AMD-CPU-Roadmap: 12 Kerne 2010, 16 Kerne 2011

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AMD hat seine CPU-Pläne für die kommenden Jahre offen gelegt. Demnach will man 2009 mit 6-Kern-CPUs gegen Intel bestehen, 2010 sind dann schon 12-Kern-Prozessoren Realität. 2011 will AMD gar mit 16-Kern-CPUs an den Start gehen.

Die schlechte Nachricht: AMD hat nur die Strategie für Server-CPUs offengelegt, für den Desktop-Markt gibt es keine neuen Informationen. Weiterhin ist der AMD Phenom II X4 955 das Flaggschiff für die kommenden Monate (einen Test bereitet PCGH aktuell vor), im zweiten Halbjahr soll dann noch einmal ein Speed-Upgrade folgen.

6 CPU-Kerne: Istanbul
Im Servermarkt hat AMD dagegen viel vor mit seinen CPUs. Im Juni startet schon der Istanbul, ein 6-Kern-Opteron, der im 45-Nanometer-Prozess gefertigt und über sechs Kerne sowie sechs Megabyte L3-Cache verfügt. Des Weiteren wird der Chip kompatibel zur aktuellen Sockel-F-Infrastruktur der Shanghai-Opterons sein. AMD will 30 mehr Leistung bei gleicher Leistungsaufnahme liefern, bietet aber keine Hintergrundinfos dazu. Damit hat AMD endlich einen CPU-Konkurrenten für den Intel Dunnington am Start, der ebenfalls sechs Prozessorkerne besitzt.

12 CPU-Kerne: Magny Cours
Auf Istanbul folgt Magny Cours, der seinen Start im ersten Quartal 2010 erleben soll. Erste Partner haben laut AMD bereits Samples vorliegen. Magny-Cours wird dabei kein eigenes Design, vielmehr koppelt AMD einfach zwei CPU-Kerne und greift damit zu eben jenem Trick, für den der Chiphersteller den Konkurrenten Intel immer wieder heftig kritisierte. In der Summe kommt Magny-Cours somit auf bis zu zwölf Kerne sowie zwölf MiByte L3-Cache. DDR3-Speicher wird ebenfalls unterstützt, Außerdem gibt es vier Hyper -Transport-Links und entsprechend einen 4-Kanal-Speichercontroller.

AMD nennt diese Technik Direct Connect 2.0. Gegenüber Shanghai will AMD mehr als die doppelte Integer- und Floating-Point-Leistung bei ähnlicher Leistungsaufnahme bieten.

Maranello und San Marino
Etwas unübersichtlich wird es mit den dazu gehörigen Plattformen. Maranello ist der Plattform-Name für die 6000er-Serie, sie umfasst den Sockel G34 (2-4P) und mit Magny Cours (8-12 Kerne, 45nm, 2010) und Interlagos (12-16 Kerne, 32 nm, 2011) zwei CPUs. Eine Ebene tiefer ist die San Marino-Plattform, diese steht für die 4000er-Serie (Sockel C32, 1-2P). Zu San Marino gehören die CPUs Lisbon (4-6 Kerne, 45nm, 2010) und Valencia (6-8 Kerne, 32nm, 2011).

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Weitere Details zu den CPUs und Plattformen entnehmen Sie bitte den Präsentations-Folien in der Vorschau-Galerie. Passend zum Thema Server-CPUs empfehlen wir auch den Artikel Opteron EE: AMD stellt 40-Watt-CPUs für Server vor sowie AMD: Sechs-Kern-Opteron Istanbul erstmals in Aktion.

Bildergalerie

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Low BIOS-Overclocker(in)
        16kerne?

        Geile sache.
        Will damit meine Musiksammlung konvertieren xD
      • Von Low BIOS-Overclocker(in)
        16kerne?

        Geile sache.
        Will damit meine Musiksammlung konvertieren xD
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Nöp, das war zwar die größte technische Schwachstelle, aber bei der ganzen Geschichte ging es ja nie um Technik & Leistung, sondern immer nur ums Prinzip&Marketing. Und deswegen hat AMD seinerzeit ständig den Grundgedanken kritisiert. ("Fehlende Steigerung der Bandbreite" wäre ja auch ein Argument gewesen, dass auf die eigenen Quadcores genauso zutraf)

        Im übrigen steigert AMD die möglichen Speichercontroller pro System nicht, die gesamte zur Verfügung stehende Bandbreite bleibt auch diesmal gleich.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat Bericht:
        "... vielmehr koppelt AMD einfach zwei CPU-Kerne und greift damit zu eben jenem Trick, für den der Chiphersteller den Konkurrenten Intel immer wieder heftig kritisierte ..."

        Nehmt es mir nicht übel, Leute, aber das stimmt so nicht. Der Hauptkritikpunkt war damals Intel's FSB, der sich von den Quadcores gegenüber den Dualcores nicht unterschied und somit von vornherein klar war, dass das ein Flaschenhals wird. Ein 4-Kanal Speichercontroller in der CPU statt einem 2-Kanal ist da schon ganz was anderes!

        *uups, da hab' ich mal wieder nicht aufs Datum geguckt, sorry*
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Die RAM-Unterstützung hängt ausschließlich vom Speichercontroller und somit der CPU ab, nicht vom Chipsatz. Bei Server-Versionen ist da eher mit Registered zu rechnen, bei Desktop-Exemplaren mit normalen. Wobei Intel in der Vergangenheit auch mehrfach Controller hatte, die mit beiden umgehen konnten.
      • Von xXenermaXx Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Floletni
        Auch wird man Flüssigenstickstoff gebrauchen um die 12 Kerne zu Kühlen. Auch wenn die neuen Sparsamer und kühler bleiben. Da sollen ja 3 mal so viele Kerne unter die Haube.
        Bissl übertrieben wa? is ja auch 32nm ... ich denke Intel wird da schon noch was dran drehen, dass die CPU's nicht das Mainboard durchschmelzen ^^ ... und fürs Übertakten wars ja auch schon vorher oft notwendig min. nen Towerkühler bzw. ne Wakü zu haben

        ... weiß eigtl jemand hier ob die CPU's speziellen Ram brauchen? (es hieß/heißt ja, dass die Westmeres registered DDR3 Ram brauchen, aber heute hab ich gelesen, dass jetzt die X58-Boards unterstützt werden ... aber die nehmen doch auch bzw. nur normalen DDR3)

        Edit: Danke ... hoffentlich unterstützt er doch noch beides ... derzeit nimmt er ja nur registered
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