Intel-Roadmap bis 2011 - Update
Die nächsten Monate werden umfangreiche Umgestaltungen in Intels CPU-Portofolio mit sich bringen. Eine ausführliche Roadmap verschafft einen Überblick.
Analyst Hiroshige Goto hat für die japanische Seite PC.Watch alle bekannten Informationen zu Intels kommender Modellpolitik zusammengetragen und in einer Grafik zusammengefasst. Eingeteilt wird die Produktpalette in Extrem, Performance, die Mainstream-Bereiche 3, 2 und 1 (wobei der schnellste Bereich Mainstream 3 noch einmal zweigeteilt wird) und die unteren Bereiche Essential 2 und 1 sowie Value 3, 2 und 1, wobei der Value-1-Bereich seit der Einführung des Atom sogar dreigeteilt ist. Gekoppelt ist diese Einteilung an Preis- und TDP-Grenzen, die aber durch schwankende Marktpreise und teure, aber sparsame CPUs wie die Core 2 "s" aufgeweicht werden.
Quelle: pc.watch.impress.co.jp
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - wird aber schnell unübersichtlich, wenn es die gesamte Intel-Desktoppalette über einen Zeitraum von sieben Jahren präsentieren soll.
Zurzeit besteht das obere Ende der Produkt-Palette aus der Extrem-CPU Core i7 975 und dem Performance-Chip i7 950, die die seit dem vierten Quartal 2008 verfügbaren i7 940 und i7 965 abgelöst haben. Darunter schließt sich ein mit Core 2 Quad Q9550s, Q9650, Q9400s und Core i7 920, sowie Core 2 Quad Q9550, Q8200s und Core 2 Duo E8600 extrem dicht besetzter "Mainstream 3"-Bereich an. Die folgende "Mainstream 2"-Sektion enthält die Core 2 Q9400, Q8300 und E8500, für "Mainstream 1" verbleiben Q8200 und E8400.
Im zweiten Halbjahr 2009 und ersten Halbjahr 2010 wird sich hier einiges ändern:
Der neue Core i7 950 muss bereits im vierten Quartal wieder weichen und wird durch einen Core i7 960 ergänzt. Zum einen wird so der Anschluss an die neue LGA-1366-Extrem-CPU auf Gulftown-Hexacore-Basis gewahrt, die im zweiten Quartal 2010 erscheint, zum anderen wird Platz geschaffen.
Denn ergänzt wird das Performance-Segment ab dem dritten Quartal durch einen Core i7 auf Lynnfield-Basis für den LGA 1156. Zwei weitere Lynnfields werden, vermutlich als Core i5, im Mainstream-3- und -2-Segment platziert, die Core 2 Quad und der i7 920 bleiben aber bis zum ersten, zum Teil sogar dritten Quartal 2010 erhalten, ehe direkte Nachfolger auf Lynnfield- oder Gulftown-Basis erscheinen. Im Mainstream-1-Bereich wird 2009 lediglich der Q8200 gegen den nach unten rutschenden Q8400 ersetzt, bevor Anfang 2010 auf Basis des Clarkdale auch hier der Wechsel auf LGA1156 erfolgt - dann vermutlich als "Core i3".
Im unteren Bereich wird die Produktpalette übersichtlicher:
Der Essential-Bereich besteht zur Zeit aus den Core 2 Duo E7600 und E7500, die Anfang 2010 durch "Core i3"-Clarkdales ergänzt werden dürften und bis Mitte 2010 ganz auslaufen. Das gleiche geschieht mit dem Pentium Dual-Core E6500, der ab dem dritten Quartal 2009 den Pentium E6300 ersetzt und dann das "Value-3"-Segment darstellt.
"Value-2", zur Zeit durch Pentium E5300 und E5200 vertreten, wird ab dem dritten und vierten Quartal 2009 mit den nachrutschenden Pentium E5400 und E6300 aufgewertet und dürfte den LGA 775 das ganze erste Halbjahr 2010 hindurch weiterführen. Im für Gamer wenig interessantem "Value-1"-Segment wird ab dem dritten Quartal 2009 eine neue Celeron Dual-Core E3x00-Baureihe die Nachfolge der betagten E1x00 antreten, Single-Core Celerons wird es in Form des Celeron 430 aber weiterhin geben.
Zu guter letzt wird die aktuelle Atom-Generation noch rechtzeitig zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft auf die neue Pine-Trail-Plattform umgestellt, über die bislang nur wenig gesicherte Informationen vorliegen.
Quelle: pc.watch.impress.co.jp
Ersten Erkenntnissen zu Folge wird der LGA 1156 für die Sandy-Bridge-Plattform unverändert übernommen.
2011 folgt dann der nächste Evolutionsschritt: Im Rahmen des Tick-Tock-Modells wird Sandy Bridge die 32-Nanometer-Fertigung der Westmere-Generation (Gulftown, Clarkdale) mit einer neuen Architektur kombinieren und so die Nehalem-Technologie ablösen. Genau Produkte sind noch nicht bekannt, aber erste Blockdiagramme zeigen einen LGA1156-kompatiblen Aufbau, so dass das gesamte, von Lynnfield und Clarkdale abgedeckte, Spektrum zwischen 80 und 600 US-Dollar für die Einführung in Frage kommt.
Update 23.06.2009
Wie Fudzilla mitteilt, wurden Intels OEM-Partner über die Nachfolger der E8000-Reihe informiert. Demnach wird Intel die schnellsten Core 2 Duos im Laufe des Jahres 2010 durch CPUs auf Clarkdale-Basis ersetzen. Dies bestätig die Roadmap von Hiroshige Goto, die eine im ersten Halbjahr 2010 einen Übergangszeitraum plant, in der mehrere LGA 775 Core 2 Duo in der gleichen Preisklasse wie neuere LGA 1156 Core i3 antreten.
Unklar sind zu diesem Zeitpunkt die Leistungsdaten der neuen CPUs. Clarkdale selbst ist eine Dualcore-CPU aus der Westmere-Familie, die teilweise in 32 Nanometern gefertigt wird und eine integrierte Grafik erhält. Bisherigen Erkenntnissen zu Folge könnte diese CPU auch die Pentium Dual-Core E6000 ablösen.

8er und einen 10er Speicherteiler, sprich:
133,3*8 = 1066
133,3*10 = 1333
also dürfte das doch eh kein prob sein ?? die von INTEL angegebenen
RAM-Spez sind halt nur 1066; aber das interessiert doch keine sau...
Das der Lynnfield DDR3 1333 unterstützt erkläre ich mir über den fehlenden Triple-Channel support. Ich denke, dass diese CPUs daher eine größere Reserven für höhere Spannungen/Frequenzen besitzen.
Für Gamer bringt der hochgezüchtete Speicher sowieso nur 2 oder 3 Prozent mehr Leistung bei Benchmarks, also etwas, dass kein User wirklich bemerken kann. DDR3 1066 reicht vollkommen aus.
LGA 1366 / Gulftown ist nicht für Gamer gedacht und daher uninteressant für mich. Für Workstation-User wird der limitierende Speichercontroler ein kleiner Wermuthstropfen sein.
Wenn man sich die i.d.R. <10% (bzw. in Spielen oft <5%) Leistungsnachteil anguckt, die ein Bloomfield hat, wenn er nur mit Dual-Channel betrieben wird, dann sollte DDR3 1066 bequem ausreichen. (ist immerhin 50% mehr Bandbreite, als der durchschnittliche AMD- oder Core2-Unterbau zur Zeit hat)
grade das sie da irgendwas bei 2011 eingetragen haben ..