In den Anfangsjahren der 3D-Grafik - für Endverbraucher also Mitte der 1990er mit der Voodoo Graphics - waren die Chips noch relativ einfach. Das spiegelt sich auch im sogenannten Packaging wider, also der Auf- und Unterbringung der Silizium-Ecken auf den Grafikkarten.
PQFP-Verpackungen Die eigentlichen Grafikchips waren sicher verpackt in Kunststoffgehäusen, dem sogenannten PQFP (Plastic Quad Flat Package), und wurden mit an der Seite herausragenden Beinchen mit der Leiterplatine verbunden. Diese Form wurde mit komplexeren und vor allem heißeren Chips wie der Riva 128, TNT, Voodoo Banshee oder Ati Rage128-Reihe, welche auch die 2D-Ein- und Ausgabe integrierten, aber untauglich und durch sogenannte PGA-Gehäuse abgelöst.
Nachfolger PGA PGA steht für Pin Grid Array und bezeichnet die Anbringung der Kontakte in Form von kleinen Beinchen an der Unterseite des Chips, wie es bei Hauptprozessoren schon seit Längerem üblich war. Dadurch konnten pro Quadratmillimeter wesentlich mehr Kontakte untergebracht werden, was auch eine höhere Leistungsaufnahme zuließ. Dies nutzten die Grafikprozessorhersteller auch weidlich aus und bald erforderten Hitzköpfe wie die TNT2 Pro & Ultra sowie Geforce-Prozessoren eigene Belüftung, um die Wärme wieder loszuwerden. Der nächste Schritt war die Integration kleiner Metallplättchen in die Oberseite des Packages, um den Wärmeübergang zu den inzwischen zur Regel gewordenen Kühlkörpern zu verbessern.
FCPGA inside Den nächsten Schritt, nämlich das Flip-Chip-Pin-Grid-Array leitete Ati mit der Radeon 9700 Pro ein. Dort war der nackte Chip auf dem Substrat aufgebracht und konnte so die Abwärme direkt an den Kühlkörper weiterleiten. Damit die Risiken durch mechanische Schäden nicht zu groß gerieten, entschied man sich, einen Metallrand zur Stabilisierung des Kühlers außen auf das Substrat aufzukleben. Spätere GPUs verzichteten darauf, sporadisch tauchte der Stabilisator aber immer mal wieder auf - beim R600 beispielsweise. Bei der Radeon-HD-3000-Serie finden sich diese Stabilisatoren aber nicht mehr wieder, erst Modelle wie die Radeon HD 4800 tragen einen Rand. Auch die die Cypress-Chips einer Radeon HD 5850 über HD 5870 bis HD 5970 sind geschützt.
Heatspreader bei Grafikkarten Nvidia arbeitete beim Geforce FX mit einem Heatspreader, einer Metallplatte, die direkt auf der GPU angebracht war, um sowohl die mechanische Stabilität zu verbessern als auch den Wärmeübergang sicherzustellen. Später brachte man auch offene FCPGA-Packages (NV36, NV40-G70), kehrte mit dem G80 und GT200 aber wieder zu den gut geschützten High-End-GPUs mit Heatspreader zurück. Midrange-GPUs müssen bis heute ohne diesen Schutz auskommen - Nvidias kommender GF104 könnte hier die erste Ausnahme bilden.
Viel Spaß mit den ausgewählten Grafikchips von Ati in unserer Galerie. Sollten Sie Bilder vermissen, nutzen Sie die Kommentarfunktion. Beachten Sie auch Teil 1 der
Geschichte der Grafikchips: Packaging und Chipshot-Galerie mit Bildern von 3dfx- und Nvidia-Grafikchips. Als Ati-Fan sollten Sie auf keinen Fall den Artikel
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Humanoider BenchMarc
10.05.2010 12:44
Rialto
PCGH-Community-Veteran
10.05.2010 10:06
Die beste Karte finde ich, ist die " " (Ohne Anführungstriche), die hatte damals echt gut Leistung,
Nein spass bei Seite, kann man da bitte noch bei Bild 9 die Bild Unterschrift reinmachen?
Gruß MaJu
Volt-Modder
08.05.2010 16:09
Ich habe im Keller auch noch ein paar alte Grafikkarten...die sind unzerstörbar.
Während die "neueren" noch im Betrieb kaputt gehen.
Naja...die Chips sind an sich nicht viel größer geworden, die Leistung wurde jedoch x-fach gesteigert.