[Quelle: siehe Bildergalerie]
Bisher prüften wir in drei Artikeln, wie sich die neuen Grafikkarten von
AMD und
Nvidia in
Age of Conan,
Assassins Creed und
Mass Effect schlagen.
Alle Spielbarkeits-Artikel im Überblick: •
Radeon HD 4870 •
Radeon HD 4850 und GTX 260 •
Geforce GTX 280 Zusätzlich mussten sich aktuelle GPUs der
Spielbarkeitsanalyse in Call of Duty 4 unterziehen.
Einleitung: Spielbarkeit Crysis Die meisten Benchmarks veranschaulichen zwar, welche Grafikkarte absolut gesehen die schnellste ist, Rückschlüsse auf die Spielbarkeit eines Titel lassen sich so aber nur eingeschränkt ziehen. Aktueller Standard in vielen Diagrammen sind die nicht immer aussagekräftigen durchschnittlichen Bilder pro Sekunde (average Fps), die wichtigen Minimal-Werte (min. Fps) werden selten bis nie integriert -
PCGH bildet hier bekanntlich die Ausnahme.
So erlauben beispielsweise 40 Fps im Schnitt theoretisch flüssiges Spielen, repräsentativ für das Spielgeschehen ist dieser Wert aber nicht. So können sich die 40 Bilder pro Sekunde zu einem Teil aus 20 und zum anderen Teil aus 60 Fps zusammensetzen - damit wäre das Spiel zu einem bestimmten Teil nur bedingt spielbar.
Crysis: Benchmarks und prozentuale Spielbarkeit In diesem Special kombinieren wir das beste aus beiden Welten und bieten Ihnen neben den klassischen Minimum- und Average-Fps zusätzlich die praxisnahe prozentuale Verteilung um die Leistungsfähigkeit heutiger High-End-Grafikkarten zu analysieren.
Die prozentuale Spielbarkeit veranschaulicht, zu welchem Zeitpunkt im Benchmark wie viele Bilder pro Sekunde von der GPU berechnet werden. Einbrüche und Ruckler lassen sich so problemlos identifizieren - unterteilt in "flüssig spielbar", "bedingt spielbar" und "kaum spielbar".
Crysis: Testsystem CPU: Intel Core 2 Duo E8200 @ 3.000 MHz (375x8)
Board: Intel 965P
RAM: 4x 1.024 MiByte DDR2-750 (5-5-5-23)
OS: Windows XP 32 Bit samt SP2
Treiber: • Forceware 177.41 (HQ)
• Catalyst 8.7 Beta (AI def.)
VGA: • Geforce GTX 280, 1.024 MiB GDDR3, 602/1.296/1.107 MHz
• Geforce GTX 260, 896 MiB GDDR3, 576/1.242/999 MHz
• Geforce 9800 GTX+, 512 MiB GDDR3, 738/1.836/1.100 MHz
• Geforce 8800 GTS, 640 MiB GDDR3, 675/1.674/1.053 MHz (übertaktet)
• Geforce 8800 GT, 512 MiB GDDR3, 602/1.512/903 MHz
• HD 4870, 512 MiB GDDR5, 750/900 MHz
• HD 4850, 512 MiB GDDR3, 625/993 MHz
• HD 3870, 512 MiB GDDR4, 776/1.125 MHz
Wie immer nutzen wir die High-Quality-Settings im
Nvidia-Treiber für alle Geforce-Karten. Bei
AMDs Radeon-Modellen belassen wir die Einstellung für Catalyst-A.I. auf Standard, da ansonsten die Bugfixes und anwendungsspezifischen Optimierungen nicht mehr wirksam wären. Dummerweise sind so die Sparfilter, welche Bildqualität für Fps-Leistung opfern, ebenfalls aktiv.
Crysis: Testverfahren PCGH bencht
Crysis mithilfe von
Fraps. Dieses Programm zeichnet während der 60-sekündigen Sequenz jede Sekunde die aktuellen Bilder pro Sekunde auf; aus diesen Werten erhalten wir Ergebnisse in Form einer Textdatei. Um diese zu verifizieren, wird jeder Benchmark doppelt ausgeführt und die erzielten Fps gemittelt.
Die Auflösung während der Tests beträgt 1.280x1.024 respektive 1.680x1.050 Pixel, also die beiden am häufigsten genutzten Settings - für die ebenfalls populäre 24-Zoll-Aufllösung 1.920 x 1.200 fehlt leider die Zeit. Zusätzlich aktivieren wir für weitere Werte einen 16-fach anisotropen Filter und 2- bis 4-fache Kantenglättung (MSAA).
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Einleitung: Crysis Wenn
Crysis für etwas bekannt ist, dann die grandiose Optik und die extremen Hardwareanforderungen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlich gab es keine Single-GPU-Karte, die den Dschungel-Shooter in 1.280x1.024 flüssig beschleunigte. Nichtsdestotrotz ist der Titel äußerst beliebt und gilt als Referenz im Genre. Besonders der Nanosuit erlaubt vielfältige Taktiken, hinzu kommen diverse Fahrzeuge wie Jeeps oder Boote.
Benchmark: Crysis Unser Benchmark zeigt eine Minute des ersten Levels, genauer gesagt die Szene
First light. Dies ist die Stelle wo Nomad aus dem Dschungel tritt und von der aufgehenden Sonne geblendet wird. Die dichte Vegetation und die Weitsicht sowie mehrere Gegner und Explosionen bedeuten Schwerstarbeit für die Grafikkarte.
Dieser Benchmark ist nicht mit dem sonst genutzten "Ice"-Bench vergleichbar. Die hier verwendete Szene läuft ingesamt etwa 15-20 Prozent schneller ab.
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1.280x1.024 ohne AA/AF: CrysisBereits mit diesen Settings ist Crysis auf einer HD 3870 oder 8800GT nur bedingt spielbar. Eine HD 4850 oder 9800GTX+ erzielen zumindest teilweise flüssige Bildwiederholraten, die Radeon liegt leicht in Front. So richtig Spaß macht der Shooter aber erst auf einer
HD 4870 oder der noch flotteren
GTX 280. Crysis läuft mit der schnellsten Geforce butterweich - ein Genuß. Nominell gesehen erreicht die GTX 280 fast doppelte
HD-
3870-Leistung.
1.280x1.024 mit 4xAA/16xAF: Crysis Aktivieren Sie Kantenglättung und den anisotropen Filter, ist unterhalb einer
GTX 260 flüssiges Spielen kaum bis gar nicht möglich. Kurioserweise liegt die
GTS/640 reproduzierbar vor der neuen Geforce. Die
GTX 280 kann sich subjektiv wie von den Fps her leicht vom restlichen Testfeld absetzen und ist beispielsweise 50 Prozent schneller als eine
8800GT. Spielspaß kommt jedoch auf allen GPUs nur bedingt auf.
1.680x1.050 ohne AA/AF: CrysisEine Auflösung höher zeigt die
GTX 280, welches Potential im GT200 steckt. Crysis läuft nahezu durchgehend flüssig, der Abstand zur zweitplazierten
HD 4870 beträgt 20 Prozent. Mit der Radeon spielt sich der Shooter bereits deutlich zäher. Die restlichen Karten liegen im bedingt spielbaren Bereich, einzig die
HD 3870 rendert erschreckend langsam. Nvidias Konterpart zur
HD 4850, die
9800GTX+, liegt gleichauf mit ihrer Konkurrentin.
1.680x1.050 mit 2xAA/16xAF: Crysis Die Aktivierung von AA und AF zieht das Testfeld auseinander. Die beiden GTX-Modelle und die
HD 4870 beschleunigen Crysis angesichts der superben Optik noch recht annehmbar, der Titel läuft zwar nicht flüssig, ist aber zumindest noch spielbar. Alle anderen Karten - besonders die
HD 3870 - sind zu schwach, Spielspaß ist nicht vorhanden. Die
GTX 280 ist wiederrum doppelt so flott unterwegs wie eine 8800GT, die
HD 4850 überholt eine HD 3870 um den Faktor 2 und liegt gleichauf mit der
9800 GTX+.
1.680x1.050 mit 4xAA/16xAF: CrysisMaximale Bildqualität verlangt es nach immenser Rechenleistung und mehr als 512 MiByte Video-Speicher. Aus diesem Grund liegt die
GTX 280 in Front, die
HD 4800 können dank des effizienten VRAM-Managements jedoch mithalten. Die beiden
G92-Geforce dagegen leiden unter chronischem Speichermangel kombiniert mit einer schlechten Verwaltung und ruckeln wie die
HD 3870 stark. An flüssiges Spielen ist auf allen Karten mit diesen Settings allerdings nicht zu denken.
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Fazit: Spielbarkeit CrysisCrysis wird seinem Ruf als Hardware-Killer gerecht. Die Kombination aus Kantenglättung und anisotropem Filter zwingt selbst eine
GTX 280 in die Knie, der Shooter gleicht mehr einer Diashow denn einem Spiel. Eine
HD 3870 ist einzig in 1.280 x 1.024 zu einigermaßen flüssigen Bildwiederholraten zu bewegen, die leicht flottere
8800GT quält sich allerdings auch. Das Duell
HD 4850 gegen
9800GTX+ kennt keinen Sieger, gerade mit hohen Settings offenbart sich jedoch mit dem VRAM-Management der klare Schwachpunkt der Geforce. Wer allerdings eine stark übertaktete
GTS/640 sein Eigen nennt, kann sich den Wechsel auf die Radeon HD 4850 sparen. Die GTX 260 kann sich nur in 1.280 x 1.024 von dem Mittelklasse-Triple absetzen, wird jedoch durchgehend von der
HD 4870 geschlagen.
Wenn Sie Crysis auch auf einem 22-Zoll-TFT flüssig genießen möchten, kommen Sie um die
GTX 280 nicht herum. Auch die
HD 4870 stellt angesichts des Preises eine sehr gute Wahl dar. Für einen 19-Zöller ist bereits eine
HD 4850 optimal, Besitzer einer schnellen
G80-Karte können sich das Aufrüsten jedoch noch sparen.[index]
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