Was passierte heute im Jahre ...?

Power für Apple, Xbox für Deutschland (PCGH-Retro, 14. März)

Apple setzt auf Power-Prozessoren, Microsoft bringt die Xbox nach Deutschland und Bell stellt den TRADIC vor - all das geschah am 14. März. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers. (Henner Schröder, 14.03.2011)
 
PCGH-Retro, 14. März
 
PCGH-Retro, 14. März [Quelle: siehe Bildergalerie]
…1955: Die Bell Labore verkünden stolz die Fertigstellung des bereits im Vorjahr entwickelten TRADIC, welcher als erster rein auf Transistoren basierender Computer gilt. TRADIC steht für TRAnsistor DIgital Computer oder TRansistorized Airborne DIgital Computer - war er doch im Gegensatz zu den auf Vakuumröhren basierenden Vorgängern klein und leicht genug, um an Bord eines Boeing B-52 Bombers installiert zu werden. Kein Wunder, hatte doch die U.S. Airforce den "Mini-PC" in Auftrag gegeben.

…1994: Von Anfang an und damit seit zehn Jahren verwendet Apple für die Macintosh-Computer Prozessoren von Motorola - anfangs den berühmten 68000, der auch im Commodore Amiga und im Atari ST zum Einsatz kommt, später den 68040. Doch damit ist am 14. März 1994 Schluss: An diesem Tag steigt Apple auf die Power-PC-Architektur um, die gemeinsam mit IBM und Motorola entwickelt wurde. Der erste "neue" Mac ist der Power Macintosh 6100 mit anfangs 60 MHz. Die frische Hardware macht auch neue Software nötig, das Betriebssystem muss ebenso wie die Anwendungen umgeschrieben werden - ein Aufwand, den Apple den Entwicklern Jahre später noch einmal abverlangen wird: bei der Umstellung von Power-PC- zu Intel-x86-Prozessoren.

…2002: In Japan und natürlich in den USA ist Microsofts erste Spielekonsole namens Xbox schon lange auf dem Markt - doch erst am 14. März kommt das Gerät nach Europa und damit nach Deutschland, wo es ab 479 Euro zu haben ist. Sie verwendet sehr PC-nahe Hardware, konkurriert aber weniger mit dem PC als mit Sonys Playstation 2.
(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 

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Aktuelle Kommentare
GR-Thunderstorm
BIOS-Overclocker
19.03.2010 02:49
AW: Power für Apple, Xbox für Deutschland (PCGH-Retro, 14. März)

Quote: (Zitat von ruyven_macaran)
Ja, meine ich.
Denn 4Bit wird im Heimanwenderbereich heute ähnlich "gut" für Software genutzt, wie DX11. Hat irgend jemand Anno 2003 DX11 eingeführt, um das zu erreichen? Nö.

Natürlich ist es so, dass die Softwareentwickler auf die Hardwareentwicklung reagieren und deswegen die Hardware zuerst da sein muss. Zusätzlich muss aber auch ein Bedarf bzw. ein echter Vorteil bestehen. Dieser Bedarf war in Bezug auf 64Bit schlichtweg nicht gegeben. Zum Vergleich: Dualthreading taugliche CPUs gab es ebenfalls seit (Frühjahr)2003, Anfang 2004 waren Treiber und viele Anwendungen optimiert, 2005 zogen Spiele einen messbaren Nutzen daraus, 2006 waren CPUs, die nur einen Thread bearbeiten konnten, afaik nur noch bei AMD verfügbar und auch da nur im unteren Preissegment. Der letzte 32Bit-only-Kern wurde dagegen vor weniger als 2 Jahren vorgestellt worden und dürfte einer der meist verkauften seitdem sein.

Für Bild- und Videobearbeitung bietet 64Bit heute -fast 6 Jahre, nachdem Entwickler die ersten Systeme im Laden kaufen konnten und über ein Jahrzehnt, nach der ersten Präsentation von K8- einen angemessen Vorteil, nicht zuletzt aus Gründen der Speicherverwaltung. Aber es dürfte wohl kaum ein Pentium 4 oder auch nur Pentium D System geben, dass jemals 8 GB RAM zu Gesicht bekommen hat. Die meisten So754 dürften sich nicht einmal soweit aufrüsten lassen. Spiele mit 64Bit-Unterstützung kann man bis heute an einer Hand abzählen und ich würde mich nicht wundern, wenn 90% der 2003 an Heimanwender verkauften 64-Bit-CPUs nicht ein einziges mal eine 64Bit-Anwendung gesehen haben.

Ohne den Technologietransfer aus dem Workstation-/Serverbereich hätte es vor 2005, eher 2006 sicherlich keine 64Bit-Desktop-CPUs gegeben (zu dem wäre es bei Intel vermutlich nie gekommen, die wollten IA64 etablieren) und ich bin mir ziemlich sicher, dass 99,9% der Anwender sie bis 2008 auch nicht vermisst hätten.


Ich denke, x64 wurde hauptsächlich für Profianwender und Server entwickelt, welche nativ mehr als 2GiB RAM für Anwendungen zur Verfügung haben wollten. Da AMD den K8 sowohl für Heimanwender (Athlon64) als auch für Server (Opteron64) konzipiert hat, hat man halt gleich den 64bit Support übernommen. Hätte Intel einen auf Itanium basierten CPU für Desktops gebracht, hätte dieser mit hoher wahrscheinlichkeit ebenso IA64 unterstützt. Denn wenn es eh schonmal in der Architektur steckt, braucht man es ja nicht noch extra wegzurationalisieren, oder? Der Bedarf bestand also durchaus, irgendwo.

ruyven_macaran
Moderator
18.03.2010 17:49
AW: Power für Apple, Xbox für Deutschland (PCGH-Retro, 14. März)

Ja, meine ich.
Denn 4Bit wird im Heimanwenderbereich heute ähnlich "gut" für Software genutzt, wie DX11. Hat irgend jemand Anno 2003 DX11 eingeführt, um das zu erreichen? Nö.

Natürlich ist es so, dass die Softwareentwickler auf die Hardwareentwicklung reagieren und deswegen die Hardware zuerst da sein muss. Zusätzlich muss aber auch ein Bedarf bzw. ein echter Vorteil bestehen. Dieser Bedarf war in Bezug auf 64Bit schlichtweg nicht gegeben. Zum Vergleich: Dualthreading taugliche CPUs gab es ebenfalls seit (Frühjahr)2003, Anfang 2004 waren Treiber und viele Anwendungen optimiert, 2005 zogen Spiele einen messbaren Nutzen daraus, 2006 waren CPUs, die nur einen Thread bearbeiten konnten, afaik nur noch bei AMD verfügbar und auch da nur im unteren Preissegment. Der letzte 32Bit-only-Kern wurde dagegen vor weniger als 2 Jahren vorgestellt worden und dürfte einer der meist verkauften seitdem sein.

Für Bild- und Videobearbeitung bietet 64Bit heute -fast 6 Jahre, nachdem Entwickler die ersten Systeme im Laden kaufen konnten und über ein Jahrzehnt, nach der ersten Präsentation von K8- einen angemessen Vorteil, nicht zuletzt aus Gründen der Speicherverwaltung. Aber es dürfte wohl kaum ein Pentium 4 oder auch nur Pentium D System geben, dass jemals 8 GB RAM zu Gesicht bekommen hat. Die meisten So754 dürften sich nicht einmal soweit aufrüsten lassen. Spiele mit 64Bit-Unterstützung kann man bis heute an einer Hand abzählen und ich würde mich nicht wundern, wenn 90% der 2003 an Heimanwender verkauften 64-Bit-CPUs nicht ein einziges mal eine 64Bit-Anwendung gesehen haben.

Ohne den Technologietransfer aus dem Workstation-/Serverbereich hätte es vor 2005, eher 2006 sicherlich keine 64Bit-Desktop-CPUs gegeben (zu dem wäre es bei Intel vermutlich nie gekommen, die wollten IA64 etablieren) und ich bin mir ziemlich sicher, dass 99,9% der Anwender sie bis 2008 auch nicht vermisst hätten.

GR-Thunderstorm
BIOS-Overclocker
17.03.2010 22:29
AW: Power für Apple, Xbox für Deutschland (PCGH-Retro, 14. März)

Quote: (Zitat von ruyven_macaran)
Sagt ja auch keiner. Intel hat ~offiziell an einer eigenen 64-Bit Erweiterung für x86 gearbeitet (Wie erwähnt: Codename Yamhill) und das mindestens seit der Einführung des Pentium4s. Sie waren nur Ende 2003 (wie auch damals so bekanntgegeben) der Meinung, dass sowas im Desktopmarkt bis auf weiteres Sinn macht (Wenn ich mir die heutige Softwarelandschaft so angucke: Stimmt) und haben sich deswegen Zeit gelassen.


Du meinst, CPU-Hersteller hätten kein 64bit integrieren müssen, weil es auch Jahre später (heute) kaum 64bit-Software gibt? Angenommen sie hätten es nicht eingeführt, auf welcher Grundlage hätte man denn dann die heute bestehenden 64bit-Progs schreiben sollen? Das ist ja quasi so wie als wenn heute ein Hersteller DX12 Games rausbringen würde, in der Hoffnung, dass sie eines Tages auch wirklich auf DX12-GPUs laufen.

 
 
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