Intel mit durchwachsenen Zahlen für das erste Quartal 2009 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Intel hat im ersten Quartal 2009 einen Umsatz von 7,15 Mrd. US-Dollar erreicht. Das entspricht einem Minus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 26,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal.
Interessant ist wie immer der Blick auf den Gewinn. Hier schafft Intel nur einen Nettogewinn von 647 Mio. US-Dollar, das entspricht einem Minus von 55,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Vorquartal erreichte Intel einen Gewinn von 234 Mio. US-Dollar, was vor allem auf Wertberichtigungen zurückzuführen war. Die Bruttogewinnmarge im Q1/2009 lag bei 45,6 Prozent, im Vorquartal war sie noch bei 53 Prozent.
Trotzdem sieht Intel eine Trendwende. CEO Paul Otellini glaubt, dass die "die PC Verkäufe im ersten Quartal ihre Talsohle erreicht haben." Man erwarte bei Intel "eine Rückkehr zur normalen Saisonalität". Intel hätte sich der aktuellen wirtschaftlichen Lage mit seinen Produkten gut angepasst. Trotz dieses verhaltenen Optimismus gibt Intel keine konkreten Umsatzziele an. Man orientiere sich am ersten Quartal. Intel rechnet mit Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mrd. US-Dollar. An der Börse wurden die Zahlen verhalten aufgenommen. In Frankfurt notiert die Aktie zur Stunde bei minus 3 Prozent, nachdem der Kurs seit Anfang März deutlich zugelegt hatte.
Weitere interessante Details aus dem ersten Quartal 2009: - Der CPU-Absatz lag unter dem des vierten Quartals
- Umsätze aus dem Verkauf von Intel Atom lagen bei 219 Millionen Dollar; dies entspricht einem Rückgang von 27 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
- Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) von Mikroprozessoren war in etwa stabil im Vergleich zum Vorquartal.
- Ohne Berücksichtung der Auslieferung von Intel Atom war der durchschnittliche Verkaufspreis im Vergleich zum Vorquartal in etwa stabil.
- Die Bruttogewinnmarge von 45,6 Prozent war niedriger als die von 53,1 Prozent im vierten Quartal. Der Rückgang ist vor allem auf geringere Fertigungsauslastung und Anlaufkosten zurückzuführen.
- Der Lagerbestand wurde im ersten Quartal um ca. 700 Millionen Dollar reduziert.
- Die Ausgaben blieben mit 2,5 Milliarden Dollar innerhalb der Erwartung.
- Die Kosten für Umstrukturierung und Wertminderung lagen bei 74 Millionen Dollar, niedriger als die erwarteten 160 Millionen Dollar.
Die Börsianer scheinen insgesamt mit schlechteren Zahlen und einem pessimistischeren Ausblick gerechnet zu haben. An der Frankfurter Börse notiert die Intel-Aktie aktuell mit rund 7 Prozent im Plus, nachdem sie im Wochenverlauf deutlich nachgegeben hatte.
Über Intel berichtete PC Games Hardware in letzter Zeit unter anderem über die
Sechskern-CPU-Serverpläne und den
Nehalem-EX, außerdem über
Larrabee.
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BIOS-Overclocker
16.04.2009 08:57
2. wieso unterstellst du den leuten sie hätten es nich verstanden?
anscheinend verstehst du nich was die leute sagen.
sie erfreuen sich nur, dass auch intel (und nicht nur wie amd seit den letzten jahren) mal in den "genuss" kommt weniger gewinn zu machen. nicht mehr und nicht weniger.
obs intel dabei weh tut is natürlich ne andere frage.
mfg echo
ich verstehe den Grund der Freude schon, doch ist es wirklich erfreulich, wenn die Konkurrierende Firma zu der, der man einen Erfolg gönnen würde, immer noch EXTREMEN Gewinn hat (gut es sind keine 2 Mrd mehr aber 600 Millionen in "schweren Zeiten" ist noch immer extrem, vorallem da es in guten Zeiten bereits schlechter ging, gerade das erstaunt mich ja daran), immerhin noch deutlich mehr als einige Jahre davor? Ich will keinem die Freude vertun, aber es wäre doch wirklich nur Grund zur Schadenfreude, wenn ein minus vor dem Gewinn steht, also ein Verlust. Und der müsste auch wirklich ORDENTLICH sein, damit Intel das spürt, mal ehrlich. Und ja: mich würde es freuen, wenn AMD/ATI solch Zahlen hätten, 600 Millionen Gewinn ist das Beste was einem in diesen Zeiten passieren kann, das ist besser als es überhaupt zu erwarten war.
Schadenfreude ist die beste Freude heißt es ja, aber sie ist hier irgendwie nicht angebracht. Es ist als würde jemand der riesige Schulden macht einen anderen auslacht weil er "nur" so viel Gewinn macht wie man selbst nie besessen hat, also eher Verzweiflung denn Schadenfreude. Die Zahlen für AMD kommen indes noch und die werden nicht so erfreulich ausfallen. Selbst wenn ich AMD einen Erfolg dank Phenom2 gönnen würde:
Überlegen ist er nicht, er ist eher gleichauf mit dem Core 2, zumindest von der Performance her, beim Stromverbrauch hinkt er hinterher. Diejenigen die das wissen (eigentlich nicht so viele auf den Gesamtmarkt aufgerechnet), kaufen also nach Geldbörsel und nach Fanboyism. Diejenigen die das nicht wissen kaufen einen PC von der Stange, da hat Intel doppelt den Vorteil: erstens wo gibts AMD PCs von der Stange, wo das Volk kauft? zweitens hat der Phenom ja nicht gerade einen rühmlichen Namen, der Core 2, bzw Intel wohl schon (zumindest bei den "Stangenpckäufern"). Der Phenom 2 wird sich also besser verkaufen als der Phenom 1, ob das viel sein wird ist eine andere Frage. Kommen wir zum Grafikmarkt: der ist ja bekanntlich deutlich eingebrochen (waren da nicht Zahlen zwischen 25 und 40%?). AMD ist hier gut aufgestellt, aber wenn der Markt wirklich um 40% einstürzt, müsste man den Doppelten Marktanteil haben wie vorher um ein Plus an Verkäufen und somit deutlich Profit aus den besseren (naja gleichwertigen sagen wir mal so) Produkten zu schöpfen. Was an dieser Berechnung allerdings NICHT mit drin ist, ist die Abstoßung der Fabs, deren Erhalt und Forschungsbedarf ordentlich Geld kostete. Ergo AMD hat höchstwahrscheinlich keine guten Zahlen, die Abspaltung der Global Foundries könnte aber eine positive Überraschung bringen
Und zum Thema nochmal, auch wenn ich mich zum 3. Mal wiederhole *g*: erstaunlich gute Zahlen Intel für diese Zeit, die wünsch ich jetzt auch deinem Konkurrenten, damit die auch weiter gute Grakas und Prozzis bauen können
Moderator
15.04.2009 20:43
*hüstel*
könnten wir bitte aufhören, über die Intelligenz andere Leute zu reden und uns auf das Thema "Quartalsergebnisse von Intel" beschränken?
Danke.
PCGH-Community-Veteran
15.04.2009 18:36
Ich denke dass gerade Intel in Not ist.
Hmmm... nein.
Du überschätzt den Consumer PC- Markt etwas.