Die MSI-Mainbords mit dem Namen Big Bang sollen den Multi-GPU-Markt revolutionieren. (6) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Original-Artikel 12.8.2009: Mainboard- und Grafikkarten-Hersteller MSI scheint große Pläne für die kommenden P55-Mainboards zu haben. Nun sind erste Bilder einer Platine aufgetaucht, die den scheinbar nicht umsonst den Namen Big Bang trägt.
MSI scheint hier erstmals den sogenannten Hydra-Chip von Lucid Logix zu verbauen - PC Games Hardware
berichtete bereits über das von Intel finanzierte Vorhaben. Damit soll es möglich werden, Multi-GPU-Setups vollkommen unabhängig von Techniken wie AMDs CrossfireX oder Nvidias SLI aufzubauen. Mit dem Hydra soll es nicht nur möglich werden, verschiedene Grafikkarten eines Herstellers zu koppeln, sondern sogar Mischbestückungen von Nvidia und AMD zu ermöglichen. Der Chip übernimmt dabei die Synchronisation, vollkommen unabhängig von einer Crossfire- oder SLI-Brücke.
Es wird vermutet, dass es drei verschiedene Versionen geben soll: Einer ermöglicht ein Multi-GPU-Setup mit Nvidia-, einer eines mit AMD-Grafikkarten und ein dritter soll eine komplette Mischbestückung ermöglichen. Doch nicht nur das: Dank des Hydra werden alle drei PCI-E-Slots der MSI Big-Bang-Mainboards mit 16 physikalischen Lanes versorgt. Des Weiteren sind die Mainboards mit zwei PCI-E-1x-Slots und zwei normalen PCI-Slots ausgestattet. Weitere Informationen gibt es, laut dem
Bericht auf iopanel.com, leider noch nicht.
Vielleicht schafft es diese Lösung ja sogar, die bekannte Mikro-Ruckler-Problematik endlich zu beenden - wir werden sehen. Eine solche Lösung wäre durchaus sinnvoll. So könnte ein Multi-GPU beispielsweise ohne Lizenzstreits und -kosten aufgebaut werden. Wie viel Aufpreis man für den Hydra-Chip zahlen muss, ist natürlich nicht bekannt.
Nvidia und Ati bald glücklich vereint? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Update: 24.9.2009 Die Informationen verdichten sich. Zum einen kündigt MSI für den 29.10.2009 einen Event mit dem Namen
Big Bang an, welcher die nächste Generation in Sachen Gaming einläuten soll. Hinter Big Bang wird allgemein das bereits erwähnte MSI Mainboard mit P55-Chipsatz und Hydra-200-Chip vermutet.
Des Weiteren berichtet anandtech.com derweil über Einzelheiten zur Technologie. Sogar erste Bilder eines Testsystems sind zu sehen. Der Hydra-200-Chip soll die Kommandos von OpenGL beziehungsweise DirectX, welche von Prozessor zum Grafikchip gesendet werden, abfangen und dynamisch auf eine angeblich beliebige Anzahl von GPUs aufteilen. Dabei ist es egal, von welchem Hersteller diese stammen - auch Mischbestückungen sind möglich. Liegen die fertigen Bilddaten in den Puffern der Grafikkarten vor, liest der Hydra diese aus und leitet die Daten für die Bildwiedergabe an die primäre Grafikkarte weiter. Der Chip soll die anfallende Arbeit komplett unabhängig von der verwendeten Hardware perfekt ausbalancieren. Als Beispiel nennt man eine Kombination aus Geforce GTX 285 im Verbund mit einer 9800 GTX. Sogar Geforce-Radeon-Kombos sollen kein Problem darstellen und sollen immer perfekt skalieren. Ob damit auch bisherige Stolpersteine wie Mikroruckeln der Vergangenheit angehören werden, ist indes noch unklar.
Es soll drei Versionen des Hydra-200-Chips geben. Der einzige Unterschied ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Lanes. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Laut dem
Bericht kündigte Lucid drei verschiedene Hydra-200-Chips an. Der einzige Unterschied liegt in den zur Verfügung stehenden Lanes Richtung CPU und Grafikkarten. Der Einsteiger-Chip soll dann 8 Lanes Richtung CPU und zweimal 8 Lanes zu den Grafikkarten bereit halten. Das Mid-Range-Modell bringt 16 für die CPU und zwei mal 16 für die Grafikkarten mit. Das High-End-Modell bringt zwar die gleiche Anzahl wie das Mid-Range-Modell, diese sind aber frei konfigurierbar. Je nach Setup können dort 1x16, 2x16, 1x16+2x8 oder 4x8 Lanes verwendet werden. Letzterer soll auch auf dem neuen MSI Mainboard Big Bang Verwendung finden. Der größte Chip soll dabei laut Schätzungen zwar rund 72 US-Dollar kosten, würde aber zusätzliche Chips und Lizenzgebühren überflüssig machen - falls er so funktioniert wie prognostiziert.
Anandtech konnte bereits ein Demo-System mit einer Mischbestückung aus Geforce und Radeon testen. Windows 7 inklusive beider Grafikkartentreiber von Nvidia und Ati waren Pflicht. Die Lucid-Software übernahm dabei die Konfiguration des Setups. Bei der Demonstration kamen die Spiele Bioshock und Fear 2 zum Einsatz. Man konnte zwar noch keine Einschätzung zur Performance und Kompatibilität geben, aber zumindest schien das Konzept funktionsfähig zu sein. Die Technologie klingt auf dem Papier sehr spannend und könnte viele Probleme der aktuellen Multi-GPU-Setups verbessern oder gar abschaffen, wie sich dies allerdings in der Praxis schlagen wird, bleibt abzuwarten. Wir halten Sie auf dem Laufenden. In der Galerie finden Sie viele neue Bilder zum Setup.
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AMD- und Intel-Mainboards: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps .
PC-Selbstbauer
27.09.2009 21:12
ich bin mal gespannt was nvidia davon hält
PC-Selbstbauer
25.09.2009 08:29
wird das bild eben etwas flackern aufgrund der unterschiede. abstellen dürfte ohne eingriff in die ati/nvidia treiber schwierig werden und das wiederum müssten ati/nvidia erlauben bzw. selbst aktiv werden. die chancen dafür sind wohl eher gering
Software-Overclocker
24.09.2009 22:56
achdu ******* das wird bestimmt vol der Hit