Intel Gulftown im Test: Benchmarks, Leistungsaufnahme, OC und Fazit
Mit dem Core i7-980X und der Westmere-Architektur stellt Intel den ersten Hexa-Core-Prozessor für Desktop-PCs vor. Im Test prüft PC Games Hardware, was der Sechskern-Chip in Spielen und Anwendungen leistet.
Quelle: Intel
Intel Gulftown Core i7-980X (5)
Intel Gulftown: Leistung in Anwendungen und Spielen
Egal ob Cinebench R10 x64, Paint.net, Truecrypt oder x264 HD - die beiden zusätzlichen Herzen des Gulftown sorgen für eine 30 bis 40 Prozent höhere Leistung gegenüber dem Core i7-975 XE. In Spielen dagegen sieht es dürftig aus: Abgesehen von teils höheren Min-Fps kann sich der i7-980X nicht absetzen, im Mittel ist er in den vier Titeln unseres aktuellen Leistungsindizes gar einen Tick langsamer. Wir vermuten "gestreckte" Cache-Latenzen, konnten dies aber noch nicht verifizieren. Den einzigen nennenswerten Vorteil erreicht der Gulftown im "CPU-Killer" Grand Theft Auto 4, welches auf einem Gulftown spürbar sanfter streamt. Mit RUSE und Napoleon: Total War stehen zudem Spiele bereit, welche auf einem Hexa-Core laut Entwicklern mehr Geometrie und Partikel darstellen.
SMT bremst dank Windows 7 in Spielen übrigens nicht mehr, mit einer "Affinity-Mask" arbeitende Ausnahmen wie World of Warcraft bestätigen diese Regel jedoch.
Quelle: PC Games Hardware
Intel Gulftown Core i7-980X (8)
Intel Gulftown: Leistungsaufnahme und OC
Mit einem kleineren Fertigungsprozess geht meist eine niedrigere Leistungsaufnahme einher. Intel peilt jene Grenze der thermischen Verlustleistung (TDP) an, die auch schon beim Bloomfield galt: 130 Watt sollen nicht überschritten werden, trotz zweier zusätzlicher Kerne. Unser Test-PC auf Basis eines EVGA Classified 4-Way SLI zieht mit dem i7-980X im Leerlauf 164 Watt, der identische PC mit einem i7-920 kommt auf 159 Watt. Die generell hohe Leistungsaufnahme ist der X58-Platine geschuldet. Unter Volllast mit Core Damage liegt der Gulftown mit insgesamt 256 Watt ebenfalls nur leicht vor dem i7-920.
Im OC-Test entlockten wir unserem i7-980X mit Luftkühlung benchstable 4,31 GHz (UCLK @ 3,72 GHz) bei 1,35 Volt sowie DDR3-1790 @ 8-8-8-24. Die Leistung steigt ausgehend vom Standardtakt um gut 20 bis 30 Prozent. Der Stromverbrauch steigt dafür um satte 55 Prozent auf knapp 400 Watt. Auf einem "Suicide"-Shot konnten wir 4,6 GHz festhalten - allerdings legte uns die Kühlung früh Grenzen auf, weshalb wir mit 1,4 Volt die 4,7 GHz nicht erreichen konnten.
Quelle: PC Games Hardware
Intel Gulftown Core i7-980X: Validierung bei 4,668 GHz
Intel Gulftown: Fazit und Ausblick
Da Gulftown eine Extreme Edition ist, lässt sich Intel den Core i7-980X wie üblich fürstlich bezahlen - knapp 1.000 Euro sind fällig. Gerüchten zufolge erscheint allerdings noch ein Core i7-970. Für Zocker ist der Hexa-Core nicht mehr als der Vorreiter einer neuen Generation: Bis mehr als ein, zwei Spiele von mehr als vier Kernen profititieren, wird es noch bis 2011 oder 2012 dauern. Für professionelle Anwender dagegen lohnt sich der Griff zu einem Gulftown je nach Applikation schon heute. Und wer Weltrekorde brechen möchte, der kommt um den Core i7-980X ohnehin nicht herum.
Einen weitaus umfangreicheren und detaillierten 8-seitigen Test des Core i7-980X finden Sie in der kommenden PC Games Hardware 05/2010, welche ab dem 07. April erhältlich ist.
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Aber schön zu sehen das die Technik nicht stehenbleibt!
Mfg
V
Außer Cinebench und dergleichen profitiert nichts von den 6 Kernen.
mfg
Außer Cinebench und dergleichen profitiert nichts von den 6 Kernen.