Die Geforce 9600 GT ist die neue Einsteigerkarte von Nvidia mit G94-GPU. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nvidia stellte am 18. März die Dual-GPU-Grafikkarte Geforce 9800 GX2 der Öffentlichkeit vor. Zwei Wochen später folgte mit der Geforce 9800 GTX eine neue Mittelklasse-Grafikkarte. Doch welche Grafikkarte ihr Geld wirklich wert ist, klärt unsere aktuelle Kaufempfehlung für den Monat April.
Preisentwicklung Einen deutlichen Preisverfall hat vor allem die Geforce 8800 GTX hinter sich gebracht. So kostete die Karte im September 2007 noch 500 Euro und hat seitdem über 50 Prozent an Wert verloren (
Preisvergleich: ab 230 Euro). Die brandneue Geforce 9800 GTX kostet mit ca.
260 Euro etwas mehr. Direkt nach dem Launch wurde dieses Modell vor ein paar Tagen noch für 280 Euro gelistet. Einen relativ hohen Preisverfall gab es auch bei der 9800 GX2, obwohl diese erst seit drei Wochen verfügbar ist. Zunächst wurde dieses Modell für ca. 540 Euro gelistet. Die Preise haben sich nun inzwischen bei ca. 430 Euro eingependelt (
Preisvergleich).
Ähnlich sieht das ganze bei AMD aus. Während die Radeon HD 3870 X2 anfänglich für rund 400 Euro gelistet wurde, hat sich der Preis bis heute auf ca. 300 Euro reduziert (
Preisvergleich). Trotz dem Launch der neuen Nvidia-Karten blieb der Preis aber in den letzten Wochen relativ stabil. Wer aber sowieso ein Crossfire-fähiges Mainboard besitzt, fährt mit zwei HD-3870-Karten günstiger, da eine einzelne Karte schon für ca. 125 Euro verfügbar ist (
Preisvergleich). Anfang des Jahres waren für eine einzelne Radeon HD 3870 noch bis zu 200 Euro fällig. Der Konkurrenzdruck ist aber mittlerweile groß geworden, nachdem Nvidia kürzlich auch die Geforce 9600 GT auf den Markt gebracht hat (
Preisvergleich: ab 130 Euro).
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Die richtige High-End-/Mainstream-Grafikkarte Seit wenigen Wochen ist die Dual-GPU-Karte
Geforce 9800 GX2 sowie die Single-GPU-Karte
Geforce 9800 GTX verfügbar. Allerdings setzen beide Modelle auf den G92. Die Nachteile gegenüber der 8800 GTX und der 8800 Ultra sind eindeutig. Die 9800-Serie verfügt nur über 512 MiByte Speicher pro GPU und muss sich zudem mit einem 256-Bit-Speicher-Interface zufrieden geben. Die Leistung der Dual-GPU-Karte 9800 GX2 ist dabei sehr stark von der Optimierung für SLI des jeweiligen Spiels abhängig. Leistungsvorteile gibt es erst ab einer Auflösung jenseits von 1.600x1.200 Pixeln. Ein würdiger Nachfolger für die 8800 Ultra ist die 9800 GX2 mit ihren beiden recycelten G92-Chips sicherlich nicht. Den Komfort einer "echten" Einzelkarte, die nach der Installation der Treiber problemlos funktioniert, bietet die 9800 GX2 ebenfalls nicht. Quad-SLI konnte in unserem Test auch nicht überzeugen, da der Leistungszuwachs - sofern überhaupt vorhanden - nur sehr gering war. In einigen Benchmarks kostet die Synchronisation bei Quad-SLI sogar soviel Rechenleistung, dass eine einzelne 9800 GX2 schneller ist.
Die Geforce 9800 GTX ist leider nicht in allen Benchmarks vor der 8800 Ultra, kostet aber auch deutlich weniger. Bereits bei Auflösungen von 1.680x1.050 mit Anti-Aliasing reichen die 512 MiByte bei einigen Spielen nicht mehr aus. Nachdem 8800-GTX-Karten also stark im Preis gefallen sind, sollten Sie diesem Modell den Vorzug geben, solange Restbestände überhaupt noch verfügbar sind.
AMDs
Radeon HD 3870 (
Preisvergleich) ist schon für 125 Euro verfügbar, für einen flüssigen Spielverlauf in Crysis reicht aber die GPU-Power nicht ganz aus. 33 Fps schafft die HD 3870 in 1.280x1.024 ohne AA/AF und nur 16 Fps in 1.680x1.050 mit 4x AA/8:1 AF. Für andere Spiele wie Unreal Tournament 3 bietet die AMD-Karte aber genügend Leistung.
Die
Geforce 8800 GT (
Preisvergleich) mit 512 MiByte Speicher fällt weiter im Preis und ist jetzt schon für 150 Euro zu haben. Ohne AA/AF und in einer Auflösung von 1.280x1.024 erreicht die Karte in Crysis auf unserem Core-2-E6750-Rechner 39 Fps (GPU-Benchmark). Nur bedingt spielbare 20 Fps erzielen Sie dagegen in einer Auflösung von 1.680x1.050 mit 4x AA/8:1 AF. Eine Leistungssteigerung von 15 Prozent bietet hier die 8800 GTS/512, kostet aber auch 30 Euro mehr. Für ein flüssiges Spielvergnügen in hohen Auflösungen kommen Sie also um ein SLI-Gespann oder eine 8800 GTX/Ultra kaum herum. Im DX9-Modus ist AMDs
Radeon HD 3870 X2 (
Preisvergleich: 300 Euro) in Crysis genauso schnell wie eine
Geforce 8800 Ultra - das Auslaufmodell ist inzwischen nicht mehr erhältlich. Nur im DX10-Betrieb ist die Nvidia-Karte um bis zu 27 Prozent vor der HD 3870 X2.
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Welche Einsteigergrafikkarte? Von den DX10-Einsteiger-Karten wie Geforce 8600 GTS oder Radeon HD 2600 XT sollten Sie die Finger lassen, da selbst aktuelle Spiele damit kaum flüssig dargestellt werden können. Bei der
Geforce 8800 GS (
Preisvergleich: 100 Euro) handelt es sich um einen abgespeckten G92, bei dem nur noch sechs ROP-Cluster ans Werk gehen. Daraus resultieren 96 Shader-ALUs und ein 192 Bit breites Speicher-Interface mit einer Bestückung von insgesamt 384 MiByte. Von der Leistung ist die Karte zwischen einer 8800 GTS mit 320 MiByte und einer 8800 GT mit 512 MiByte Speicher einzuordnen.
Bei den Einsteigerkarten positioniert Nvidia die relativ neue
Geforce 9600 GT gegen die
Radeon HD 3850. Der Neuling ist von der Leistung mit einer Geforce 8800 GS vergleichbar und punktet mit einem niedrigen Stromverbrauch sowie einer relativ geringen Hitzeentwicklung. Bei AMD besteht noch Nachholbedarf, denn die HD 3850 ist kaum konkurrenzfähig. Nur eine erneute Preissenkung macht die Grafikkarte für kostenbewusste Käufer weiterhin interessant.
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