Geforce 9800 GTX im FSAA-Extremtest [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nvidias
Geforce 8800 GTX hat mittlerweile knapp eineinhalb Jahre auf dem Buckel, gehört aber nach wie vor zur Leistungsspitze. Einst sehr teuer, ist sie aktuell
ab 215 Euro zu haben und damit preislich sehr attraktiv. Die neue
Geforce 9800 GTX ist hingegen erst
ab 270 Euro lieferbar, kann ihre ältere Schwester dank höherer Shaderleistung dafür aber meist auf Distanz halten. Wir verraten, ob sich der Aufpreis auch noch lohnt, wenn Sie zur Gattung der FSAA-Fetischisten gehören.
Technikvergleich Alle Details zur
Geforce 9800 GTX können Sie unserem Test (
9800 GTX im PCGH-Test) entnehmen, wir wollen hier nur die relevanten Unterschiede anreißen. Während die Geforce 8800 GTX auf ein 384 Bit breites Speicherinterface samt 768 MiByte VRAM zugreifen kann, verfügt die 9800 GTX über 512 MiByte und 256 Bit. Die Raster-Operatoren (ROPs), welche beim Multisampling-FSAA existenzielle Aufgaben übernehmen, verfügen sowohl beim
G80 (
8800 GTX) als auch
G92 (
9800 GTX) über die gleichen Fähigkeiten. Das bedeutet, dass sie 4x FSAA in einem Rutsch abhandeln können, während
8x FSAA einen zusätzlichen Loop beansprucht. Das bedeutet im schlimmsten Fall einen Fps-Einbruch von 50 Prozent.
Zu diesen Merkmalen gesellt sich der Taktunterschied. Um die Auswirkungen von Letzterem zu eruieren, übertakten wir die
8800 GTX in einem zweiten Testlauf auf die Werte der
9800 GTX. Um 675/1.674/1.107 MHz zu erreichen, benötigen Sie neben etwas Glück auch gute Kühlung - diesen Takt schafft nicht jede GTX, wohl aber jede 8800 Ultra. Diese Messungen erlauben den Direktvergleich, was die erhöhte Bandbreite und der größere Videospeicher der 8800 GTX ausrichten können. Auf gleichem Takt verfügt eine
8800 GTX/Ultra über 50 Prozent mehr Bandbreite als die
9800 GTX, bei Standardtakt sind es noch 23 Prozent.
Das Duell: Geforce 8800 GTX und 9800 GTX mit demselben Takt (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Testbedingungen ... Gängiges FSAA auf Multisampling-Basis kostet nicht nur Speicherbandbreite, sondern auch -menge. Das inoffiziell über den
Nhancer zuschaltbare
Supersampling und die
Hybrid-Modi liefern nochmals bessere Qualität und fordern den Karten alles ab. Je hochwertiger der FSAA-Modus, desto stärker sollten sich die Unterschiede zwischen den beiden Karten zu erkennen geben. Wir testen nachfolgend mit den die schönste Optik liefernden FSAA-Modi, welche aktuell verfügbar sind:
- 8x FSAA (8x Sparse Grid Multisampling, im Treiber anwählbar)
-
8xS (4x Sparse Grid Multisampling plus 2x Ordered Grid Supersampling)
- 16xQ (8x Sparse Grid Multisampling plus 8x Coverage-AA, im Treiber anwählbar)
-
16xS (4x Sparse Grid Multisampling plus 4x Ordered Grid Supersampling)
-
32xS (8x Sparse Grid Multisampling plus 4x Ordered Grid Supersampling)
... und Ergebnisse Während sich die
Geforce 9800 GTX bis einschließlich 4x FSAA in 1.680x1.050 wacker schlägt und die
8800 GTX scheint der meist überholt, wendet sich das Blatt in unserem Qualitätstest. Die durchweg bandbreitenlastigen Szenarien sorgen dafür, dass die Geforce 8800 GTX gleich schnell oder deutlich überlegen ist. Gerade bei Unreal Tournament 3 (dt.) FSAA-Hack gewaltig Bandbreite zu verschlingen: Hier ist die 8800 mehr als 40 Prozent schneller, mit demselben Takt sogar 75 Prozent. Wir vermuten, dass die 512 MiByte VRAM der 9800 GTX hier knapp an der Füllgrenze arbeiten und es daher zu (verlangsamender) Auslagerung kommt.
Überlaufender Video-RAM ist beim "Killermodus"
32xS an der Tagesordnung. Die hervorragende Glättung wird mit exorbitantem Leistungs- und insbesondere Speicherhunger erkauft. So kommt es, dass die 9800 GTX bei
Half-Life 2 (dt.) samt Fakefactory-Mod 7.0 auf zehn Fps einbricht, während die 8800 GTX noch 25 Fps schafft. Mit
16xS und reinem
16x Supersampling ist die 9800 GTX noch schneller. Ähnlich sieht es bei
UT2004 (dt.) aus:
32xS ist nur auf der 8800 GTX spielbar; mit 16xS sind die Karten gleichauf.
Fazit: 8800 gegen 9800 GTX Wenn Sie maximal 4x FSAA in 1.680x1050 nutzen, dann ist die
Geforce 9800 GTX dank hoher Rechenleistung die bessere Karte. Nutzen Sie jedoch häufiger bessere FSAA-Modi und/oder eine höhere Bildschirmauflösung, sollten Sie zur günstigen
Geforce 8800 GTX greifen. Letztere offenbart trotz ihres hohen Alters keine erwähnenswerten Schwachpunkte - bis auf den hohen
Stromverbrauch im Leerlauf. Dieser lässt sich aber durch Untertakten, etwa mit dem
Rivatuner, ein wenig eindämmen.