Nvidia Optimus: Die richtige Notebook-GPU zur richtigen Zeit - "Switchable Graphics done right"
Nvidia präsentiert Optimus: Die Technologie befähigt Notebooks zum selbstständigen Umschalten der GPU. Spielen mit einer Geforce, Surfen mit einem Intel GMA X4500HD - ohne Eingreifen des Nutzers. PC Games Hardware fasst die Informationen für Sie zusammen.
Nvidias Optimus ist die Evolution von "Switchable Graphics", der Vorgängertechnologie der Kalifornier. Mit Switchable Graphics war es schon anno 2007 möglich, bei Bedarf von einer integrierten Grafikeinheit (IGP) auf eine dedizierte Geforce-Mobil-GPU umzuschalten, um mit dieser zu spielen. Doch wie viele pionierende Technologien leidet auch Switchable Graphics unter einigen Restriktionen: Erstens muss der GPU-Wechsel manuell mithilfe eines Knopfes vollzogen werden. Zweitens dauert der Vorgang einige Sekunden, in denen der Bildschirm flackert; oft ist sogar ein Neustart nötig. Des Weiteren ist die Lösung aufgrund komplizierter Schaltungen relativ teuer. All das soll mit Optimus Geschichte sein.
Nvidia Optimus: Details
Quelle: Nvidia
Optimus Flow
Laut Nvidia besteht Optimus nicht nur aus einem Software-Teil, sondern benötigt auch zusätzliche Hardware zur Funktion. Damit dürfte der Traum einfach alte (Notebook-)Hardware mit einem Optimus-Treiber "aufzurüsten" platzen. Das Ziel von Optimus ist klar definiert: Simple Aufgaben wie das Surfen im Internet oder Schreiben von Texten sollen von der IGP übernommen werden, um maximale Akkulaufzeit zu gewährleisten. Sobald der Nutzer jedoch ein Spiel, ergo eine rechenlastige Anwendung startet, schaltet sich automatisch - ganz ohne Verzögerung und Zutun des Nutzers - die daneben sitzende Geforce M ein. Hatte der Spieler seinen Spaß und begibt sich zurück auf den Desktop, übernimmt erneut die IGP. Die Geforce wird dabei inklusive der PCI-E-Verbindung vollständig abgeschaltet.
Nvidia Optimus: Darstellungsweise
Quelle: Nvidia
Optimus Schreibvorgang
Die IGP, etwa ein Intel GMA X4500HD, fungiert stets als Ausgabegerät. Tritt die Geforce in Kraft, werden die Daten von einem Speicher (wie dem VRAM der Geforce) in den anderen kopiert und das Bildsignal durchgeschleust. Das geht laut Nvidia ganz ohne Stalls (Stocken im Datenfluss) vonstatten. Der "Weckruf" für die Geforce findet mithilfe sogenannter Calls statt: Ein DX Call, hervorgerufen von einem beliebigen DirectX-basierten Spiel, wird die GPU aufwecken, ebenso ein DXVA- (Video) oder CUDA Call (Badaboom, Vreveal & Konsorten). Neben diesen generischen Signalen obliegt dem Geforce-Treiberteam die neue Aufgabe, Optimus-Profile einzurichten. Diese sorgen dafür, dass neue und sture Anwendungen wie gewünscht mit Optimus zusammenarbeiten. Das gleiche Spiel gilt seit Jahren für SLI, welches ebenfalls Profile benötigt. Vorbildlich: Der Nutzer kann im Treiberpanel auch selbst neue Profile anlegen:
Quelle: Nvidia
Optimus Profile
Beide Grafikchips, IGP und GPU, arbeiten ansonsten unabhängig voneinander. Daher ist es nötig, dass für beide ein Grafiktreiber geladen wird. Hier gibt sich eine (verschmerzbare) Einschränkung zu erkennen: Windows 7 ist für Optimus Pflicht, da es im Gegensatz zu Windows Vista den Paralleletrieb mehrerer Grafiktreiber erlaubt. Nvidia unterstützt bis dato nur Windows 7.
Nvidia Optimus: Systemvoraussetzungen und Kompatibilität
Quelle: Asus
Asus N61JV (3)
Laut Nvidia ist die Optimus-Technologie prinzipiell mit allen aktuellen Intel-Mobilplattformen kompatibel, beginnend beim Atom (Pinetrail), über Core 2, bis zum Core i3/i5/i7. AMD unterstütze man aufgrund des zu geringen Marktanteils nicht, so Nvidia. Die mit der Intel-Infrastruktur kombinierbaren Geforce-Mobilchips umfassen nicht nur die erhältlichen Modelle Geforce 300M/200M/100M und Ion, sondern auch die "Geforce M Next-Gen" und Ion 2. Details zu Letzterem möchte Nvidia auf der Cebit präsentieren.
Nvidia Optimus: erste Notebooks
Der erste Hersteller mit Optimus-Notebooks ist Asus. Neben dem UL50V, das noch im Februar auf den Markt kommen soll, hat Asus auch weitere Geräte mit der neuen Technologie in der Pipeline, welche wir in der Bildergalerie abbilden. Im Laufe des Jahres folgen Acer, MSI & Co. Nvidia selbst rechnet optimistisch damit, dass im Sommer bereits 50 verschiedene Optimus-Notebooks auf dem Markt erhältlich sein werden. PC Games Hardware bleibt am Ball.


- grundsätzlich dürften so versch. Karten parallel unterstützt werden...
Meine, dass mit XP auch mehrere möglich waren.
Bei Vista wird der alte Treiber nicht gelöscht
Dass die Hybridtechnik forciert wird zeichnet sich ja schon länger ab. Es gibt ja auch schon Laptops die Hybridtechnik nutzen -ohne Videoankündigung und grosses Tamtam. Die solln mal lieber ihren FERMI WUNDERBAR CHIP auspacken statt nur Reden zu schwingen.
LG Dave
Habe das neue Asus G60JX mit Socket 1156/Southbridge HM55 und i5M Arrendale...würde demnach alle Voraussetzungen erfüllen!
Auf der Nvidia Seite stehen bisher aber nur 4 unterstützte Notebooks von Asus..dabei konnte ich bei den Specs des Asus N61Jv keine eigene Chipsatzgrafik endecken...worin meine Hoffnung geweckt ist das mein Asus dies auch unterstützen wird!
Meine, dass mit XP auch mehrere möglich waren.
Und überhaupt: Sony bietet das schon prinzipiell seit ein oder zwei Jahren an.
Für den Desktop lohnt es sich nicht mehr, siehe idle Werte der neuen hd5xxx serie, welche ja auch unter 30W liegt.
Würde sich das ganze plattformübergreifend etablieren, könnten zudem die Graka-Preise sinken, weil ein Idle-Modus mit aufwendigem Powergating gar nicht mehr benötigt wird. (Im Extremfall könnte man die Karten zu reinen 3D-Beschleunigern reduzieren. 2D-Einheit, Multimediabeschleunigung, Ausgabe und ähnlich langlebiges würde man dann einmalig mit dem Mainboard kaufen, die 3D-Einheit bestände nur noch aus Shadern und RAM, was beim aufrüsten bares Geld spart)
Und Nvidia hat weiterhin keine DMI-Lizenz und der Markt für AMD-Chipsätze dürfte zu klein sein, als dass man neben ATI ein rentables Produkt etablieren könnte. Dazu kommt der Leistungsnachteil gegenüber CPU-IGP, weil man keinen direkten Zugriff auf den Speichercontroller hat.