Die Geburt der Playstation und die erste SMS (PCGH-Retro, 03. Dezember)
Die Geburt der Playstation und die der SMS - das geschah am 3. Dezember. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1992: Das wohl bekannteste Abfallprodukt der Welt feiert am heutigen 3. Dezember Geburtstag: Die Kurzmitteilung im Mobilfunknetz wird heute allein in Deutschland durchschnittlich von jedem Einwohner mehr als 1,5 Mal pro Tag genutzt - über 120 Millionen kommen so täglich zusammen, mehr als 45 Milliarden pro Jahr. Dabei ist die SMS, kurz für Short Message Service, im Volksmund inzwischen zu "Sims" verballhornt, eigentlich ein Abfallprodukt, wird sie doch auf Signalisierungskanälen neben dem eigentlichen Gesprächskanal gesendet und empfangen. Sie kann daher auch während eines Gesprächs ankommen und - auf modernen Telefonen - parallel versendet werden. Überlegungen zur Einführung eines solchen Dienstes gab es bereits seit 1984, das ursprüngliche Konzept wurde 1985 in die GSM-Standardisierungsgruppe eingebracht und die erste SMS schließlich am 3.12.1992 ins britischen Vodafone-Netz versendet - laut Wikipedia enthielt sie, etwas verfrüht, den Text "Merry Christmas". Was das ganze mit PC Games Hardware zu tun hat? Diese allererste SMS wurde vor 20 Jahren von einem PC aus verschickt.
...1994: Die Zukunft gehört der CD-ROM. Das gilt nicht nur für den PC-Markt, in dem die Scheibe langsam, aber sicher die Diskette verdrängt, sondern auch für Spielekonsolen: Erst mit der CD ist es möglich, Videos in Spiele zu integrieren, wovon sich die Entwickler besonders realistische Spielwelten versprechen. Nintendo, führend auf dem wachsenden Konsolenmarkt, hatte dies bereits 1988 erkannt; damals schlossen die Japaner mit Sony einen Vertrag über die Entwicklung einer CD-Erweiterung für die kommende Super-NES-Konsole ab. Der Projektname: "Play Station".
Doch beim SNES-Laufwerk sollte es nicht bleiben. Sony plante darüber hinaus auch eine eigene Konsole, die CDs ebenso aufnehmen sollte wie Nintendos SNES-Cartridges. Damit hätte Sony nicht unerhebliche Macht auf dem Konsolenmarkt gewonnen - was Nintendo nicht passte, weshalb diese den Vertrag 1991 aufkündigten, um die Entwicklung des CD-Laufwerks in die Hände von Philips zu übergeben. Auch aus diesem Vertrag wurde nichts, das SNES kam schließlich ohne CD-Erweiterung auf den Markt und bleibt im Gegensatz zu Segas Mega Drive auch dabei. Und während Philips aus dem angefangenen Projekt in Eigenregie die Konsole CD-i kreierte, machte Sony aus dem "Play Station"-Projekt die Playstation.
Die ausschließlich CD-basierte Konsole wird am 3. Dezember 1994 auf den (japanischen) Markt gebracht. Sie verwendet einen 32-Bit-Prozessor, der ebenso wie der Grafikchip eine Eigenentwicklung ist, sowie 2 MiByte Arbeitsspeicher. Die Playstation wird schließlich zur meistverkauften Konsole ihrer Zeit, ganz im Gegensatz zu Philips' erfolgloser CD-i - und noch vor der einst übermächtigen Konkurrenz von Nintendo.
Weitere Informationen
• Der Beginn der Playstation
• PS3 Slim im Test

Ich hatte meine damals im Release Jahr anfang Dezember gekauft, zusammen mit Ridge Racer und dem Beat'm up Toshinden gekauft, was hat mir diese Grafik damals doch die Kinnlade runtergehauen.
Und die nächsten Jahre mit der Konsole war eine meiner schönsten Zockerjahre überhaubt, all die ganzen tollen Spiele und so oft auch neue Spielkonzepte. Zu der Zeit und auf dieser Konsole gab es doch ständig was komplett neues zu Erleben, das kennt man heute so leider gar nicht mehr.
Ach, und ich war heute in der Früh freudig überrascht, als meine PS5 beim Einschalten plötzlich den echt genialen Playstation 1 Startsound abgespielt hatte
Da hat sich Sony ja was nettes ausgedacht um ihren 30 Jährigen Playstation Geburtstag zu Feiern.
Mario 64 war natürlich trotzdem ein absoluter Optik-Kracher, keine Frage. Kam ja auch deutlich später.
Allerdings hatten alle drei Konsolen in der Generation noch erhebliche Schwächen, wie schon erwähnt. PS und Saturn extrem verpixelt bzw. blockige Monster-Texturen, am Saturn zusätzlich die Probleme mit den Transparenzen (dafür schwächelte die PS in 2D oder mixed 2D/3D), und am N64 gabs viel Nebel und verwaschene Texturen. Man könnte auch sagen, alle drei waren auf andere Weise schlecht. ; DD Aber klar, war halt auch die erste Generation. Da war auch noch nicht so viel in Stein gemeißelt wie heute. Sieht man ja daran, dass der Satan noch auf Quads gesetzt hat oder das N64 auf Module. Das war halt auch n bischen Trial-and-Error noch.
Als dann der Dreamcast mit Sonic Adventure Ende 98 kam, gabs wieder so nen AHA-Effekt, das war das erste Mal, dass 3D-Grafik auf ner Heimkonsole für mich richtig prächtig aussah.
Alles schön scharf, top Fernsicht und gefilterte, aber dennoch relativ scharfe Texturen und das meist in der 4-fachen Auflösung. Bügelte eigentlich alle Schwächen der Konsolen davor aus und legte noch dick ein oder zwei Schippen drauf. War technisch schon was feines, die Kiste.
Gab aber schon auch auf dem N64 viel gutes, keine Frage... in einigen wichtigen Genres wie gesagt vielleicht etwas wenig.
Trotzdem auf jeden Fall genug Hits zum Spielen, gerade auch im Multiplayer-Bereich.
Davon abgesehen bekam man bei Multiplattform-Titeln oft auch die beste Version (von späteren PC-Releases vielleicht mal abgesehen). Und auch Online gings mit Sachen wie PSO schon nochmal in ganz andere Sphären als auf den Konsolen davor. So als erste Ausflüge.
Ansonsten kann ich mich wie oben beim N64 nur wiederholen... wer braucht denn unbedingt mehrere tausend (!) Spiele auf einer Konsole, wie bei PS1 oder PS2? Wer soll das denn alles spielen?
Ich finde das ist immer so ein pseudo-Argument, dass die PS ja eine so viel größere Spieleauswahl hatte...
Gelegenheitsspieler haben ohnehin kaum mehr als 20 Spiele für eine Konsole... und dafür kriegt man echt auf jeder der großen Konsolen mehr als genug Hits zusammen.
Und wer sind denn die Leute, die für jedes System am liebsten Software im dreistelligen Stückzahlbereich horten?
Das sind Sammler und Freaks. Und denen ist sowas doch wurscht, die haben ohnehin jedes System zu Hause, zumal da die Anschaffungskosten für die Konsole im Vergleich zur Software kaum ins Gewicht fallen.
Früher released wäre man in direkter Konkurrenz zur übermächtigen PS1 gestanden und hatte nebenbei auch noch den Saturn im Programm.
Später released hätte man sich direkter Konkurrenz zur noch mächtigeren PS2 ausgesetzt und wäre noch chancenloser gewesen.
Die Zeit dazwischen war schon nicht schlecht gewählt. Die erhältlichen Konsolen hatten schon mehrere Jahre auf dem Buckel, und die PS2 war noch fast 1,5 Jahre weg. In Japan hat man auch das '98er Weihnachtsgeschäft noch mitgenommen.
Klar hat Sega in Sachen Marketing hierzulande viel verkehrt gemacht - in Japan waren aber die Spots mit Hidekazu Yukawa absoluter Kult.
Trotzdem hatte Sega natürlich niemals auch nur im Ansatz die finanziellen Mittel, um da in Sachen Marketing viel zu reißen, im Gegensatz zu Sony oder später Microsoft. Das muss man auch sehen.
Sega hat mal ganz klein angefangen und man hatte seither immer eine Geschichte mit sehr wechselhaftem Glück. Durch Sachen wie Mega CD, 32X, Spielereien wie Neptun oder auch den Saturn war man finanziell eh schon unter Druck und auch die Vertrauensbasis bei Kunden und Software-Herstellern war längst nicht in dem Maße gegeben wie zB bei Nintendo. Man hatte also schon eine ganz andere Ausgangslage.
Für mich sind Saturn und Dreamcast jeden falls was ganz besonderes und was Sega (und Namco) insgesamt für die 3D-Grafik geleistet haben, ging ohnehin auf Ewig in die Geschichtsbücher ein. : D
Man wurde nicht enttäuscht: Game Cube + Spiele und PS 1 Spiele (davon zu viele
Waren das schöne Zeiten.
: D