SSD vs. HDD

Vergleichs-Test: Die schnellsten SSDs von Intel, Mtron und Memoright

SSDs sind fix - das hat sich herumgesprochen. Doch wie schlagen sich die schnellsten SSDs auf dem Markt gegen die schnellste SATA-Festplatte? (Henner Schröder, 29.11.2008)
 
SSDs im Test: Unter anderem Intels X25-M 80 GB
 
SSDs im Test: Unter anderem Intels X25-M 80 GB [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit steigender Performance und fallenden Preisen bieten sich SSDs aus Flash-Chips immer mehr als schnelle Systemlaufwerke an. Wir haben drei der momentan schnellsten SSDs auf dem Markt miteinander verglichen und sie überdies gegen die schnellste SATA-Festplatte antreten lassen. Folgende Kontrahenten baten wir ins Testlabor:

Intel X25-M: SSD (MLC), 80 GB, ca. 580 Euro (Preisvergleich)
Mtron Pro 7500 32: SSD (SLC), 32 GB, ca. 430 Euro (Preisvergleich)
Memoright GT 32: SSD (SLC), 32 GB, ca. 690 Euro (Preisvergleich)
Western Digital Velociraptor WD3000GLFS: HDD, 300 GB, ca. 220 Euro (Preisvergleich)

Noch immer ist der Gigabyte-Preis von SSDs viel höher als jener einer Magnetfestplatte - selbst wenn es sich um WDs Velociraptor mit ihren 10.000 U/min handelt, die nicht gerade zu den günstigsten Laufwerken gehört. Lohnt sich dieser Aufpreis?

Test 1: Transferraten
Uneinheitlich ist das Bild bei der mittleren Übertragungsrate, die vor allem beim Umgang mit großen Dateien von Bedeutung ist: Intels X25-M liegt trotz günstiger MLC-Chips beim Lesen mit über 200 MB/s weit vorn, fällt jedoch bei Schreibvorgängen auf durchschnittlich 75,9 MB/s zurück - das Niveau älterer Festplatten. Nah beieinander liegen die Laufwerke von Memoright, Mtron und Western Digital, wobei die Festplatte in beiden Disziplinen etwas abfällt. Positiv überrascht hat uns das Memoright-Modell, das zumindest bei Schreibvorgängen eine leicht höhere Performance erreichte als vom Hersteller angegeben: Statt 120 kam es auf über 123 MB pro Sekunde.

Test 2: Zugriffszeiten
Dies ist die Domäne der SSDs - vor allem die Lesezugriffszeiten dieser Laufwerksgattung sind exzellent, da hier keine schwerfälligen Leseköpfe ausgerichtet werden müssen. Schnelle Zugriffe sind wichtig für Anwendungen und das Betriebssystem, da diese in der Regel viele kleine Dateien beanspruchen. Beim Lesen liegen wie erwartet die drei SSDs bei unter 0,1 Millisekunden, die WD-Platte hat keine Chance. Beim Schreiben jedoch brilliert nur die Intel-SSD mit durchschnittlich ebenfalls unter 0,1 Millisekunden, alle anderen brauchen länger - die Mtron fällt sogar deutlich hinter die Festplatte zurück. Allerdings liegen die maximalen Zugriffszeiten aller SSDs viel höher als diese durchschnittlichen Werte, Schreibvorgänge sind und bleiben die große Schwäche der NAND-Chips.

Test 3: Kopierzeiten
Wie schlagen sich die Probanden in der Praxis? Das Kopieren einer 5 GiByte großen Datei innerhalb des Mediums erledigt die Intel trotz schwacher Schreibrate überraschend zügig, die Memoright liegt aber praktisch gleichauf. Nur die Mtron hält nicht ganz mit.

Ein echter Härtetest ist das Kopieren eines ebenfalls 5 GiByte großen Ordners - der jedoch nicht nur eine, sondern 25.000 größere und kleinere Dateien enthält. Hierbei entscheiden Transferraten und Zugriffszeiten ebenso wie Cachegröße und Controller. Die Intel macht hier keine so gute Figur mehr: 2 Minuten und 54 Sekunden nimmt der Vorgang in Anspruch. Das schaffen die anderen schneller, vor allem die Memoright, die 44 Sekunden eher fertig ist.

Fazit
Der Kopiertest zeigt: Transferraten und Zugriffszeiten allein sagen noch nicht alles über die Performance eines Laufwerks aus. Im Praxiseinsatz ist die ausgeglichene Memoright-SSD am schnellsten - und selbst die in der Theorie unterlegene Festplatte schlägt sich sehr gut. Das Duell zwischen Speicherchips und Magnetscheiben bleibt spannend.

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Aktuelle Kommentare
Stormbringer
BIOS-Overclocker
08.05.2009 13:34
AW: PCGH.de: Vergleichs-Test: Die schnellsten SSDs von Intel, Mtron und Memoright

okay, und dafür holst du den ollen thread wieder hoch?
inzwschen ist das wissen hier sowieso überholt...

winnigorny1
Kabelverknoter
02.05.2009 22:08
AW: PCGH.de: Vergleichs-Test: Die schnellsten SSDs von Intel, Mtron und Memoright

Genau, a4711! Voll zustimm! ich hab ein slc Laufwerk von Intel und ich kann nur sagen: im Vergleich ist die Velo ein gaaaanz lahmer Gaul! Und: Ja, man sollte schon ein paar Details wissen, bevor man ne SSD in Betrieb nimmt.

Nicht nur die Dateiindizierung sollte man abschalten. - Wichtig ist auch, die Thumbs aus zu schalten und die TEMPS sollte man auch auf ein anderes Laufwerk verschieben.

Das gilt allerdings vor allem für die MLC-Laufwerke. - Bei den SLCs ist das (fast) wurscht......

a4711
Schraubenverwechsler
30.11.2008 11:27
AW: PCGH.de: Vergleichs-Test: Die schnellsten SSDs von Intel, Mtron und Memoright

lass mich raten...du hattest dir ein MLC laufwerk geholt und dann auch noch vergessen, die leidige dateiindizierung unter windoof abzuschalten?!

dass SSDs, insbesondere MLC laufwerke, eine erhebliche schreibschwaeche besitzen, ist hinreichend bekannt und dokumentiert, die neue intel mal ausgenommen. der einsatz von MLCs als systemlaufwerk verbietet sich somit eigentlich, zumindest wenn das page file auf der SSD liegt, es sei denn man moechte unbedingt ein laggendes system haben. ausweg: man kompensiert das ganze mit einem gescheiten non-onboard controller, denn ein aktivierter schreibcache vermag hier wunder zu bewirken. aber dann kann man eigentlich auch gleich ein SLC laufwerk kaufen...

 
 
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