…1996: Er galt als das europäische Gegenstück zum erfolgreichen US-Provider America Online alias AOL: Der deutsche Internetzugangsanbieter Europe Online (EOL), der 1994 gestartet war. Wie damals üblich, stellte EOL auch eigene Online-Inhalte bereit, statt nur als Provider für das Internet zu fungieren. EOL konnte jedoch die angepeilten Nutzerzahlen nicht erreichen und mit dem sprunghaft wachsenden Internet hielt das eigene Angebot nicht mit. Am 5. August 1996 ist EOL "end of life" und muss "end of line" (zwei englische Akronyme, für die "EOL" ebenfalls steht) also das Ende der Kommunikation eingestehen: Europe Online meldet Konkurs an.
… 1999: Langsam mausert sich Via Technologies zu einem ernsthaften Konkurrenten für Intel und AMD: Bekannt geworden vor allem durch Mainboard-Chipsätze, plant der Hersteller aus Taiwan den großen Einstieg in den Prozessormarkt. Diese Ambitionen unterstrich Via erst vor wenigen Wochen mit dem
Kauf des CPU-Entwicklers Cyrix - und am 5. August 1999 folgt der zweite Schlag: Via übernimmt nun auch noch das Centaur-Entwicklerteam von IDT, das sich mit seinen günstigen Winchip-Prozessoren einen Namen machte. Dass IDT sich von diesem Team trennen und den x86-Markt verlassen wollte, war
schon länger bekannt, doch mit diesem Käufer hatte kaum jemand gerechnet. Mit nunmehr zwei CPU-Teams wird Via für viele schon zum "nächsten AMD", einem Prozessorhersteller, der Intel gefährlich werden kann - doch Via verfolgt andere Ziele.
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Gesperrt
05.08.2011 15:27
Jaja, VIA. Man sieht ja was draus geworden ist. Von "Gigant" konnte jeden Falls noch nie in der Firmengeschichte die Rede sein. Ich erinnere mich noch, als es AMD, Intel, Sis, Via, Ali und nVidia-Chipsätze gab. Heute gibts zumindest im Desktop-Segment nur noch AMD und Intel. nVidia will eventuell wieder einsteigen, was aber auch noch nicht sicher ist. Ich bin aber mal gespannt, was die zukünftigen Tegra-Chips in Verbindung mit Windows 8 reißen können.
PC-Selbstbauer
05.08.2011 08:35
Die Chipsätze von Via waren zu anfang wirklich ne mittlere Katastrophe aber schon der KT133A war brauchbar und schnell. Die CPUs waren schon immer langsam aber haben kaum Energie verbraucht.
Zeiten ändern sich!
Früher hat kein Hahn danach gekräht was ein PC an Strom braucht, zum einen weil der Verbrauch damals allgemein recht überschaubar war zum anderen weil die Menschen sich bei den damaligen Strompreisen keine Gedanken darüber gemacht haben was so ein Gerät braucht.
Hätte es damals schon green IT gegeben, hätte Via eine große Nummer werden können.
Die Zukunft von Via?
Wenn sich der Markt so weiter entwickelt wie momentan, könnte Via Jahr für Jahr Anteile am CPU Markt ergattern denn gerade Büro PCs brauchen die Leistung aktueller CPUs nicht und verschwenden unnötig Energie. Ich habe schon mini Clients mit Via CPUs neu installiert und war erstaunt wie flüssig und flott die Systeme installiert waren und gelaufen sind. Der Verbrauch ist sehr gering und die Leistung liegt nicht deutlich unter den Atoms
Natürlich kann eine kleine Firma wie Via auch von heute auf morgen verschwinden, schon viele Hersteller gingen pleite obwohl die Produkte ganz ordendlich und die Preise gut waren. Andererseits Via lebt heute noch, weil sie eben ihre Nische gefunden haben
Freizeitschrauber
05.08.2010 12:06
Was das NForce angeht. Ich musste vor ein paar Wochen ein Sockel 754 mit Nforce 3 Board (Asrock K8Upgrade-nf3) benutzen und war schlichtweg begeistert. Ließ sich (für Sockel 754 Verhältnisse) gut übertakten, war passiv gekühlt und lief und lief und lief. Aber vielleicht habe ich auch einfach nen besseren Luftstrom als du.