Benchmark-Ergebnis des Shanghai-Systems. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Während Intels erster Sechs-Kern-Prozessor mit dem Codenamen Dunnington schon seit einer ganzen Weile erhältlich ist, arbeitet man bei AMD noch immer fieberhaft an einem entsprechenden Gegenstück. Der intern mit Istanbul bezeichnete Chip soll AMD im zweiten Halbjahr 2009 endlich wieder Anschluss an seinen Erzrivalen verschaffen.
Offenbar liegt man bei AMD gut im Zeitplan, da das Unternehmen nun erstmals lauffähige Exemplare präsentierte. Die Kollegen von Tech Report hatten das Glück der Demonstration von drei mit funktionstüchtigen Instanbul-Mustern bestückten Systemen beiwohnen zu dürfen.
Das erste war ein voll bestücktes Vier-Wege-System, welches lediglich im Task Manager von Windows Server 2008 die insgesamt 24 Rechenkerne zeigte. Das zweite Demo-System verfügte über zwei Instanbul-Chips also insgesamt zwölf Rechenkerne. Darauf lief ebenfalls Windows Server 2008, welches jedoch per Virtualisierung Windows Server 2003, Red Hat Linux und SLES 11 x64 verwaltete, wobei jeder virtuellen Maschine jeweils vier Kerne zugeteilt wurden.
Am interessantesten war jedoch laut
Tech Report das dritte Demo-System, da auf diesem ein Benchmark lief. Dieses war ebenfalls mit vier Istanbul-Prozessoren ausgestattet und musste gegen ein mit vier aktuellen Shanghai-CPUs bestücktes System antreten. Ersteres konnte sich bei dem Stream-Benchmark mit einem beeindruckenden Durchsatz von rund 42.000 Megabyte pro Sekunde gegen das Shanghai-Quartett, welches "lediglich" 25.000 Megabyte pro Sekunde generierte, absetzen.
Hauptsächlich verantwortlich für diesen Performancesprung sollen jedoch nicht die zusätzlichen Kerne sein, sondern ein neues Features, welches AMD HT Assist nennt. Dieses soll Verwaltungsaufwand auf den Hypertransport-Verbindungen, welche die einzelnen Sockel miteinander verbinden, reduzieren. HT Assist erstellt eine Übersicht aller Daten, die sich in den Caches der Prozessoren befinden, wodurch unnötige Synchronisations-Anfragen zur Wahrung der Daten-Konsistenz vermieden werden können.
Istanbul wird im 45-Nanometer-Prozess gefertigt und verfügt über sechs Kerne sowie sechs Megabyte L3-Cache. Des Weiteren wird der Chip kompatibel zur aktuellen Sockel-F-Infrastruktur der Shanghai-Opterons sein.
Update vom 25. Februar 2009: Weitere Bilder und zwei Videos sind in den weiten des Internets aufgetaucht, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
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Schraubenverwechsler
28.02.2009 10:45
Der Taskmanager rockt, aber ich rüste nicht auf bevor es keine CPUs mit mehr als 10 Kernen gibt, die erschwinglich sind, weil spätestens dann, bin ich zumindest der Meinung ist eine Art Leistungkrone erreicht, klar wird es wieder schneller Hardware geben, aber ist sowas wie eine Grundbasis gebildet die immer schnell ist...
Schraubenverwechsler
27.02.2009 19:04
aber auf jeden Fall sieht es schon cool aus im Task-Manager...
Komplett-PC-Aufrüster
25.02.2009 17:18
mit den Spiel herstlleren Komuniizieren .das die dann auch für mehr kern optiemiert sind .
imo ist es nicht die "schuld" von amd/intel, sondern die von microsoft bzw. den os-herstellern. parallelisierung ist einfach ein sauschweres thema (mit synchronisation einzelner threads), wo man nicht mal eben dies und das ganz einfach berechnen kann. es gibt zwar sachen, wo man jeden kern teilweise auslasten kann (z.b. ki auf kern 1, das eigentliche spiel auf kern 2, umgebung kern 3, physik oder was anderes kern 4), aber wirklich effektiv ist das nun wirklich nicht (kern 2 dümpelt da vllt bei 90 % auslastung herum und kern 2, 3 und 4 bestenfalls auf 50 %). zumal nicht jeder 4 kerne hat und man nun 1 + 2 und 3 + 4 zusammenlegen müsste. wenn sich microsoft hier etwas gutes ausdenken würde, wodurch man parallelisierung effektiv umsetzen könnte, wäre allen mehr geholfen, am ehesten aber den programmierern.