Supercomputing mit GPUs
Quelle: gpu-tech.com http://www.gpucomputing.eu/download/en_presskit.pdf
Weiter wachsende Rechenleistung der GPUs gegenüber klassischen skalaren CPUs.
(Bild:GPU-Tech)
Eine französische Softwarefirma hat eine API entworfen, die es erlaubt die Grafikkarten von Ati und Nvidia für Super-Computing-Anwendungen zu verwenden. Damit reiht sich die französische Firma in ein Feld ein, welches bereits die von Google aufgekaufte Firma Peakstream bedient.
GPU-Tech spricht von ihrer "Ecolib" API, die herstellerübergreifend die GPUs nutzen kann. Die Entwickler können bisherigen Programmcode in C++, oder Java auf den GPUs nutzen, ohne sich mit der Maschinensprache der GPUs zu beschäftigen. Die Parallelisierung erledigt die Ecolib API.
Die API nutzt Pixel Shader ab Version 2.x bis 4.0. mit den Betriebssystemen Windows 2000, XP oder Vista unter Direct X 9.0c. Unklar bleibt, ob die Lösung besser ist als die Firmenlösungen von Ati (CTM: close to the metal) und Nvidia (CUDA:.Compute Unified Device Architecture).
Bezogen auf einem Athlon 64 3800+ sprechen die französischen Entwickler von einer Beschleunigung um den Faktor 20 bei Monte Carlo-Algorithmen. Je nach Anwendung kann die GPU-Lösung bei speziellen Algorithmen sogar noch weiter vorn liegen.
Derartige GPU-Lösungen konkurrieren mit Rechenclustern herkömmlicher Art, mit Superrechnern bestehend aus Vektorprozessoren (NEC SX-Reihe, IBMs Cell), sowie Rechnern mit speziellen Steckkarten auf Basis von FPGAs (Field-Programmable Gate Array) und speziell entwickelten Beschleuniger-Karten (Clearspeed). Der Vorteil der GPUs liegt derzeit in der breiten Verfügbarkeit, weniger im Strombedarf. Die dahinter liegenden Softwareentwicklungsumgebungen sind in diesem Supercomputing-Bereich mindestens so wichtig, wie die rohe theoretische Rechenleistung. GPU-Tech liegt mit ihrer Schnittstellenlösung unter Windows im Trend der Zeit, verstärkt auf GPUs und noch kommende neue Multicore-Prozessoren (AMDs Fusion, Intels Larrabee) zu setzen.