26.7° C ... Karte ist am "erfrieren"
Freizeitschrauber
17.07.2010 06:38
Ja man.. voll krasse Temps bei dem Wetter.
PC-Selbstbauer
14.07.2010 18:56
na dann dreh mal schön hoch das gebläse.. du weisst ja... sicher ist sicher .. nich das noch was kaputt geht