Anno im Wandel der Zeit [Quelle: siehe Bildergalerie]
Seit über einem Jahrzehnt erfreuen sich Spieler an der Welt von Anno. Das allen Anno-Teilen zu Grunde liegende Prinzip, Inseln zu besiedeln und aus armen Bauern mithilfe immer neuer Güter und ausgefeilten Handelsrouten reiche Aristokraten zu erschaffen, funktioniert nach wie vor. Neben technischen Verbesserungen in Sachen Grafik und Sound entwickelte sich Anno natürlich auch spielerisch weiter - es wurde komplexer und umfangreicher, blieb sich aber immer treu.
Anno 1602 Im Jahre 1998 erschien mit Anno 1602 der erste Anno-Teil. Das Spiel stammt vom Entwickler Max Design, der Publisher war Sunflowers. Die Systemanforderungen (100-MHz-CPU, 16 MiByte RAM und eine 2-MiByte-Grafikkarte) sind aus heutiger Sicht äußerst niedrig, dank der Bitmap-Darstellung verlangte Anno 1602 aber auch damaligen Rechnern nicht übermäßig viel ab. Die detailverliebte isometrische Grafik bot Feinheiten wie den Fleischer oder den Holzfäller, der Sound tönte in Stereo. Anno 1602 führte Spielelemente ein, die bis heute vorhanden sind: Beispielsweise den Marktkarren, den Freien Händler und Piraten, Feuer und Pest sowie Inseln, die sich nur für bestimmte Pflanzen eignen oder bereits von Eingeborenen besiedelt sind. Geld erhielt der Spieler durch Steuern, welche im Gegensatz zu den laufenden Kosten der Schiffe und Produktionsketten standen.
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Anno 1503 2002 erschien Anno 1503, erneut entwickelt und veröffentlicht von Max Design respektive Sunflowers. Der auf den ersten Blick größte Unterschied ist die hübschere Grafik, welche höhere Anforderungen stellt (500-MHz-CPU, 128 MiByte RAM). Diese ist zwar nach wie vor isometrisch, durch die Ausrichtung der Gebäude fehlt dem Spiel jedoch der bekannte Reißbrett-Look. Nicht nur die Optik wirkt auf den ersten Blick befremdlich, auch das Finanzsystem: Steuern gibt es nicht mehr, Geld kommt durch Verkäufe von Gütern an die Bewohner in die Kassen. Anno 1503 geriet vor allem durch den oft versprochenen, aber nie erschienenen Multiplayer-Modus in die Kritik.
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Anno 1701 Neuer Entwickler, neues Anno: Der dritte Teil, Anno 1701, stammt von Related Designs und erblickte 2006 das Licht der Welt. Erstmals erstrahlt Anno in exzellentem 3D, die Musik dröhnt mit 5.1 aus den Boxen. Dies geht mit deutlich höheren Hardware-Anforderungen einher: Ein Pentium 4 mit 2,2 GHz und 512 MiByte Arbeitsspeicher sollten es schon sein. Richtig rund läuft Anno 1701 aber erst mit einem flotten Zweikerner, denn gerade voll ausgebaute Städte sind ein echter CPU-Killer. Zur Freude der Spieler ist das Steuersystem wieder zurück, neu ist die Unterteilung der Inselwelt in eine nördliche und eine südliche Klimazone sowie das Dorfzentrum samt dem Bedürfnis "Gemeinschaft". Zur Freude der Spieler wieder mit von der Partie: der Multiplayer-Modus. Weniger gut kam an, dass erst mit dem Add-On eine durchgehende Kampagne ins Spiel kam.
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Anno 1404 2009 erscheint mit Anno 1404 der aktuelle Teil der Serie, Entwickler ist erneut Related Designs. Dank der neuen R3DEngine2 besticht Anno 1404 durch seine pompöse Optik, die Musik sucht im Aufbau-Genre ihresgleichen. Die Anforderungen steigen gegenüber dem Vorgänger zwar, aber lange nicht im Rahmen dessen, was man anhand der Grafik vermuten könnte. Anno 1404 baut die Unterteilung der Welt weiter aus, der Spieler muss im Orient und Okzident expandieren und Handel treiben. Aufgrund komplexerer Produktionsketten fordert Anno 1404 gerade im Endlosspiel mehr als sein Vorgänger, bietet dadurch aber eine enorme Spieltiefe - wenngleich nicht im Multiplayer, der soll erst mit einem Addon folgen. Die Presse zeigte sich begeistert und vergab praktisch durchgehend Höchstwertungen, PC Games Hardware widmete Anno 1404 gar eine Premium-Ausgabe. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, Anno 1404 verkaufte sich innerhalb von 10 Tagen über 100.000 Mal. Allerdings war der Aufschrei groß, als bekannt wurde, dass Anno 1404 mit DRM ausgeliefert wird. Im Handel befindet sich eine Standard-Edition (
aktueller Preis: 44,95 Euro bei Amazon) sowie eine Collector's Edition (
aktuell preisreduziert auf 54,95 Euro) mit Holzkiste, 48 Seiten Artbook, Kompass, Extra-DVD und Panorama-Poster.
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PC-Selbstbauer
15.07.2009 22:43
ich finde allgemein dass anno 1602 und 1404 sich am ähnlichsten sind! (außer von der grafik versteht sich)
PCGH-Community-Veteran
15.07.2009 20:54
ach die gute alte Bitmap grafik
die Erste Grafik-Art die ich je auf meinem Computer gesehen habe
Software-Overclocker
15.07.2009 17:00
1503 und 1701 hab ich leider nie gespielt. Finde 1602 und 1404 haben immernoch sehr viel gemeinsam
Zum Beispiel was?
Anno 1602 hab ich auch viel im MP gezockt... 1404 wäre im MP bestimmt auch lustig, hoffen wir mal, dass er nachgeliefert wird.
so far