Neue Schutzsoftware und Gefahren für Mobiltelefone

Kaspersky: „Der Iphone-Virus kommt früher oder später“

Das russische Sicherheitssoftwareunternehmen Kaspersky geht davon aus, dass sich Cyber-Kriminelle verstärkt auf Smartphones konzentrieren werden. Damit rückt auch Apples Iphone in den Focus der Botnetz-Betreiber. (Marco Albert, 03.03.2010)
 
Logo Kaspersky
 
Logo Kaspersky [Quelle: siehe Bildergalerie]
Magnus Kalkuhl (Senior Virus-Analyst Kaspersky)
 
Magnus Kalkuhl (Senior Virus-Analyst Kaspersky) [Quelle: siehe Bildergalerie]
PC Games Hardware hat sich auf der Cebit 2010 in Hannover mit Magnus Kalkuhl (Senior Virus-Analyst Kaspersky) getroffen und über die neuen Trends gesprochen. Magnus Kalkuhl schätzt vor allem die neuen sehr leistungsfähigen Smartphone (Iphone, Android-Handys) als gefährdet ein: Da diese Telefone dank Flatrates fast immer online sind und inzwischen genug Rechenpower liefern, eignen sich auch Smartphone als Teil von Botnetzes. So kann beispielsweise auch das Iphone als Spam-Schleuder oder für DoS-Attacken eingesetzt werden. Magnus Kalkuhl stellt klar, dass es aktuell keinen Schädling gibt, der das Iphone befällt, aber es wäre denkbar, dass versucht wird, verseuchte Apps über den Apple-App-Store anzubieten. Apple prüft zwar die Apps, bevor sie veröffentlicht werden, doch nach Meinung von Magnus Kalkuhl fehlen der Firma echte Virenanalysten, die anhand des Programmcodes Schadsoftware erkennen können. Daher sagte uns Magnus Kalkuhl klar: "Der Iphone-Virus kommt früher oder später."

Im PC-Bereich gibt auch einige interessante Informationen: So sind noch immer rund 100.000 Rechner mit dem Virus Conficker befallen und zu einem Botnetz zusammengeschaltet. Allerdings ist das Botnetz bisher inaktiv, da es offenbar unter Beobachtung steht. Die Anzahl neuer Online-Spiel-Trojaner ist leicht rückläufig und das obwohl täglich 30.000 neue Schädlinge entdeckt werden. Im Vergleich zum Vorjahr steigt diese Zahl aber kaum noch, die Ressourcen der Cyber-Kriminellen sind wohl ausgeschöpft.

Kaspersky hat auf der Cebit 2010 auch die neue Software Pure vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Virenscanner, der neben Firewall und anderen Schutzfunktionen ein Backup-Tool, Festplattenverschlüsselung, Passwortmanager und Tune-up enthält. Pure soll ab Ende März erhältlich sein. Die Jahreslizenz für drei PCs kostet 80 Euro.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 

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Alle News, Videos und Hands-on-Tests von der IT-Messe Cebit 2011 in Hannover finden Sie immer aktuell auf der Cebit-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
 
 
 
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Aktuelle Kommentare
Iceananas
Software-Overclocker
04.03.2010 21:16
AW: Kaspersky: ?Der Iphone-Virus kommt früher oder später?

Quote: (Zitat von JBX)

Ich denk aber auch das die Popularität einen großen Einfluss auf die Virenproduktion hat... Wozu für 1% der Computer schreiben, wenn man (leichter) 99% kriegen kann...


Das ist eher der Grund. Windows PCs haben ein Löwenanteil bei PCs, also werden auch bevorzugt Viren dafür geschrieben, damit es mehr schaden anrichtet. Das gleiche wird sich wiederholen für das telefon, das heißt der iphone wird davon nicht verschont bleiben.

push@max
Volt-Modder
04.03.2010 21:14
AW: Kaspersky: ?Der Iphone-Virus kommt früher oder später?

Wir haben heute noch darüber diskutuiert, ob es in absehbarer Zeit einen Virus fürs iPhone geben wird.

Irgendwann kommt einer garantiert...schließlich nutzen viele Business-Leute das Handy...da gibt es etwas zu holen

JBX
PC-Selbstbauer
04.03.2010 14:09
AW: Kaspersky: ?Der Iphone-Virus kommt früher oder später?

Quote: (Zitat von Dennisth)


Für Macs gibt es deshalb so wenig Viren, weil Firmen eher auf Windows statt auf Apple setzen und was meinst du ist für Diebe besser: Ein Apple mit Bankdaten wo 1000 Euro drauf sind oder ein Windows Laptop wo Bankdaten im wert von 50.000 Euro drauf sind?


Für Mac gibts keine Viren (bzw. seeeeehr wenige, die selten sind), da Mac sich an UNIX orientiert. LINUX orientiert sich auch an UNIX und dafür gibts ja auch kaum Viren die Schaden anrichten können... Der Grund ist recht simpel: Unter UNIX gibts eine klare Rechtetrennung. Nur root darf was kaputt machen Außerdem ist LINUX OpenSource (OK der Grund trifft bei Mac nicht zu... die wehren sich ja eher extrem gegen Mods), daher kann jeder den Quellcode einsehen und ggf. verbessern oder eben Sicherheitslücken stopfen.
Ich denk aber auch das die Popularität einen großen Einfluss auf die Virenproduktion hat... Wozu für 1% der Computer schreiben, wenn man (leichter) 99% kriegen kann...

 
 
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