HD2900 XT: 1024-MiB-Version im PCGH-Test
Quelle: PC Games Hardware
Auch optisch ein imposantes Stück Hardware stellt die HD2900 XT dar
Neben der bereits ausführlich getesteten HD2900 XT haben einige Partner von AMD auch noch eine Version mit 1.024 MiB GDDR4-Speicher im Angebot. Ein solches Modell haben wir uns ins Testlabor geholt und auf Herz und Nieren geprüft.
Spezialversion: 1.024 MiB GDDR4
Trotz der Ankündigung Sapphires, die 1.024-MiB-Version der HD2900 XT lediglich an OEMs ausliefern zu wollen, bekommen Sie die Karte auch in diversen Online-Shops wie zum Beispiel www.mad-moxx.de. Für rund 450 Euro ist die optisch identische Karte nicht mehr ganz so ein Schnäppchen, wie es der mehr als 100 Euro niedrigere Preis der 512-MiB-Variante verheißt. Doch was bringt der große Videospeicher mit seinem höheren Takt? PCGH macht den Test.
Ausstattung:
Quelle: PC Games Hardware
1.024 MiB GDDR4-RAM von Samsung trägt diese HD2900 XT von Sapphire
In Sachen Kabelage ist die Karte komplette ausgestattet: YUV, TV-Out, Composite und S-Video-Peitsche, zwei DVI-VGA- und ein HDMI-Adapter sind vorhanden. Ebenso zwei Adapter für Vierpol-Anschlüsse auf PCI-Express-Stromversorgung. Diese speisen sich allerdings jeweils nur aus einem Vierpol-Anschluss und strapazieren so arg die ATX-Spezifikation. Software liegt bis auf die Treiber-CD keine im braunen OEM-Karton, jedoch der Gutschein für Valves Blackbox mit Portal, Team Fortress 2 und Half-Life 2: Episode Two.
Fps-Leistung im Vergleich:
In unseren Benchmarks kann die HD2900 XT sich trotz 21 Prozent höheren Speichertaktes nur in unmenschlichen Auflösungen von 2.560x1.600 mit mindestens 4x FSAA von der 512-MiB-Version mit GDDR3-RAM absetzen. Besonders in den Minimum-Fps unserer beiden Benchmark-Spiele Call of Duty 2 und Oblivion (inkl. HDR-Rendering) sind Unterschiede zu sehen.
Leistung und Lautstärke:
Quelle: (Bild: PCGH)
Call of Duty 2, 1.280x1.024, Durchschnittliche Fps (Bild: PCGH)
Die Karte genehmigt sich dabei jedoch offenbar nicht allzuviel zusätzliche elektrische Leistung: Die Verbrauchswerte liegen zum Teil sogar knapp unter denen der Normalversion - die niedrigere Versorgungsspannung der GDDR4-Chips könnte ihren Teil dazu beitragen. Sparsam sind beide Karten jedoch bei weitem nicht. Darum muss der Lüfter auch Schwerstarbeit verrichten und wird dabei bis zu 3,8 Sone laut - 0,4 Sone mehr als bei Sapphires 512-MiB-Karte.
Fazit:
Für rund 100 Euro zusätzlich bekommen nur Extrem-Anwender aktuell einen nennenswerten Mehrwert. Alle anderen erhalten nur ein seltenes Prestigeobjekt. Ob der zusätzliche Grafikspeicher in künftigen Spielen Vorteile bringen wird, lässt sich nur schwer abschätzen. Jedoch konnten wir aktuelle Anwendungen kaum über 512 MiB VRAM-Auslastung bringen, ohne Textur-Mods oder ähnliches zu verwenden. Dies wird sich jedoch in der Zukunft ändern.
Im Vergleich muss sich die Karte einer Geforce 8800 GTX stellen und zieht hier klar den Kürzeren. Leistungsaufnahme, Lautstärke und konstantere FPS-Leistung sind die Vorteile der Geforce.