VGA-Cooler im Wandel der Zeit

Geschichte der Grafikkarten-Kühler

Seit es Grafikkarten gibt, benötigen die Bauteile auf den 3D-Beschleunigern eine Kühlung. Reichte einst ein kleiner Luftzug, wird der Markt heute von Boliden beherrscht, die oft größer sind als die Grafikkarten selbst. Kommen Sie mit uns auf eine Zeitreise zurück in die Geschichte der Grafikkarten-Kühler. (Marc Sauter, 21.02.2009)
 
Thermaltake Crystal Orb
 
Thermaltake Crystal Orb [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit dem Beginn der 3D-Ära wurden Grafikprozessoren in der Regel so warm, dass der Chip gekühlt werden musste, um stabil zu arbeiten. Reichte anfangs noch ein banaler Aluminiumblock mit einigen Kühlrippen, ging die Entwicklung weiter zu kleinen, aufgesetzten Lüftern im 40-mm-Format - auch die 3D-Pioniere von 3dfx kamen auf ihren Voodoos nicht um diese Maßnahme herum.

Lange Zeit reichten günstige Alu-Konstruktionen, erst mit der Geforce-4-Ti-Serie setzten die Hersteller allmählich auch auf Kupfer. Einer der ersten Referenzkühler, der zudem Heatpipes nutzte, ist heute eine Legende: Der "Föhn" alias Geforce FX 5800 Ultra. Das FX-Flow getaufte Design erzeugte vor allem dank des Delta-Lüfters einen kaum zu toppenden Lärmpegel, Jahre später machte es ATi mit der HD 2900 XT aber nicht wirklich viel besser.

Eine weitere Legende schuf Nvidia mit der Geforce 7800 GTX/512 sowie einigen Nachfolgemodellen, deren Quadro-Kühler bis heute als einer der leisesten gilt, den je ein IHV (Independent Hardware Vendor) verbaute. Die Entwicklung ist seit damals vom technische Standpunkt aus kaum voran geschritten, nach wie vor dominieren DHE-Konstruktionen (Direct-Heat-Exhaust) mit Kupferkern, Aluminium-Lamellen und mehreren Heatpipes. Führend ist hier Coolermaster - die Taiwanesen fertigen seit Jahren die Referenzkühler für Nvidia und teils auch für AMD/ATi.

Sieht man von einigen löblichen Ausnahmen ab, waren respektive sind die Referenzkühler allerdings gerade für Übertakter oder Silent-Freaks oft suboptimal. Daher begannen diverse Dritthersteller recht früh mit der Entwicklung und dem Verkauf von Nachrüstkühlern. Zu einem besonders hohen Bekanntheitsgrad gelangten hierbei die VGA Silencer aus dem Hause Arctic Cooling sowie Zalmans VF700/VF900-Produkte, aber auch Thermalrights HR-03-Serie ist den meisten Usern ein Begriff. Die Krönung der Retail-VGA-Kühler stellt zur Zeit der Scythe Musashi dar.

Die folgende Galerie enthält über 50 alphabetisch sortierte Kühler, die wir in den vergangenen Jahren in unserem Testlabor auf den Prüfstand schickten - einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben wir an dieser Stelle jedoch nicht. Vermissen Sie einen Kühler oder verbinden Sie Erinnerungen mit einem bestimmten Modell? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!

Update: Wir haben noch einmal in unseren Archiven gewühlt und einige der ersten Nachrüst-VGA-Kühler von 2001 entdeckt. Diese finden Sie direkt zu Beginn der Galerie. Viel Spaß damit.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
Alle Artikel zu Grafikkarten von Nvidia und AMD/Ati finden Sie auf der Grafik-Themenseite. Eine aktuelle Grafikkarten-Kaufberatung finden Sie im Artikel Ati- und Nvidia-Grafikkarten: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps. Mehr zum Geforce-Entwickler Nvidia und Radeon-Entwickler AMD erfahren Sie in unseren Themen-Specials.
 
 
 
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Aktuelle Kommentare
Lan_Party
BIOS-Overclocker
21.09.2010 18:23
AW: Geschichte der Grafikkarten-Kühler

Titan TTC-CSC82TB What the Hell der sieht KA ich finde keine Worte für diesen Kühler

Olstyle
Moderator
16.02.2010 18:15
AW: Geschichte der Grafikkarten-Kühler

Weil es hier in erster Linie um Nachrüstkühler geht vielleicht?!

Two-Face
PCGH-Community-Veteran
16.02.2010 15:24
AW: Geschichte der Grafikkarten-Kühler

Warum wird da der Lüfter der X1950 XTX nirgendwo erwähnt? Technisch nicht unbedingt ein Meisterstück, war aber einer der bestaussehendsten Lüfter, die je auf einer Grafikkarte verbaut worden sind.

 
 
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