Xeon E3-1230 v5 im PCGH-Testlabor: Läuft nicht auf Consumer-Mainboards (Update)
Intel hat die ersten Skylake-Xeon-Prozessoren veröffentlicht. Darunter befindet sich der Xeon E3-1230 v5 als Nachfolger des beliebten v3-Modells (noch auf Basis von Haswell). PC Games Hardware hat ein entsprechendes Testmuster erhalten. Das lässt sich allerdings nicht mehr auf Boards mit Consumer-PCH betreiben.
Update: Seit Donnerstag liegt uns nun auch eine Stellungnahme von Intel vor. Im Wortlaut sagt Intel Folgendes: "Wir validieren und supporten Intel Xeon E3 Prozessoren nicht für Consumer-Chipsätze und haben das auch in der Vergangenheit nicht getan. An unserer Strategie hierzu hat sich also nichts geändert."
Diese Aussage steht allerdings im gewissen Widerspruch zu den Kompatibilitätslisten von Intels eigenen Mainboards. Bei den Desktop-Mainboards von Intel werden die entsprechenden Xeon-Modelle nach Stichproben nämlich seit dem Z68-PCH gelistet.
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Gestern Abend hat Intel offiziell seine Prozessoren der Familie Xeon E3 v5 veröffentlicht. Wie schon bei den bisherigen Skylake-Launches ist der Rahmen allerdings wenig feierlich: Offizielle Details gibt es fast keine, einen Eintrag in der Ark-Übersicht ebenso nicht – dort findet man die Neulinge nur über die Suchfunktion. Die Preisliste wird üblicherweise mit dem Monatswechsel aktualisiert. Ein Testmuster des Xeon E3-1230 v5 kam heute Morgen in unserer Redaktion an.
Wir erinnern uns: Der Xeon E3-1230 v1, v2, v3 und später die höhergetaktete Version in Form des E3-1231 v3 stellten eine attraktive Alternative zum Core i7-4770 beziehungsweise i7-4790 und deren jeweiligen Vorgängern dar. Wer bereit war, u. a. 200 MHz Takt zu opfern (Basis und Turbo), konnte deutlich über 50, teilweise 80 und mehr Euro sparen, sodass der Einsteiger-Xeon als Preis-Leistungs-Tipp galt. Wer nun Hoffnung in den Skylake-Nachfolger, den E3-1230 v5, gesteckt hat, muss aber erst einmal enttäuscht werden. Wie wir bereits im Broadwell-Test in PCGH 08/2015 orakelten, hat Intel den ehemaligen CPU-Geheimtipp wohl ge-ext.
Wir haben unser Testmuster mit den Mainboards Asus Maximus VIII Hero, MSI Z170A Gaming M7, Biostar Gaming Z170T und Supermicro C7Z170-SQ ausprobiert (sowohl vor als auch nach dem Aufspielen eines aktuellen UEFI mithilfe einer anderen Skylake-CPU). Bei allen leuchten für Sekundenbruchteile die LEDs auf und die Lüfter drehen an, dann geht der PC wieder aus.
Der Verdacht liegt nahe, dass Intel die Benutzung eines Xeons mit Desktop-Platinen mithilfe der Management-Engine verhindert, welche bereits vor dem UEFI geladen wird - ein offizielles Statement hierzu gab es weder von Seiten der Mainboard-Hersteller noch von Xeon-Hersteller Intel. Hinter vorgehaltener Hand ließen sich von verschiedenen Seiten aber doch Bestätigungen für diese Vermutung einholen.
Offiziell sollte auch schon der Xeon E3-1230/-1231 v3 nur mit Server-Mainboards laufen, inoffiziell nahm ihn aber spätestens mit einem BIOS-Update quasi jedes Mainboard mit einem 8er- oder 9er-PCH auf. Um die CPU doch noch testen zu können, haben wir bei Supermicro ein Mainboard mit C232- respektive C236-PCH angefragt, sprich ein Server-Mainboard. Sollte der Prozessor nur damit wie gewohnt laufen, wäre er aber wohl kaum noch ein Geheimtipp.
Dabei hat die CPU zumindest in der Theorie das Potenzial zum Preis-Leistungs-Tipp: Die vier Kerne takten in der Basis mit 3,4 GHz, also genauso viel wie beim Core i7-6700. Einzig der Turbo fällt mit 3,8 GHz 200 MHz langsamer aus, die integrierte GPU wird typischerweise deaktiviert. Die Feature-Liste, 8 MiByte L3-Cache und Hyperthreading bleiben hingegen erhalten. Dafür kostet der Spaß offiziell 250 (Tray) beziehungsweise 261 US-Dollar (Boxed) statt 303 USD wie beim i7-6700.
Naja, Intel hat die UVP seit ivy eigentlich kaum angerührt. Bedanken für die jetzigen Preise, muss man sich bei den damaligen Käufern und den Händlern. Na und selbstverständlich bei der EZB.
Moin,
das was Intel macht ist zwar ein schei*en auf die Kundenfreundlichkeit, aber die Taktik geht voll auf. Bestimmt erhöht Intel die Preise auch aus dem Grund, dass man schon Zen im Rückspiegel gesehen hat. Daher lieber jetzt noch mal von den Kunden ordentlich Geld für die Prozessoren eintreiben, bevor alle nächstes Jahr zu AMD wechseln (Wenn Zen das erfüllt, was versprochen wird). Und was soll man anderes machen? In vielen Bereichen sind AMDs derzeitige Prozessoren keine Option mehr, also warum nicht noch mal ordentlich Geld von den Kunden einsacken, die dieses Jahr einen PC haben wollen und nicht bis Zen warten können?!
Die Aktion ist total schei*e, aber die Taktik ist gut, da es für Kunden keine andere Wahl gibt. Jetzt wird nochmal Speck angefressen bis der "Zenwinter" kommt.
Lieben Gruß
Habt ihr mal versucht den Microcode der CPU in UEFI einzufplegen?
Ist mit dem MM Tool machbar, habe auch so Bratwell auf H81 zum laufen bekommen
ich hoffe eher auf einen 8 kerner, ht egal, für so max 350€
du wirfst den preis hinein, wo du absichtlich einen teureren intel als gegenstück heranziehst, zeig doch einen link wo hier intel schlechter ist mit office benches, ich warte ... auf nichts
manoman, du bist ein unikat im schlechten sinne, dich darf man als fan bezeichnen