Phenom X4 9100e: Erster Kurztest auf PCGH.de [Quelle: siehe Bildergalerie]
AMD gibt Vollgas: Nach dem
Phenom X4 9850 Black Edition (
PCGH-Test Phenom X4 9850 Black Edition) und den für nächste Woche erwarteten X3-Phenoms (
AMD: Triple-Core Phenoms im B3-Stepping ab 24. April erhältlich?) ist nun auch offenbar der
Phenom X4 9100e erhältlich.
Der kleinste Vierkern-Phenom taucht allerdings nicht im PCGH-Preisvergleich auf, was ein Indiz für dessen Einsatzgebiet ist. Der
9100e ist vorerst nur für Systemintegratoren erhältlich, im Endkundenmarkt taucht der
9100e - wenn überhaupt - nur per Zufall auf. Das hindert PCGH selbstverständlich nicht an einem Test, denn in der Vergangenheit sind schon öfter Prozessoren im Retailmarkt aufgetaucht, die dort eigentlich nichts zu suchen hatten.
Phenom X4 9100e: Wichtige technische Daten Der
9100e taktet mit 1,8 GHz (HT-Link: 1,8 GHz; Multiplaktor: 9) und besitzt 4x128 KiByte L1- sowie 4x 512 KiByte L2-Cache. Der L3-Cache beträgt 2 MiByte. AMD liefert den
9100e aktuell im B2-Stepping aus, also mit dem berüchtigten TLB-Bug alias Erratum 298. Hintergrund: Der TLB-Bug hängt mit einem speziellen Zwischenspeicher zusammen, dem sogenannten Translation Lookaside Buffer, und kann in seltenen Fällen zu Rechenfehlern führen.
Das mag für den professionellen Einsatz des Phenom-Verwandten Opteron relevant sein, für im PC-Alltag ist es das aber nicht. Die von vielen Mainboard-Herstellern ins BIOS integrierten Bugfixes sollten Spieler abschalten, denn die Umgehung des Fehlers kostet bis zu 20 Prozent Performance, in Einzelfällen auch mehr. AMD plant, den 9100e zu einem späteren und heute noch unbekannten Zeitpunkt durch eine B3-Stepping-Variante zu ersetzen.
Erwähnenswert ist, dass der X4 9100e mit einer TDP (Thermal Design Power) von 65 Watt auskommt. Damit empfiehlt sich der 9100e für Multimedia-PCs. Die übrigens Phenoms haben aktuell TDP von 95 bis 125 Watt. Die Maximaltemperatur liegt bei 61 Grad Celsius. Weitere Infos zum 9100e finden
Sie direkt bei AMD.
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Phenom X4 9100e in der Praxis Um Ihnen trotz Zeitnot ein ersten Eindruck von der Leistungsfähigkeit des 9100e zu geben, haben wir einige Anwendungs- und Spiele-Benchmarks durchgeführt. In Spielen liegt der Vierkerner dabei mal vor oder hinter dem Zweikerner X2 5000+, der dafür mit 2,6 GHz taktet. Bei synthetischen Benchmarks liegt der Phenom aber durchgängig vor der Athlon-64-Serie und sortiert sich damit wie erwartet ein (siehe Benchmarks in der Bildergalerie).
Unser Test-PC mit 9100e verbraucht im Idle-Betrieb 151 Watt, unter 2D-Last 175 Watt (1,1 Volt Standardspannung). Zum Vergleich: Ein Phenom X4 9850 BE braucht rund 195 Watt im Idle-Betrieb und 245 Watt unter 2D-Last (1,3 Volt Standardspannung). Um den Vorteil der vier Kerne unter Last zu prüfen, haben wir den CPU-Test des 3DMark 06 einmal ohne und einmal mit Hintergrundprogrammen (parallel: Download + Flash-Webseiten im Hintergrund + Riva Tuner Monitoring) getestet. Der auf zwei Kerne reduzierte Phenom verlor dabei 4 Prozent Leistung, der Vierkerner 9100e nur 1 Prozent Leistung.
Ein ausführlicherer Test, der unter anderem das Verhalten bei mehreren parallelen Anwendungen, Overclocking-Prüfungen und Tests der Leistungsaufnahme beinhaltet, ist für die kommenden Tage geplant.
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