Radeon HD 5870 Eyefinity 6 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit der Radeon HD 5870, der ersten Karte aus der DirectX-11-Generation, stellte AMD im September 2009 auch die Eyefinity-Multi-Monitor-Technologie vor. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits Vorführmodelle, an die bis zu sechs Displays angeschlossen werden konnten. Diese Variante der HD-5800-Serie kommt jetzt bald als Eyefinity 6 Edition auf den Markt - gut sechs Monate später.
Bereits auf der Cebit zeigten einige Hersteller ihre Realisierung der von AMD vorgegebenen Spezifikationen. Bei den technischen Eigenheiten unterscheidet sich die Eyefinity 6 Edition nur in wenigen Punkten von einer normalen Radeon HD 5870: Die standardmäßige Ausstattung aus zwei Mal Dual-Link-DVI, HDMI und Displayport weicht einer Phalanx aus bis zu sechs Mini-Displayports. Außerdem wird die verbaute Menge des Grafikspeichers von einem auf zwei GiByte verdoppelt. Was die Anzahl der operativen Einheiten oder die Chip- und Speicherfrequenz angeht, ändert sich nichts. Damit kann man eigentlich, salopp ausgedrückt, von einer Radeon HD 5870/2G sprechen.
Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition: Die Spezifikationen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Durch die erhöhte Speichermenge und die größere Anzahl von Anschlüssen, die mit Strom versorgt werden müssen, steigt die maximal Leistungsaufnahme der Eyefinity 6 Edition laut AMD auf 228 Watt. Zum Vergleich: Eine normale HD 5870 ist laut Hersteller mit maximal 188 Watt zufrieden. Für den Leerlauf gibt AMD mit 34 Watt ebenfalls einen leicht höheren Wert an (Standard: 27 Watt). Wie groß die Unterschiede bei der Leistungsaufnahme tatsächlich sind, muss erst noch in unabhängigen Tests überprüft werden. Um eine ausreichende Energieversorgung sicherzustellen, hat AMD deswegen im Referenzdesign auch mit einem 8-Pin- und einem 6-Pin-PCI-Express-Stromanschluss gearbeitet.
Was die maximale Auflösung der Eyefinity 6 Edition angeht, reizt AMD das derzeitige auf dem Monitormarkt erhältliche Maximum voll aus: Insgesamt kann die Grafikkarte bis zu sechs Bildschirme mit einer Auflösung von je 2.560 x 1.600 Bildpunkten verwalten. Hierfür sind aber in den meisten Fällen die richtigen Adapter nötig, denn die wenigsten Monitore sind von Haus aus mit einem Mini-Displayport ausgerüstet. Nach den Plänen von AMD sollen im Lieferumfang der Eyefinity 6 Edition bereits mehrere verschiedene Adapter enthalten sein. Neben zwei Mini-Displayport-zu-Displayport-Adaptern gibt es noch zwei passive Mini-Displayport-zu-Single-Link-DVI-Dongle sowie einen passiven Mini-Displayport-zu-HDMI-Dongle.
Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition: AMD Benchmarks mit einem gegen zwei GiByte Videospeicher. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Verbesserung der Spieleleistung durch die VRAM-Verdoppelung hat AMD ebenfalls in einigen Benchmarks bei 3x 1.920 x 1.200 Pixeln, also einer Gesamtauflösung von 5.760 x 1.200, dargestellt. Entsprechend dieser Ergebnisse lässt sich feststellen, dass die Eyefinity 6 Edition besonders bei hohen Kantenglättungsmodi und hohen AF-Einstellungen die Nase vorne hat - also in Situationen, in denen ein GiByte VRAM schon nicht mehr ausreichend ist.
Mit der Eyefinity 6 Edition kommen auch einige der neuen Funktionen der Catalyst-Software, die AMD mit dem
Catalyst 10.2 und 10.3 eingeführt hat, beziehungsweise wird, richtig zum Tragen. Besonderes Augenmerk richten sich dabei auf die Crossfire-Profile sowie die Rahmenkorrektur für Multi-Monitor-Systeme. In Sachen Crossfire sind mit der Eyefinity 6 Edition mehrere Kombinationen möglich. Werden zwei Karten der neuen Variante gekoppelt, stehen alle Funktionen zur Verfügung. Steht einer Eyefinity 6 eine normale HD 5870 mit einem GiByte Speicher zur Seite, funktioniert dies zwar, jedoch verwenden beide Karten je nur ein GiByte - 1.024 MiByte der Eyefinity 6 liegen also brach. In Kombination mit einer 2-GiB-Version der HD 5870 kann dann wieder die volle Speicherausstattung genutzt werden.
Die ersten Karten der Boardpartner sollen bald verfügbar werden, einen genauen Preisrahmen konnte AMD allerdings nicht festlegen. Im PCGH-Preisvergleich sind zum Zeitpunkt dieses Artikels noch
keine Eyefinity-Karten gelistet. Durch den zusätzlichen Speicher und das umfangreich geplante Zubehörsortiment sollte sich die Eyefinity 6 Edition jedoch preislich spürbar über der normalen HD 5870 ansiedeln.
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Software-Overclocker
20.03.2010 20:35
Also den Test mit 1680x1050 können sich die PCGH-Profis sparen. Da werden die Fps im Vergleich zur 1G-Variante fast gleich sein. Da liegen 1G von der 2G Variante brach die nicht genutzt werden. Außer das ich den Speicher mit Strom füttern und dieser zusätzlich gekühlt werden muß, passiert da nicht viel.
Das wurde doch schon öfters getestet und ausgewertet. (896 mit 1792, sowie 1024 mit 2048).
MfG Meratheus
Gesperrt
14.03.2010 23:47
Danke dir für die gute Erklärung
Software-Overclocker
14.03.2010 20:57
@Mental Gear
Dass die GPU's in zu geringen Stückzahlen am Markt verfügbar sind stimmt leider, das merkt man am Preis. Aus diesem Grund hatte ich mir auch 2 Radeon 5770 für je 120€ zugelegt, weil die ein besseres P/L-Verhältnis bieten und ich von meinen alten 3870ern an Crossfire gewöhnt bin. Vielleicht sinken die Preise bei den Highend-GPUs, wenn der Fermi auf dem Markt ist, aber in Sachen Grafikkarte bin ich erstmal bedient.