Nintendos größter Flop: der Virtual Boy; Halo auf der MacWorld (PCGH-Retro, 21. Juli)
Nintendos größter Flop: der Virtual Boy und Halo wird enthüllt - das geschah am 21. Juli. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
... 1995: Kaum jemand hatte dem Game Boy im Jahre 1989 Chancen eingeräumt: Veraltete Technik und ein schlichtes Monochromdisplay versprachen beim Spielen unterwegs nicht gerade viel Spaß. Doch Nintendo machte aus der kleinen Handheld-Konsole einen der größten Erfolge der Spielegeschichte. Nun steht der Nachfolger an - am 21. Juli 1995 veröffentlicht Nintendo in Japan den Virtual Boy, eine Revolution der Konsolentechnik: Erstmals kann der Spieler in eine "echte" dreidimensionale virtuelle Welt eintauchen, denn der Virtual Boy bringt keinen gewöhnlichen Bildschirm mit, er besteht aus einer Brille mit zwei integrierten LC-Displays.
Quelle: Dieses Bild basiert auf dem Bild VIRTUAL BOY system aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist METROID.
Der Virtual Boy ist zweifellos eine der hässlichsten Spielekonsolen überhaupt. Für eine VR-Brille ist das Gerät viel zu schwer und braucht eine Stütze, weshalb sie unterwegs kaum zu gebrauchen ist.
Und hier beginnen die Probleme: Das System ist zu klobig und zu schwer, sodass es eine Stütze braucht - unterwegs ist die Konsole daher kaum zu benutzen, obwohl sie als Handheld vermarktet wird und mit Batterien läuft. Die Displays können nur die Farbe Rot darstellen, was Mitte der Neunziger nicht mehr zeitgemäß ist. Und schließlich ist der 3D-Effekt schwer zu sehen und erzeugt bei vielen Spielern auf Dauer Kopfschmerzen. Wegen dieser und weiterer Designmängel wird der Virtual Boy zu einem gigantischen Flop, der seinen Entwickler Gunpei Yokoi (immerhin Erfinder des Game Boys und der "Metroid"-Reihe) den Job kostet; nur wenige Spiele werden veröffentlicht, nach nur einem Jahr stellt Nintendo den Vertrieb ein - während der gute alte Game Boy fast unverändert im Programm bleibt. Die Welt ist noch nicht reif für "Virtual Reality".
... 1999: Auf der MacWorld, der Apple-Hausmesse, betritt Jason Jones von Bungie die Bühne, schüttelt Steve Jobs kurz die Hand und eröffnet leicht Nervös: "So, our game's called Halo..." - und gibt damit den öffentlichen Startschuss zu einer der erfolgreichsten Lizenzreihen der Spielegeschichte. Nach dem Kauf Bungies durch Microsoft hatte sich die Veröffentlichung auf Mac OS und unter Open GL natürlich erledigt.
Besonders auf der Xbox werden die Action-Spiele rund um den Masterchief - der anfangs nur als "der Cyborg" betitelt wurde - und die theokratischen Covenant zur "Killer-App", Spielen also, allein wegen derer man sich für ein Konsolensystem entscheidet. Weitere Hintergründe gibt der Jubiläumsartikel auf bungie.net - das offizielle Bungie-Video auf Youtube zur Halo-Enthüllung ist leider geschnitten, sodass der zitierte Satz fehlt. Nicht so unser eingebundener Clip.
… 2011: Nach 30 Jahren endet eine Ära: Das Space Shuttle Atlantis hatte vor wenigen Tagen seine letze Reise angetreten und wird am heutigen 21. Juli zum letzten Mal am Weltrraumbahnhof Cape Canaveral landen. Die NASA übertrug dieses Event als Live Stream. Geplanter Touchdown: 11:58 Uhr MESZ. Damit endet die 30-jährige Ära der Space Shuttles.


Ich habe gerade nochmal die PCG 11/2001 herausgeholt, auch wenn der Artikel viel zu sehr Lobeshymne ist, deutet sich diese Kritik schon an.
Die Grafik an sich gut, aber auf der XBox in der matschigen PAL-Auflösung keine Konkurrenz für PC Spiele, bei denen 1024 bzw. 1280 Pixel schon Standard war.
Das war auch die Zeit, wo ich als PC Spieler die Konsoleros bemitleidet habe. Der Gedanke war: Wenn das durchscnhittliche Halo auf der XBox so beliebt war, muss es echt schlecht um die Konsolen stehen.
Als das Spiel dann zwei Jahre später für den PC erschien, sah es zwar besser aus, konnte aber grafisch nicht mehr mit der bis dahin rasant fortschreitenden Entwicklung schritt halten. Die Steuerung am PC war mir auch zu konsolig.
In meiner Blase haben wir den Multiplayer Modus des ersten Teils und ein paar späteren Nachfolgern getestet, Spielspass ist aber nicht wirklich aufgekommen - so haben wir die Serie links liegen gelassen.
Wenn man genau hinschaut, sieht genau so wie die heutige VR-HMD.
Einzige Unterschied, damals hatte man der Stativ, heute Kopfhalterung.
Ich wollte damals eins, aber es war unbezahlbar.
Hab das Teil noch nie selbst gesehen, außer damals in Zeitschriften und heutzutage im Web. Nachdem ich die Grafik der Spiele damals gesehen habe, habe ich mir gesagt, das wird die erste Nintendo-Konsole, die ich nicht haben möchte nach NES, SNES und GameBoy. Außerdem war der N64 damals schon angekündigt und mein Taschengeld wurde für diesen schon angespart. ^^
Halo wurde damals sehr gehyped und ich habe es nach 1-2 Stunden Zocken damals wieder deinstalliert. Die KI sollte angeblich ach-so-gut sein und beim ersten Anspielen fand ich das Verhalten der Gegner so grottendämlich, dass ich direkt gar keine Lust mehr auf das Spiel hatte. Für mich persönlich ist Halo völlig überbewertet. Die anderen Teile nach Halo I habe ich dann auch nie gezockt.