Chrome 430 GT im PCGH-Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Falls Sie den Namen dieser GPU-Schmiede gerade zum ersten Mal lesen, dann ist das wenig verwunderlich.
S3 Graphics blickt zwar auf langjährige Erfahrung im GPU-Bereich zurück, hatte seine Hochzeiten jedoch bereits, als die Grafikkarten noch das Laufen lernten. Nach dem Grafik-"Entschleuniger"
Virge folgten mit der
Savage-Serie bis zum Jahr 2000 leidlich konkurrenzfähige Produkte. Dann wurde es relativ still um S3, bis sich die Fremonter 2003 mit dem
Deltachrome zurückmeldeten. Später folgte der
Gammachrome und Ende 2005 schließlich die
Chrome-S20-Serie, welcher wir auch in der
aktuellen PCGH Extreme ein Kapitel widmen.
Die Chrome-400-Serie
Chrome 430 GT: der Packungsinhalt (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nach diversen Verzögerungen ist nun die Chrome-400-Serie (Codename
Destination Films) erhältlich. Genauer gesagt handelt es sich beim ersten Spross der Familie um das Low-Cost-Modell: Die nachfolgend betrachtete
Chrome 430 GT wird in S3s G-Store mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 60 US-Dollar (etwa 38 Euro) angegeben. Dafür erhalten Sie neben der zierlichen Karte im Low-Profile-Format lediglich eine Treiber-CD, einen DVI-VGA- und einen DVI-HDMI-Adapter. Die Deutschland-Distribution übernimmt
Memorysolution. Laut deren Aussagen ist die Massenfertigung in vollem Gange; die Karten sollen binnen der nächsten zwei Wochen erhältlich sein - für etwa 30 Euro.
Chrome 430 GT: der 2-ns-Speicher (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Aus technologischer Sicht hat
S3 seine Hausaufgaben gründlich gemacht. Die Checkliste umfasst eine
Unified-Shader-Architektur, die Unterstützung von Open GL 2.1,
PCI-Express 2.0,
HDMI und Hardware-Videobeschleunigung für
H.264,
VC-1,
MPEG-2 und
AVS. Beim Shader-Modell zieht S3 mit AMD gleich und bietet schon Version 4.1 an. Das in 65-Nanometer-Technologie gefertigte Paket bringt es laut inoffiziellen Aussagen auf etwa 200 Millionen Transistoren, was Radeon HD 3450 und Geforce 8400 GS gleichkommt. Die 256 MiByte GDDR2-Speicher der
Chrome 430 GT finden Anschluss an ein 64-Bit-Interface, das bei 500 MHz Standardtakt für eine Bandbreite von 8 GiByte pro Sekunde sorgt. Das erklärte Ziel von S3: die beste Leistung pro Wattstunde.