Review Geforce 9800 GTX (G92-GPU): Erster Test der GF 9800 GTX

PCGH-Test: Point-of-View Geforce 9800 GTX mit SLI und 3-Wege-SLI

Nvidia will mit der heute veröffentlichten Geforce 9800 GTX die venerable Geforce8800 GTX ablösen. Wir jagen die Karte durch unseren Benchmark-Parcours - SLI und 3-Way-SLI-Tests fehlen ebensowenig, wie OC-Versuche. (Spille, Pusse, 01.04.2008)
 
Point of View Geforce 9800 GTX samt SLI und 3-Way-SLI im PCGH-Test.
 
Point of View Geforce 9800 GTX samt SLI und 3-Way-SLI im PCGH-Test. [Quelle: siehe Bildergalerie]


Mit der Geforce 9800 GTX stellt Nvidia heute, gut 16 Monate nach dem Launch der 8800 GTX deren Nachfolger vor. Die technischen Eckdaten sehen bis auf den Speicher vielversprechend aus, Hybrid-Power soll ebenso unterstützt werden wie Hybrid-SLI. Läuft alles nach Plan, hat Nvidia konsequent die Schwächen des G80 ausgebügelt. PCGH macht anhand eines 9800-GTX-Musters von Point of View den Test, ob alles sich so genau ausgeht, wie von den Kaliforniern geplant.
Dabei kommen auch die OC-Fähigkeit der Karte sowie die Skalierung im Zweier- (SLI) und Dreier-Verbund (3-Way-SLI) nicht zu kurz, die von PCGH-Extreme-Mann Oliver Pusse getestet wurden.



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Die Geforce 9800 GTX im PC Games Hardware Technik-Check

Die Geforce 9800 GTX basiert auf dem G92-Chip. Dieser verfügt über 754 Millionen Transistoren und wird mit bewährten 65 Nanometern Strukturbreite von TSMC gefertigt. Der G92-Chip unterstützt, wie alle G9x-GPUs, bereits PCI-Express 2.0, erfüllt aber nicht die Spezifikationen für Direct X 10.1 - viele AMD-GPUs tun das bereits seit November 2007.


Der auf der Geforce 9800 GTX eingesetzte G92-Chip läuft im Kern mit 675 MHz und taktet seine 128 Shader-ALUs mit 1.674 MHz. Insgesamt können pro Takt 64 Texturen addressiert und auch bilinear gefiltert werden, zweimal 16 ROP-Einheiten (je 4 Quad-ROPs) sorgen für Anti-Aliasing, Blend-Operationen und Framebuffer-Writes. Werksvorgabe ist die Ausstattung mit 512 MiByte Videospeicher. Dieser arbeitet nach der GDDR3-Spezifikation und ist dank 0,83ns schneller Samsung-Module mit 1.100 MHz getaktet - diese RAM-Module gibt es nur mit 512 MBit Kapazität, sodass 1-GiByte-Versionen nicht auf dem Referenz-Layout basieren können und demzufolge noch längere Zeit auf sich warten lassen dürften. Die Taktraten der 9800 GTX liegen nur leicht über denen einer 8800 GTS auf G92-Basis (650/1.625/970 MHz). Die 9800 GTX-Karte verfügt über einen Dual-Slot-Kühler mit 72-Millimeter-Lüfter, wie er auch schon auf der 8800 GTS/512 eingesetzt wurde.


Hier die technischen Spezifikationen in Rohform:





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Kühlung und Leistungsaufnahme

Ein Radiallüfter sorgt für ausreichenden Luftzug und erzeugt eine Lautheit von 0,6 Sone im 2D-Betrieb und unter Last von bis zu 2,9 Sone. Die resultierende Chiptemperatur liegt bei unserem Testmuster (vor der Demontage!) bei gemäßigten 76 Grad Celsius unter Last und 52 Grad Celsius im Leerlauf. Um die Karte aufzuheizen benutzen wir neben dem 3DMark06 auch den Fur-Rendering-Test von Ozone3D.net. Die 9800 GTX schaltet sich bei einer Temperatur von 105 Grad Celsius in den Notfallmodus, um keine Schäden davonzutragen.

Nvidia gibt für die Geforce 9800 GTX eine maximale "Board-Power" von 156 (in anderen Dokumenten auch 160) Watt an. Da der PCI-Express-Anschluss nicht genug Strom liefern kann, verfügt die Karte zusätzlich über zwei sechspolige Stromanschlüsse. Separate 2D-Taktraten gibt es bei der 9800 GTX leider nicht, sodass sich der wichtige Idle-Verbrauch der Karte (inklusive Restsystem) bei knapp über 200 Watt und dem Verbrauch der HD3870 X2 einpendelt. Im Lastverbrauch zeigt unser Strommessgerät bis zu 345 Watt an.


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Testsystem und Konfiguration
Als Testsystem nutzen wir aktuelle Komponenten, um die 9800 GX2 sowie die anderen Grafikkarten nicht unnötig auszubremsen. Das Testsystem ist wie folgt bestückt:

CPU: Intel Core 2 Extreme QX6850 @ 3.200 MHz (400x8)
Board: EVGA Nforce 790i SLI Ultra (Nvidia 790i SLI Ultra-Chipsatz)
RAM: 2x 1.024 MiByte DDR3-1600, 7-7-7-20 (Crucial)
OS: Vista 32 Bit
PSU: Enermax 575 Watt

Treiber:
• Forceware 174.53 (HQ) alle Geforce-Karten
• Forceware 174.74 (HQ) alle Geforce-Karten (SLI- und OC-Tests)
• Catalyst 8.3 alle Radeon-Karten

VGA:
Geforce 9800 GTX, 512 MiB GDDR3, 675/1.674/1.100 MHz
• Geforce 9800 GX2, 2x512 MiB GDDR3, 602/1.512/1.000 MHz
• Geforce 9600 GT, 512 MiB GDDR3, 650/1.625/900 MHz
• Geforce 8800 Ultra, 768 MiB GDDR3, 612/1.512/1.080 MHz
• Geforce 8800 GTX, 768 MiB GDDR3, 575/1.350/900 MHz
• Geforce 8800 GTS, 512 MiB GDDR3, 650/1.625/972 MHz
• Geforce 8800 GT, 512 MiB GDDR3, 602/1.512/900 MHz

• HD 3870 X2, 2x512 MiB GDDR3, 825/901 MHz
• HD 3870, 512 MiB GDDR4, 775/1.125 MHz

Wie immer nutzen wir die High-Quality-Settings im Nvidia-Treiber für alle Geforce-Karten. Bei AMDs Radeon-Modellen belassen wir die Einstellung für Catalyst-A.I. auf Standard, da ansonsten die Bugfixes und anwendungsspezifischen Optimierungen nicht mehr wirksam wären. In den Anti-Aliasing-Einstellungen nutzen wir beim 8x-Setting nur das echte 8x-Multisampling, welches im Nvidia-Treiber mit 8xQ-FSAA bezeichnet wird.




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Benchmarkanalyse Geforce 9800 GTX im 3D Mark 06
Dem Wunsch vieler Leser entsprechend, haben wir nun auch den 3DMark06 mit in unser Testfeld aufgenommen. Dem hohen Einfluss der CPU-Punktzahl auf das Gesamtergebnis geschuldet, haben wir nicht nur einen Standard-Durchlauf sondern auch "runs" mit 4x FSAA, 8x FSAA und 16x AF (beides in den 3D-Mark-Optionen aktiviert) gemacht sowie je einen Lauf mit genannten Settings in den Auflösungen 1.680x1.50 und 1.920x1.200 Pixeln.












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Benchmarkanalyse Geforce 9800 GTX in Crysis
Die Crysis-Vollversion darf für leistungsstarke DX10-Karten natürlich nicht fehlen. Wir haben uns für einen detaillierten Vergleich der Leistung in den einzelnen Settings in Direct X 10. Im Gegensatz zu früheren Tests finden die PCGH-Benchmarks nun im sehr anspruchsvollen Level Paradise Lost statt (map ice). Diese fordert mittels des Snow-Shaders allen Grafikkarten das Äußerste ab. Für optimale Ergebnisse haben wir den Dschungel-Shooter auf Version 1.2 gepatcht.












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Benchmarkanalyse Geforce 9800 GTX in Call of Duty 4: Modern Warfare
Neu in unserem Benchmarkparcours ist der beliebte Shooter Call of Duty 4 Modern Warfare. Dieser konnte bereits auf der diesjährigen E3-Messe den "Best Graphics"-Award absahnen und damit sogar Crysis hinter sich lassen. Auch in Punkto Verkäufen läuft es für Call of Duty 4 besser und das, obwohl die Grafikpracht nur mithilfe von DX9-Effekten erreicht wird.

Wir testen die Anfangssequenz der Mission "Im Sumpf" aus dem ersten Akt des Spiels. Inmitten vieler Kameraden spurten wir auf ein versperrtes Straßenende zu und werden dabei vom Feind unter heftiges Feuer genommen. Die entstehenden Effekte stressen vorwiegend die Grafikkarte.








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Benchmarkanalyse Geforce 9800 GTX in Unreal Tournament 3
Wie in der Demo, messen wir auch in der Vollversion von Unreal Tournament 3 mangels Speicherpunkten und reproduzierbarer Botmatches eine 60-sekündige Flyby-Sequenz auf dem Level CTF Suspense. In dieser anspruchsvollen Map werden die niedrigsten Fps-Raten innerhalb der von uns gemessenen UT3-Maps erreicht. Über die Ini-Datei erzwingen wir 16x anisotrope Filterung, Kantenglättung konnten wir mit einem speziellen Beta-Treiber bei den Radeon-Karten nun erstmalig aktivieren.










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Benchmarkanalyse Geforce 9800 GTX in World in Conflict
Für unseren World-in-Conflict-Benchmark verwenden wir die integrierte Benchmark-Funktion des Spiels. Diese zeigt eine extrem fordernde Sequenz mit schnellen Kameraschwenks, einer Vielzahl von Einheiten und heißer Schlachtfeld-Action. Auch diese Sequenz dürfte eher zu den anspruchsvolleren Szenen im Spiel zählen, sodass die Werte hier repräsentativ ausfallen. Wir aktivieren die maximalen in-Game-Details mit folgenden Ausnahmen: Transparenz-Kantenglättung und Wolkenschatten. Leider sind die Ergebnisse des Benchmarks oft nicht zu 100 Prozent reproduzierbar. Zudem scheint der Prozessor zu limitieren, was erklären dürfte, warum sich die Werte auch in höheren Auflösungen kaum ändern.







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Geforce 9800 GTX Overclocking

Zum Übertakten der Geforce 9800 GTX eignet sich Rivatuner in der Version 2.08. Wir loten die maximalen Taktraten mit dem 3DMark03 aus, weil der synthetische Benchmark von Futuremark sehr sensibel auf zu hohe Taktraten reagiert. Umso erstaunlicher sind die erreichten Taktraten: Wir konnten den Takt für GPU, Shader und Speicher von 675/1.674/1.100 auf 825/1.950/1.250 MHz anheben. In der Standardauflösung limitiert der QX6850 mit seinen 3,2 GHz, weshalb die Punktzahlen der übertakteten Karte nur geringfügig höher ausfallen.


3-Wege-SLI mit Geforce 9800 GTX

3-Wege-SLI funktioniert problemlos, allerdings ist eine Leistungssteigerung nur im 3DMark06 von Futuremark festzustellen. Spiele laufen mit drei Grafikkarten bis auf wenige Ausnahmen langsamer als mit normalem SLI. Weitere Spielebenchmarks mit SLI und Triple-SLI liefern wir nach.



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Fazit: Geforce 9800 GTX

Die Geforce 9800 GTX ist in manchen Benchmarks schneller als die 8800 Ultra - eine respektable Leistung, bedenkt man den Verkaufspreis von rund 260 Euro. Probleme gibt es nur, wenn der 512 MiByte kleine Videospeicher nicht mehr ausreicht - was für eine High-End-Karte - je nach Spiel - bereits in Auflösungen von 1.680x1.050 mit entsprechenden Multisampling-Settings von 8x (8xQ im Nvidia-Jargon) erreicht ist. Zu früh, wie wir meinen.

So gelingt es Geforce 8800 GTX und Ultra ein ums andere Mal, ihre überlegene Bandbreite und Speicherausstattung ins Spiel zu bringen. Als Upgrade taugt die Geforce 9800 GTX daher allerhöchstens für Besitzer von Grafikkarten der Leistungsklasse 8800 GTS (G80) - hier ist oft ein deutlicher Fps-Zuwachs zu spüren - oder Zockern, die ein 3-Way-SLI-System aufbauen wollen. Kritikpunkt ist neben der seit nunmehr 16 Monaten nur wenig gesteigerten Spieleleistung noch der hohe Idle-Stromverbrauch, welcher allerdings durch Hybrid-Power mit passendem Chipsatz der Vergangenheit angehören soll.

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Bildergalerie zum Artikel
 
 
Alle Artikel zu Grafikkarten von Nvidia und AMD/Ati finden Sie auf der Grafik-Themenseite. Eine aktuelle Grafikkarten-Kaufberatung finden Sie im Artikel Ati- und Nvidia-Grafikkarten: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps. Mehr zum Geforce-Entwickler Nvidia und Radeon-Entwickler AMD erfahren Sie in unseren Themen-Specials.
 
 
 
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