Intel: Starke Verbesserung, trotzdem unter Vorjahr [Quelle: siehe Bildergalerie]
Intel hat im dritten Quartal 2009 einen Umsatz von 9,39 Mrd. US-Dollar erreicht. Das entspricht einem Plus von 17,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einem Minus von 8,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal.
Interessant ist wie immer der Blick auf den Gewinn. Intel erzielte einen Nettogewinn von 1,86 Mrd. US-Dollar. Im vergleichbaren Vorjahresquartal erzielte Intel noch einen Nettogewinn von 2,01 Mrd. US.-Dollar, damit liegt Intel 7,7 Prozent unter dem Vorjahr. Im zweiten Quartal wies Intel noch einen
Nettoverlust durch die EU-Strafe von etwas mehr als 1,4 Mrd. US-Dollar aus. Die Bruttogewinnmarge in Q3/2009 lag bei 58 Prozent, sieben Prozentpunkte höher als noch im zweiten Quartal. Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) von Mikroprozessoren sank erneut leicht, was mutmaßlich durch das starke Wachstum bei der Auslieferung von Atom-Prozessoren ausgelöst wurde.
Der Optimismus, den Intel-CEO Paul Otellini in letzter Zeit verbreitete, scheint durch die Zahlen gerechtfertigt. Intel übertrifft mit den Q3-Zahlen sowohl die Erwartungen der Börsianer als auch die eigenen Prognosen. Otellini selbst sagt: "Das sehr starke Ergebnis von Intel im dritten Quartal unterstreicht, dass Computer ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens geworden sind und es beweist, dass technologische Innovationen für wirtschaftliche Erholung unverzichtbar sind. Die Stärke von Intel im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld sowie unsere Produktführerschaft stimmen uns für zukünftige Geschäfte zuversichtlich".
Für das vierte Quartal 2009 zeigt sich Intel verhalten optimistisch. 10,1 Mrd. Umsatz (mit einer möglichen Schwankung von plus/minus 0,4 Mrd. US-Dollar) erwartet man für das kommende Quartal, Angaben zur Gewinnerwartung macht Intel nicht.
Die Intel-Aktie wird aktuell mit einem Plus von knapp vier Prozent an der Frankfurter Börse notiert.
Weitere interessante Details aus dem dritten Quartal 2009: - Rekordauslieferungen von Mobilprozessoren und Chipsätzen.
- Die Umsätze in der Mobility Group stiegen um 19 Prozent, in der Digital Enterprise Group um 14 Prozent, die Umsätze aus dem Verkauf von Intel® Atom™ Prozessoren und Chipsätzen stiegen um 15 Prozent auf 415 Millionen Dollar, im Vergleich zum Vorquartal.
- Die Bruttogewinnmarge lag mit 57,6 Prozent über den Erwartungen.
- Der Durchschnittsverkaufspreis (ASP) von Mikroprozessoren war geringfügig niedriger im Vergleich zum Vorquartal.
- Der Lagerbestand wurde im dritten Quartal um 315 Millionen Dollar reduziert im Vergleich zum Vorquartal.
- Ausgaben (F&E inklusive Marketing und Verwaltung) lagen bei 2,75 Milliarden Dollar, wie erwartet.
- Umstrukturierungskosten und Anlagenabschreibung lagen bei 63 Millionen Dollar und waren somit höher als erwartet.
- Der Nettoverlust aus Kapitalbeteiligungen, Zinsen und anderer Posten betrug 47 Millionen Dollar und war somit besser als erwartet.
- Die Steuerquote betrug 27 Prozent, höher als die Erwartung von 23 Prozent.
Über Intel berichtete PC Games Hardware in letzter Zeit unter anderem beim
Thema Viren für Grafikchips, außerdem bietet PC Games Hardware eine
Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps für Intel-CPUs (Oktober 2009).
Moderator
15.10.2009 15:21
Apple hatte ATI schon vor der AMD-Übernahme im Angebot...
BIOS-Overclocker
15.10.2009 12:38
Dann würde Apple quasi zum ersten mal AMDTI-GPUs im Sortiment haben? Ich frage mich, wie die die überredet haben. ^^
Gesperrt
15.10.2009 01:19
Selbst wenn da eine schwarze Zahl steht: So ein Schnellverkauf kurz vor Quartalsschluß ist immer ein Zeichen dafür, dass die Zahlen nicht so toll sind, wie man sie gern hätte. Also werden aus den normalen 10% Rabatt (fiktive Zahl) einfach 20% und dafür sehen die Quartalszahlen ein wenig besser aus.