Grafikkarten-Treiber
Geforce 175.16 WHQL im PCGH-Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Während die Nutzer neuer Geforce-Karten
9600 GT und
9800 GX2 auf frische Treiber der 174er-Reihe zugreifen konnten, bot Nvidia für die GF8-Serie bis gestern nur die
Forceware 169.21 mit WHQL-Siegel an.
Aufmerksame Leser wissen, dass sich prinzipiell jeder Treiber installieren lässt, sofern die Inf-Datei modifiziert wurde. Zwischenzeitlich breitete sich das Gerücht aus, dass die Installation eines 174er-Treibers auf der "alten"
G80-Garde zu Leistungsverlusten führe. Das wussten wir bereits mit dem Test der
Geforce 174.74 Beta und deren deutlichem Leistungszuwachs zu widerlegen (
Geforce-Treibertest: Forceware 174 sorgt für bis zu 65 Prozent mehr Leistung). Jetzt werfen wir erste Blicke auf den Neuling 175.16 - vorerst unter
Windows XP x86 SP3 (
DX9).
Geforce 175.16 WHQL: Was ist neu? Nicht viel, zumindest wenn Sie die letzten Monate diverse Beta-Versionen installierten. Nutzer der alten Forceware 169.xx erwarten einige neue Features, denn das Kontrollzentrum erfuhr ein dezentes Facelifting. Die nützlichste Neuerung ist der Button "Wiederherstellen", welcher bei Betätigung alle Einstellungen auf den von Nvidia vorgegebenen Standard zurückversetzt. Zusätzlich befindet sich in den Dropdown-Menüs vor den Standardwerten zur eindeutigen Identifizierung ein
Nvidia-Logo. Während Sie den Eintrag "Fehlermeldung" ignorieren können, ist die "Maximale Anzahl der vorgerenderten Einzelbilder" einen Blick wert. Diese nur für
Open GL gültige Option kann durch Heraufsetzen positive Auswirkungen auf die Framerate haben. Im Gegenzug ergibt sich durch eine höhere Zahl ein Inputlag. Informationen zu jeder einzelnen Treiberoption erhalten Sie in der aktuellen PCGH 06/2008, die seit einigen Tagen erhältlich ist.
Leistungstest Die Benchmarks führten wir auf einem
Core 2 Duo (3,4 GHz) und einer
Geforce 8800 Ultra (768 MiByte) unter Windows XP x86 samt Service Pack 3 durch. Die Vorstellung des Treibers ist durchweg positiv.
Crysis, das wir mittels
mster Config noch anspruchsvoller machten, wird verglichen mit dem alten 169.21 rund fünf Prozent schneller. Einen deutlicheren Sprung macht Epics
Unreal Tournament 3, welches durch die neue Generation um satte 18 Prozent zulegt. Anti-Aliasing funktioniert mittlerweile ohne Probleme, wenn Sie es über das Control Panel des Treibers forcieren. Nichts hingegen tut sich bei
Half-Life 2 (dt.) samt
Fakefactory-Mod, während die Demo-Version von Race Driver Grid minimal schneller abläuft.
Open GL immer noch minderwertig gefiltert! Wir haben dennoch etwas zu beanstanden. Wie wir Ende letzten Jahres meldeten, sparten sich damals aktuelle Treiber hochwertige Texturfilterung, obgleich diese im Treiber-Panel eingestellt wurde (
Nvidia: Minderwertige Open-GL-Filterqualität trotz HQ-Einstellung). Daran hat sich im Laufe der letzten fünf Monate nichts geändert, noch immer spart sich der Treiber Arbeit. Wie Sie dies unterbinden, entnehmen Sie dem vorangegangenen Artikel.
Fazit: Geforce 175.16 WHQL Wir empfehlen jedem Nutzer einer aktuellen Geforce 8/9 die Installation dieses Treibers. Er führt fort, was die stabilen Beta-Versionen brachten, und zeigt keine groben Schnitzer.
[index]
Auch unter Windows Vista x64 zeigt sich der Treiber schnell und fehlerfrei; die alte Forceware 169.25 wird stets überholt. Die Unterschiede zum "3DMark-Treiber" 175.12 Beta liegen aber innerhalb der Messtoleranz. Trotzdem empfehlen wir auch allen Nutzern von Vista x64, die neue Treiberversion zu installieren, um mögliche Probleme zu vermeiden.
Statt
Half-Life 2 (dt.) nutzten wir hier
Trackmania Nations Forever als Benchmark, das Testsystem war ansonsten - bis auf die Windows-Version - identisch.
Bildergalerie zum Artikel