Colin McRae Dirt 2 im Test: DirectX 9 vs. DirectX 11 - Update: Neuer Bildvergleich
Die PC-Version von Colin McRae Dirt 2 bietet nicht nur einen DirectX-9-, sondern auch einen DirectX-11-Renderpfad. PC Games Hardware erläutert und illustriert Ihnen die Unterschiede, Grafikkarten-Benchmarks folgen später.
Original-Artikel: 23.11.2009
Colin McRae Dirt 2: Engine
Bekanntermaßen setzt Colin McRae Dirt 2 auf Codemasters' inhouse-Renderer, die Ego-Engine. Diese kommt beispielsweise auch in Operation Flashpoint 2: Dragon Risin g zum Einsatz. Die Cross-Plattform-Engine beherrscht alle aktuellen Rendertricks, welche zum Teil jedoch erst unter DirectX 11 genutzt werden: Die aktuelle API bietet per Hardware-Tessellation gerendertes und somit detailliertes Streckenpublikum, tessellierte Stoffe (u.a. Fahnen) sowie eine bessere Wasserdarstellung mit mehr Wellen und Spritzern. Dank der Full-Floating-Point-HDR-Beleuchtung (FP16) und per DirectCompute berechnetem High Definition Ambient Occlusion (Umgebungsverdeckung), Post-Effekten wie Motion Blur (Bewegungsunschärfe) und besser gefilterten Shoft-Shadows wirken die Licht- und Schatten-Spiele in Colin McRae Dirt 2 sehr realistisch. Bedingt durch das Multithreading-Feature von DX11 profitiert Dirt 2 noch besser von mehreren CPU-Kernen als das in dieser Hinsicht schon sehr gelungene Race Driver Grid.
Colin McRae Dirt 2: Grafikkarten-Benchmarks
Dirt 2 bietet einen integrierten Benchmark, der dem Spielablauf sehr nahe kommt. Das virtuelle Alter Ego brettert mit seinem Subaru zusammen mit sieben weiteren Fahrern (inklusive aktiver KI) über eine Londoner Piste. Neben wehenden Fahnen, Publikum und Pixelnass zeigt diese Strecke natürlich auch die DX11-Post-Effekte. Wir messen 60 Sekunden mit Fraps; trotz der aktiven KI befinden wir uns immer auf dem letzten oder vorletzten Platz, die Fps-Schwankungen zwischen drei Durchläufen sind sehr gering.
Im direkten Vergleich zwischen DirectX 11 und DirectX 9 zeigt sich, dass alle HD 5000 bis zu 50 Prozent mehr Fps erzielen, wenn der DX9-Pfad zum Einsatz kommt. Mit letzterem reihen sich die Radeons im Übrigen so ein, wie man es erwartet: Die beiden Radeon HD 5800 führen das Feld an, gefolgt von den Geforce GTX 285 und GTX 275. Die Radeon HD 5770 ist unter DX9 so flott wie eine HD 4870 respektive die Radeon HD 5870 mit DX11. Flüssig spielbar ist Colin McRae Dirt 2 wie auch Race Driver: Grid erst mit deutlich über 40 Fps, mit einer Geforce 8800 GT etwa macht Dirt 2 in 1.680 x 1.050 samt AA/AF nur bedingt Spaß.
Update: 01.12.2009
AMD selbst hat auf seiner flickr.com-Unterseite Vergleichsbilder zwischen dem DirectX-9- und dem DirectX-11-Modus veröffentlicht. Sie finden alle Screenshots in der Galerie, nachfolgend einen direkten Vergleich zwischen inaktivem Ambient Occlusion (DX9) und aktivem High Definition Ambient Occlusion (DX11) sowie tessellierten Stoffen:
Update: 28.11.2009
AMDs neuer Hotfix-Catalyst v8.673.1 bringt nun auch Crossfire-Unterstützung. Wir machen den Test mit einer Radeon HD 5970 und können die Wirkung bestätigen: Die HD 5970 berechnet mit diesem Treiber unter DirectX 9 maximal 58 Prozent mehr Fps als die HD 5870. Das Mikroruckeln der Dual-GPU-Karte ist jedoch sehr ausgeprägt, 50 Fps auf der HD 5970 wirken subjektiv wie 30 auf einer HD 5870. Unter DirectX 11 scheint das AFR noch nicht optimal zu laufen, hier zeigt sich nur eine 30-prozentige Differenz.
SLI funktioniert übrigens selbst mit dem Geforce 195.62 WHQL nicht, allerdings fixt der Treiber die mit dem 195.55 auftretenden Abstürze beim Starten des Spiels.
Colin McRae Dirt 2: DirectX 9 vs. DirectX 11
Im direkten Vergleich fallen die Unterschiede beim Streckenpublikum erst dann auf, wenn man nahe heran kommt und genau hinschaut - ein paar Polygone hier und da lassen die Figuren einen Tick runder wirken. Die wehenden Fahnen sind "nice to have", die verbesserte Wasserdarstellung dagegen gefällt uns sehr gut: Der Rennwagen "pflügt" förmlich durch das Nass und schiebt es vor sich her, die größere Anzahl an Partikeln bei Spritzer verstärkt die Realitätsnähe. Den größten Unterschied zwischen DX9 und DX11 aber bildet die Beleuchtung, dank HDAO und hübscheren Post-Effekten wirkt die Optik von Dirt 2 mit DirectX 11 weniger "überstrahlt" und weich gezeichnet. Der eher realistische Look der DX11-Version dürfte einige Spieler überzeugen, schließlich gibt es für Race Driver Grid bereits Mods, die genau diese warmen Farbtöne reduzieren und damit eine realistischere Optik bieten.
Quelle: PC Games Hardware
Colin McRae Dirt 2: Tesselliertes Wasser dank DX11
Zum Abschluss noch das Direct-X-11-Promotion-Video von Codemasters respektive AMD, im Anhang finden Sie zudem 2.560er-Screenshots aus einem der integrierten Benchmarks von Colin McRae Dirt 2. Übrigens: Bei unserem Partner Amazon.de kostet Dirt 2 für den PC aktuell 43,95 Euro.

Die Texturen wirken nur wegen dem weichzeichnenden PP schlechter.
Und darauf sollte man schon hinweisen und nicht wie schön doch alles unter DX 11 aussieht.
Die Texturen wirken nur wegen dem weichzeichnenden PP schlechter.
Dirt 2 in DX9 sieht nicht so aus, wie andere Games in DX9, weil sie die die Konsolenfassung nur portiert haben.
Also ist logisch, dass die DX11 Version besser aussieht, aber ein Kaufgrund ist das eben nicht.
Mir persönlich reicht das nicht um mir eine DX11 Karte zu kaufen, da muss noch deutlich mehr kommen und damit rechne ich halt nicht, auch dieses Jahr nicht.
Und was Codemasters behauptet ist mir egal da bei mir bis jetzt kein Spiel so verwaschen aussah nicht mal dann wenn mein TFT Auflösungen von 1024x768 dargestellt hat.