Gigabyte EP45-DS4: P45-Chipsatz auf Vorab-Platine (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Bei unserem Muster des
Gigabyte EP45-DS4 mit Intels brandneuen
P45-Mittelklasse-
Chipsatz handelt es sich um eine Vorabplatine (Revision 0.2) mit Beta-BIOS (F2B) - finale Aussagen zu Ausstattung, BIOS-Umfang oder
OC-Potenzial sind daher noch nicht möglich. Auch die Kühlung wird bis zur finalen Version noch geändert: Während die vorliegende Platine über zwei einfache Alu-Kühler wie beim P35-DS3 verfügt, sollen bei der Serienfertigung mehrere Heatpipes zum Einsatz kommen.
Trotzdem gibt unser EP45-DS4-Muster bereits einen guten Ausblick auf das fertige Produkt: Auf Der Platine befinden sich drei Grafiksteckplätze - zwei sind im
Crossfire-Modus mit jeweils acht Bahnen und
PCI-E-2.0-Bandbreite angebunden (entspricht der Bandbreite von 16 Lanes bei PCI-E 1.0), beim dritten Slot sind es hingegen nur vier Bahnen. Vier DDR2-Bänke, sechs (leider nicht angewinkelte) SATA-Ports und ein PATA-Kanal sind Standard. Neu bei Gigabyte sind direkt auf dem Board angebrachte An/Aus-Taster, Reset- und Clear-CMOS-Schalter. Ein E-SATA-Port fehlt leider im I/O-Bereich. Dafür: Zweimal GBit-LAN, acht USB-Ports und digitale Sound-Ausgänge (coaxial und optisch). Der Sound-Chip (Realtek ALC889A) kommt auch beim
EP35-DS4 zum Einsatz.
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BIOS Das BIOS ist ähnlich aufgebaut wie bei Gigabytes P35-Platinen, hat allerdings ein paar wichtige Neuerungen. Bei allen Spannungen wird der jeweilige Standardwert anstelle von "Normal" angezeigt. Außerdem stehen deutlich mehr Optionen zur Auswahl. So können Sie neben CPU-,
Northbridge- und RAM-Spannung auch die Werte für CPU-, PLL- oder
MCH-Reference-Voltage (Chipsatz) bestimmen. Beim Speicherteiler sind einige Optionen mehrfach belegt - je nach FSB-Takt. Insgesamt stehen sieben Teiler zur Auswahl. Die Lüftersteuerung ist wie von Gigabyte-Platinen gewohnt hervorragend, regelt aber leider und unverständlicherweise nur den CPU-Propeller. Mit F11 speichern Sie Ihre Einstellungen unter einem beliebigen Namen.
Zwar lag die neue Tuning- und Diagnose-Software Easy Tune 6 auf der mitgelieferten CD, allerdings funktionierte sie bei der Vorabplatine nicht. Unsere ersten Übertaktungsversuche mit einem E6850 und DDR2-Speicher samt D9GMH-Chips scheiterten zudem am Beta-BIOS. Davon abgesehen lief die Vorab-Platine aber bereits erfreulich stabil. Umfangreiche
P45-Übertaktungstests folgen mit dem P5Q Deluxe von Asus.
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Leistungsaufnahme Die
P45-Northbridge arbeitet lediglich mit
1,1 Volt - beim P35 sind es serienmäßig 1,25. Die Leistungsaufnahme des gesamten Systems ist jedoch nicht niedriger als beim EP35-DS4: Im Windows-Leerlauf haben 111,4 Watt statt 108,3 Watt beim Vorgänger gemessen. In unserem Stabilitätstest ist die Leistungsaufnahme des EP45-DS4 ebenfalls höher: 178,4 Watt gegen 169,7 Watt.
Fazit Der BIOS-Umfang ist hervorragend, das Übertaktungs-Potenzial der P45-Platine konnten wir aber leider noch nicht prüfen. Außerdem hat das EP45-DS4 eine geringfügig höhere Leistungsaufnahme als der Vorgänger. Bei Super Pi erzielen EP45-DS4 und EP35-DS4 ein identisches Ergebnis, beim USB-Test liegt das P45-Board mit ICH10-Southbridge leicht vorne - einen eindeutigen Performance-Unterschied gibt es insgesamt aber nicht.
Für alle die Crossfire nutzen wollen, lohnt sich der neue Chipsatz allerdings dank zweimal acht PCI-E-2.0-Lanes auf jeden Fall. Falls Sie noch kein Core-2-System haben ist die kommende
P45-Generation sicher eine gute Wahl, sofern die Preise stimmen.
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