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  • XCOM 2 im Technik-Test mit Benchmarks: Ein Quantensprung mit einem kleinen Haken

    Der Release des PC-Exklusiv-Strategiespiels XCOM 2 ist am 5.2., PC Games Hardware konnte schon vorab das neue Werk von Firaxis spielen und erste Eindrücke von der Technik gewinnen. Wozu ist die überarbeitete Unreal Engine 3.5 in der Lage?

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    Schon bei der Ankündigung von XCOM 2 im Juni 2015 gab es gute Nachrichten für alle PC-Fans der Strategiereihe. Im Gegensatz zu XCOM: Enemy Unknown (XCOM: EU) und XCOM: Enemy Within (XCOM: EW) sollte XCOM 2 vorerst nur für PC erscheinen, außerdem stellte man ein für PC-Spieler verbessertes Interface, die Unterstützung echter Mods (durch die Veröffentlichung eines UDK und den Editor der Entwickler) sowie deutliche Verbesserungen bei der Grafik und Physik gegenüber den Vorgängern in Aussicht. Nachdem man den ursprünglichen Release-Termin im November 2015 nicht halten konnte, steht XCOM 2 nun für den 5. Februar an. Hier unsere Eindrücke der Testversion von XCOM 2 mit Fokus auf die Technik. Wenn Sie Wert auf spielerische Eindrücke von XCOM 2 legen, empfehlen wir den Test der Kollegen von PC Games.

    XCOM 2: PC-Verbesserungen

          

    Die PC-Exklusivität hat die Entwickler von Firaxis quasi von der Leine genommen. "Der Fokus auf den PC war der einzige Weg, XCOM 2 zu dem zu machen, was sich das Team nach der Fertigstellung von Enemy Unknown vorgestellt hat", erklärte Creative Director Jake Solomon bei der Ankündigung von XCOM 2. Vor allem die Kompromisse bei der Steuerung, um die Konsolen-Kompatibilität von XCOM: EU und XCOM: EW zu ermöglichen, fielen damals negativ auf. Das war aber Jammern auf hohem Niveau, denn die beiden ersten XCOM-Spiele von Firaxis bekamen trotzdem durchweg gute Noten von Presse und von Spielern. Das ist aber natürlich kein Grund, das Ganze nicht noch besser zu machen. So stehen bei der Grafik für XCOM 2 unter anderem hochauflösende Charaktere und Umgebungen, eine verbesserte Zerstörung, physikalisches Rendering und prozedural generierte Maps auf dem Programm. Dabei nutzt XCOM 2 nicht etwa die Unreal Engine 4, sondern die Unreal Engine 3.5, die teilweise "bis zur Unkenntlichkeit" verändert wurde.

    03:46
    XCOM 2: Zwölf Mini-Neuerungen im Video


    Bei den Mods bietet Firaxis dieses Mal nicht nur ein Unreal Development Kit für Modder sowie den Editor der Entwickler. Damit haben Spieler Zugriff auf alle Assets und Skripte, womit sich wesentlich tiefergehende Modifikationen erstellen lassen als bisher. XCOM 2 wird auch den Steam Workshop unterstützen. Firaxis arbeitete sogar schon im Vorfeld mit bekannten XCOM-Moddern zusammen. So haben die Entwickler der Total Conversion Long War schon vorab Zugriff auf das Spiel, was die Veröffentlichung mehrerer Mods direkt zum Start von XCOM 2 ermöglicht. Demzufolge bekommen XCOM-Fans mit der Maschinenpistole eine zusätzliche Waffe, dazu kommt ein komplett neues Set von Charakter-Perks für Truppführer. Mit dem Muton Centurion gibt es auch einen neuen Gegnertypen im Spiel.

    Setting per Mausklick auswählen
    XCOM 2 minimal Ingame-pcgh

    XCOM 2: Grafik

          

    Die verwendete Unreal Engine 3.5, die großzügig überarbeitet wurde, ermöglicht es, dass XCOM 2 erheblich besser aussieht als seine Vorgänger XCOM: EU oder XCOM: EW, die noch auf die Unreal Engine 3.0 setzen. Dabei liegen zwischen XCOM: EU (2012), XCOM: EW (2013) und XCOM 2 (2016) nur wenige Jahre, doch der Sprung bei Grafik und Physik darf getrost als Quantensprung bezeichnet werden. Der Fokus auf den PC darf hier als Türöffner für dieses hohe Niveau angesehen werden.

    01:59
    XCOM 2 Video: Mehr Zerstörung als im Vorgänger

    XCOM 2: Grafikoptionen

          

    Wie schon bei den Vorgängern bietet XCOM 2 ein Menü für "Video", wo Optionen wie Auflösung, V-Sync und Framerate-Glättung angeboten werden. Interessanter wird es unter "Grafik"; hier boten die Vorgänger sieben rudimentäre Schalter an (neben drei Presets noch Einzeloptionen für Schatten, Texturen, Anti-Aliasing usw.). XCOM 2 stellt hier gleich 15 Schalter zur Verfügung, die Grafik im Spiel lässt sich damit viel genauer einstellen. So gibt es nun für wenig Experimentierfreudige fünf Presets (Maximal, Hoch, Mittel, Niedrig, Minimal). Alternativ kann man die 14 Einzelschalter auch selbst einstellen, die Optionen für Anti-Aliasing oder dem anisotropen Texturfilter sind granularer justierbar als bei den Vorgängern. Man kann die direkten Auswirkungen jedes Schalters auf die Grafik nun schon im Menü selbst erkennen, wenn man die Auswahl bestätigt, da im Hintergrund Spielgrafik zu sehen ist - eine schöne Idee.

    Setting per Mausklick auswählen
    XCOM 2 Menu Niedrig-pcgh

    XCOM 2: Skalierung der Grafikqualität

          

    Grundsätzlich muss man zwischen der Grafik in Zwischensequenzen / der Actionkamera und der normalen ISO-Ansicht während Einsätzen unterscheiden. So wirken sich die Grafikoptionen bei erstgenannten Situationen deutlich stärker aus als in der üblichen Spielansicht von schräg oben. Die Presets bieten dabei schon eine gute Grundlage, um die Grafik an den PC weiter an die eigenen Wünsche anzupassen. Das Spiel kann auf Wunsch die passenden Einstellungen anhand der verbauten Hardware automatisch vornehmen. Bis auf wenige Ausnahmen bieten die Presets Maximal und Hoch keine große optischen Unterschiede. Der größte Unterschied ist hierbei das standardmäßig aktivierte 8x MSAA (Maximal) versus FXAA (Hoch). Aus Leistungssicht ist 8x MSAA aber auf keiner Karte wirklich zu empfehlen.


    Wie viele andere Spiele bietet auch XCOM 2 neben MSAA die Glättungstechnik FXAA an. Positiv bei FXAA ist, dass die Technik bei niedrigen Fps-Kosten auch das Flimmern bei teil-transparenten Objekten wie Bäumen wirkungsvoll unterdrückt. Dafür bekommt das gesamte Bild eine leichte Unschärfe verpasst, der man aber unter anderem mit einem geeigneten Sweet-FX-Profil entgegen steuern kann (Stichwort Nachschärfen, Lumasharpen).

    XCOM 2: Kein AA versus 8x MSAA

    before
    after


    Ab der Einstellung Mittel fallen Texturen, Beleuchtung und Schatten deutlich in der Qualität ab; gerade die flache Beleuchtung wirkt im Vergleich störend. Hier wird auch schon an Geometriedetails gespart. Bei Niedrig oder Minimal fehlen schon sehr viele Objekte wie Steine oder Blätter auf dem Boden und FXAA wird nicht mehr appliziert. Keine Kompromisse sollte man bei der Texturqualität eingehen, denn gerade hier punktet XCOM 2 gegenüber dem Vorgänger.

    Geschmackssache bleibt der Tiefenunschärfeeffekt, der recht früh angewandt wird und so Objekte in der Entfernung vor allem bei Zwischensequenzen sehr unscharf aussehen lässt. Schon bei The Witcher 3 war der Schalter mindestens umstritten. Notfalls lässt sich dieser auch ganz abschalten, bei Niedrig ist die Tiefenunschärfe bereits deaktiviert.

    XCOM 2: Vergleich zum Vorgänger

          

    Vergleicht man die jeweils maximale Bildqualität von XCOM: EW und XCOM 2, so ist der Vergleich "Unterschied wie Tag und Nacht" nicht übertrieben. Auch bei den Vorgängern legte Firaxis viel Wert auf die cineastische Inszenierung mit Zwischensequenzen, welche die Story vorantreiben. Allerdings Den Entwicklern gilt ein großes Lob für XCOM 2. waren gerade die hölzernen Animationen und ungelenken Figuren im Zusammenspiel mit der niedrigen Texturqualität kein schöner Anblick. Hier kommt einem XCOM 2 wie ein Quantensprung vor, der aber auch seinen Preis durch die Anforderungen an die Hardware hat. Trotzdem gilt den Entwicklern hier ein großes Lob dafür, wie sie die Story von XCOM 2 und die Actionkamera bei den Einsätzen in Szene setzen. Hier hat man wirklich das Gefühl, dass die Grafiker richtig gute Arbeit geleistet und kein Recycling von bestehenden Assets betrieben haben. Im Folgenden sehen Sie einige Beispiele, wo sich Vergleiche anbieten.

    XCOM 2: Performance

          

    XCOM 2 setzt bekanntlich auf eine deutlich hübschere Optik, doch das hat auch seinen Preis, wie wir bei unseren Tests feststellen mussten. Während XCOM: EU oder XCOM: EW fast noch auf Steinzeit-PCs gut lauffähig sind und auf aktuellen Grafikkarten viel Luft für Downsampling bieten, fordert XCOM 2 die Hardware, vor allem die Grafikkarte, ungleich mehr.

    XCOM 2: Systemanforderungen

          

    Wurden für die Vorgänger (Release 2012 bzw. 2013) noch ein Dualcore mit 2,4 GHz sowie eine Grafikkarte aus der Geforce-9000- bzw. Radeon-HD-3000-Reihe empfohlen, reicht diese Hardware für XCOM 2 nicht einmal mehr minimal aus. Als absolutes Minimum sehen die Entwickler bei Firaxis für XCOM 2 einen Core 2 Duo E4700 mit 2,6 GHz oder einen Phenom X4 9950 mit 2,6 GHz vor, beides Prozessoren von 2008. Etwas moderner fallen die Minimalanforderungen bei den Grafikkarten aus, wobei die Radeon HD 5770 aus dem Jahre 2009 oder die Geforce GTX 460 von 2010 wohl auch Niemanden vor Probleme stellen. Bei den Empfehlungen sieht es da schon anders aus, denn für ein Strategiespiel verlangt XCOM 2 durchaus nach potenter Hardware. So werden ein 3,0 GHz schneller Vierkerner, 8 GiB RAM, Windows 7 (64 Bit), 45 GByte Speicherplatz und eine Radeon HD 7970 oder Geforce GTX 770 mit 2 GiB VRAM fällig. Und nach unseren Erfahrungen untertreibt Firaxis gerade bei der Grafikkarte noch etwas, denn selbst für hohe Grafikeinstelungen in 1080p könnte es für die genannten Karten eng werden.

     XCOM 2XCOM: Enemy WithinXCOM: Enemy Unknown
    Minimum   
    BetriebssystemWindows 7 (64 Bit)Windows Vista Windows Vista
    ProzessorCore 2 Duo E4700 2,6 GHz / Phenom 9950 2,6 GHz2 GHz Dual Core 2 GHz Dual Core
    GrafikkarteRadeon HD 5770 / Geforce GTX 460 (1 GiB)Geforce 8600 GT / Radeon HD 2600 XTGeforce 8600 GT / Radeon HD 2600 XT
    Arbeitsspeicher4 GiB2 GiB2 GiB
    Speicherplatz45 Gigabyte20 GByte20 GByte
        
    Empfohlen   
    BetriebssystemWindows 7 (64 Bit)Windows 7 Windows 7
    ProzessorQuad Core mit 3,0 GHzQuad-Core mit 2,4 GHzCore 2 Duo 2,4 GHz / Athlon X2 2,7 GHz
    GrafikkarteRadeon HD 7970, Geforce GTX 770 (2 GiB)Geforce 9000 / Radeon HD 3000 mit 512 MiB RAMGeforce 9000 / Radeon HD 3000
    Arbeitsspeicher8 GiB4 GiB4 GiB
    Speicherplatz45 Gigabyte20 GByte20 GByte

    XCOM 2: Ladezeiten

          

    Gegenüber den Vorgängern lädt XCOM 2 erheblich langsamer - vermutlich ein Tribut an die hochauflösende Grafik. Während ein neuer Einsatz bei XCOM: EW zum Beispiel in unter zehn Sekunden lädt, was nicht weiter stört, dauert das bei XCOM 2 auch gerne einmal 35 bis 40 Sekunden. Auch Spielstände, die zur mobilen Basis führen, dauern immer noch etwas länger als bei den Vorgängern. Wir starteten XCOM 2 von einer Festplatte aus - ob der Einsatz einer SSD Vorteile beim Laden von Einsätzen bringt, konnten wir leider nicht ausprobieren.

    XCOM 2: Skalierung der Leistung

          

    Vorweg: Grundsätzlich sind die Fps in den Zwischensequenzen gar nicht mal so weit entfernt von denen bei Einsätzen. Trotzdem haben wir exemplarisch auf unserem Test-PC mit einem Core i7-970 (sechs Kerne, zwölf Threads, 3,2 GHz Gundtakt) und einer MSI Geforce GTX 970 Gaming 4G (GPU-Basistakt: 1.114MHz, nomineller Boost: 1.253MHz, Speicher: 3.500 MHz) beide Szenarien durchprobiert und währenddessen die Fps ermittelt. Dabei ist nach unseren Messungen klar: XCOM 2 schafft es in hohen Auflösungen und Grafikeinstellungen, die GTX 970 ins Schwitzen zu bringen. Wer mindestens 30 Fps haben will, darf nicht in 2.560 × 1.440 und Maximalgrafik spielen - hier ist man mit unspielbaren Fps unterwegs. Bei den Vorgängern war noch genug Spielraum, um bei einer GTX 970 mit Maximalgrafik problemlos Downsampling zu aktivieren.

    Am meisten Leistung frisst wenig überraschend das 8x Multisample-Anti-Aliasing des Maximal-Modus. Gegenüber FXAA halbiert die teure Kantenglättung fast die Fps, in 1440p fällt das Minus noch höher aus. Wer auf feinere Kanten verzichten kann und dafür die Landschaft etwas flimmerfreier genießen will, für den ist FXAA eine Alternative. Mit der Einstellung "Hoch" schaffen wir in 1080p auf der GTX 970 die magische Grenze von 60 Fps. Diese Zahl gibt es in 1440p nur bei der Qualität "Medium".

    Richtig viel Spaß macht XCOM 2 im Übrigen auch mit 30 Fps noch nicht. Wir empfehlen, durch entsprechendes Schalter-Tuning bei mindestens 45 Fps herauszukommen. Geeignete Kandidaten für mehr Fps sind neben der angesprochenen Kantenglättung auch Schalter wie "hochauflösende Transparenz", Volumenstreuung oder Screen Space Reflections. Auch die Einstellungen für "Hintergrundlicht" bringen teilweise viele Fps - aber die flache Beleuchtung könnte Sie stören.

    XCOM 2

    Benchmarks in 1080p und 1440p - bitte wählen Sie unter "Benchmarks" die Auflösung aus.

    • XCOM 2 Ingame
    • XCOM 2 Cinematic
    Info Icon
    Game/Version XCOM 2 Review Version, Steam
    Details Presets
    Software/Drivers Geforce 361.75 WHQL
    • Benchmarks (1 von 2)

    • Produkte ein-/ausblenden

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    Name
    1.920 x 1.080 (Average Fps)

    System

    Core i7-970, 12 GiB DDR3, MSI Geforce GTX 970

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Benchmark-Update: Geforce + Radeon

          

    Auf vielfachen Wunsch können wir nun weitere Werte nachliefern und damit nicht nur die Leistung der weit verbreiteten Geforce GTX 970 darstellen. Testweise haben wir noch eine GTX 960 sowie eine GTX 980 mit je 4 GiB Grafikspeicher im Test-PC verbaut. Außerdem haben wir eine Radeon R9 390 mit 8 GiB RAM getestet (Powercolor PCS+ mit 1 % GPU-OC, aktuelle Radeon Software Crimson 16.1.1 Hotfix), die bekanntlich im Schnitt ca. 3 Prozent schneller ist als die R9 290X (mit 4 GiB RAM) - die Ergebnisse lassen sich also durchaus auch auf diese Karte anwenden. Zur Einordnung: Eine R9 290 ohne X ist im Vergleich zur R9 390 im Schnitt 11 Prozent schneller.

    Vorneweg: Wenn man das Setting "Maximum" auswählt, das automatisch 8x MSAA zuschaltet, wird der Speicher der Grafikkarten recht voll geschrieben, was bei diesem Setting auch nicht weiter verwundert. Die Geforce-Grafikkarten landen dann bei einer VRAM-Auslastung nahe 100 Prozent, die R9 390 bei ca. 4,2 GiB (und hätte damit noch viel Reserven). Angesichts der Auswirkungen auf die Fps ist 8x MSAA nicht zu empfehlen. Bei der R9 390 haben wir den Effekt exemplarisch vermessen. In WHQD kommt die Radeon in "Hoch" noch auf 41 Fps, mit "Maximum" auf 18 Fps. Reduziert man unter "Maximum" die MSAA-Samples auf 4, schafft die R9 390 noch 29 Fps, mit 2x sind es 32 Fps. Von 2X auf 8X halbieren sich also fast die Fps, das steht beim optischen Gewinn in keinem Verhältnis zu den Fps-Verlust. Zusammengefasst: Mit 2x oder 4x MSAA fällt der Fps-Absturz also nicht so dramatisch aus. Das sollte aber jeder bedenken, der MSAA anstatt FXAA benutzen will.

    Der Fps-Verlust beim Wechsel von 1080p auf 1440p ist bis zum Setting "High" bei allen Grafikkarten plausibel. Der relativ gesehen geringste Verlust ist bei den Settings "Minimum" und "Low". Hier verliert auch eine GTX 960 nur maximal 25 Prozent an Leistung. Etwas stärker fällt der Unterschied ab "Medium" aus, hier setzt sich die GTX 980 auch relativ gesehen stärker ab. Interessant ist der Blick auf 1440p und "Maximum". Hier liefert nicht einmal die GTX 980 wirklich spielbare Fps-Raten, aber der relative Verlust zu 1080p liegt mit 38% noch im erklärbaren Bereich. Auch die GTX 960 verliert "nur" 44 Prozent. Die GTX 970 hingegen stürzt regelrecht um 63% Prozent ab; hier dürfte die Speichersegmentierung von 3,5 + 0,5 GiB schuld sein. In 1080p liegt die R9 390 meist leicht vor der ordentlich übertakteten GTX 970. In 1440p ist es ähnlich, wobei hier die Radeon ab "Mittel" bis hin zu "Maximum" vorbei zieht. Ein Speicherengpass ist dank 8 GiByte auf der R9 390 indes nicht zu befürchten.

    Ein ähnliches Bild wie beim Auflösungswechsel zeigt sich, wenn man den Fps-Verlust beim Wechsel des Settings vergleicht. In 1080p ist alles noch im grünen, also erklärbaren Bereich. Selbst mit "Maximum" verliert die GTX 970 nicht mehr als die beiden anderen Geforce-Kandidaten oder die Radeon. Die GTX 960 hat jeweils die absolut niedrigsten Fps-Zahlen und die relativ höchsten Fps-Verlust bei höherer Qualität; so ist es auch zu erwarten. Das Bild dreht sich wieder etwas unter 1440p. Die GTX 980 schlägt sich zwar weiter am besten, aber bei der GTX 970 bedeutet der Umstieg von "High" auf "Maximum" ein Fps-Minus von 70 Prozent in 1440p. Die R9 390 verliert "nur" 56 Prozent in diesem Szenario.

    Insgesamt lässt sich festhalten, dass bei Nutzung der Presets die GTX 960/4G noch in 1080p mit "High" und in 1440p mit "Medium" anständige Fps-Raten liefert. Mit der GTX 970 kann man grob gesagt jeweils noch eine Qualitätsstufe höher gehen. Am besten rennt die GTX 980, aber 1440p mit "Maximum" ist selbst für die schnellste Karte im Test zu viel. Hier sollte man einfach die MSAA-Samples runterfahren. Bei der R9 390 sieht es ähnlich aus wie bei der GTX 980. Hier sollte man unter 1080p mit "Maximum" auch die MSAA-Samples runterfahren. In 1440p empfehlen wir "Hoch".

    XCOM 2 GPUs

    Bitte wählen Sie unter "Benchmarks" die Qualitätsstufen aus.

    • 1.920 x 1.080
    • 2.560 x 1.440
    Info Icon
    Game/Version XCOM 2 Review Version, Steam
    Details Presets
    Software/Drivers Geforce 361.75 WHQL, Crimson 16.1.1 Hotfix
    • Benchmarks (1 von 5)

    • Produkte ein-/ausblenden

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    Name
    Minimum (Average Fps)

    System

    Core i7-970, 12 GiB DDR3

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    XCOM 2 VerlaufXCOM 2 Verlauf

    GTX 9601080p1440pFps-Verlust 1080 => 1440p
    Minimum775627,27%
    Low705225,71%
    Medium553830,91%
    High382242,11%
    Maximum181044,44%
        
    GTX 9701080p1440pFps-Verlust 1080 => 1440p
    Minimum988513,27%
    Low937519,35%
    Medium755724,00%
    High593737,29%
    Maximum301163,33%
        
    GTX 9801080p1440pFps-Verlust 1080 => 1440p
    Minimum1018812,87%
    Low1008119,00%
    Medium826520,73%
    High684435,29%
    Maximum362238,89%
        
    Radeon R9 3901080p1440pFps-Verlust 1080 => 1440p
    Minimum998019,19%
    Low867018,60%
    Medium756217,33%
    High654136,92%
    Maximum301840,00%
    GTX 9601080pFps-Verlust zum vorherigen Preset 1440pFps-Verlust zum vorherigen Preset
    Minimum77 Minimum56 
    Low709,09%Low527,14%
    Medium5521,43%Medium3826,92%
    High3830,91%High2242,11%
    Maximum1852,63%Maximum1054,55%
          
    GTX 9701080pFps-Verlust zum vorherigen Preset 1440pFps-Verlust zum vorherigen Preset
    Minimum98 Minimum85 
    Low935,10%Low7511,76%
    Medium7519,35%Medium5724,00%
    High5921,33%High3735,09%
    Maximum3049,15%Maximum1170,27%
          
    GTX 9801080pFps-Verlust zum vorherigen Preset 1440pFps-Verlust zum vorherigen Preset
    Minimum101 Minimum88 
    Low1000,99%Low817,95%
    Medium8218,00%Medium6519,75%
    High6817,07%High4432,31%
    Maximum3647,06%Maximum2250,00%
          
    Radeon R9 3901080pFps-Verlust zum vorherigen Preset 1440pFps-Verlust zum vorherigen Preset
    Minimum99 Minimum80 
    Low8613,13%Low7012,50%
    Medium7512,79%Medium6211,43%
    High6513,33%High4133,87%
    Maximum3053,85%Maximum1856,10%

    XCOM 2: Fazit zur Technik

          

    Ein Quantensprung mit einem kleinen Haken: So präsentiert sich die Technik von XCOM 2. Der Quantensprung ist bei Grafik, Immersion und Physik zu finden. Die rund drei Jahre zwischen XCOM: EW und XCOM 2 wurden gut genutzt, um die Technik des Strategiespiels auf ein neues Niveau zu heben. XCOM 2: Quantensprung mit einem kleinen Haken. Das hat aber auch seinen Preis und hier liegt der kleine Haken. Um XCOM 2 in hohen Auflösungen und mit hohen oder höchsten Details zu spielen, braucht es einen dicken PC - mindestens aber eine dicke Grafikkarte. Und an die langen Ladezeiten muss man sich erst einmal gewöhnen, nachdem die XCOM-Vorgänger hier eher verwöhnt haben. Insgesamt ist unser Eindruck von XCOM 2 jedoch positiv. Wenn das Firaxis-Spiel am 5.2. offiziell erscheint, wird sich der Autor auch privat am neuen Gameplay versuchen.

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    02:36
    XCOM 2 Video: Ein Random Number Generator?
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von stolle80
        Nee, verwöhnt
        Du magst nur das Art Design nicht. Mit der Technik bzw. der Optik hat das gar nichts am Hut, die ist nämlich top.
      • Von stolle80 Software-Overclocker(in)
        Zitat von attilarw
        Du bist albern.
        Nee, verwöhnt
      • Von Kashura F@H-Team-Member (m/w)
        ich glaube ich verstehe es falsch herum oder es ist falsch beschrieben:
        (sollte es nicht langsamer heißen?)
        Zur Einordnung: Eine R9 290 ohne X ist im Vergleich zur R9 390 im Schnitt 11 Prozent schneller.
      • Von Anticrist Freizeitschrauber(in)
        Zitat von -Atlanter-
        Es gibt eigentlich keinen Grund das Spiel nicht zu benchen. Starcraft 2 habe ich immerhin auch schon mal in irgendeinem Benchmark gesehen. Ob das Spiel nun rundenbasiert ist oder nicht dürfte hier nicht von Bedeutung sein.

        Hat eigentlich hier außer mir auch jemand Probleme mit flickernden Schatten solange MSAA deaktiviert ist?

        Xcom könnte man wohl eher mit Shadowrun Returns vergleichen als mit CoH. Auch wenn Xcom im Gegensatz zu Shadowrun Returns Strategie- statt Rollenspiel ist und bei weitem besser ist als Shadowrun Returns. CoH und Xcom sind dagegen nicht miteinander vergleichbar.

        Fireaxix sollte einfach MSAA von den Presets entkoppeln so wie es in vielen anderen Spielen der Fall ist. Wer wirklich MSAA will soll dies individuell einstellen. Damit dürfte ein Teil der Beschwerden entfallen.

        Allerdings darf Fireaxis tatsächlich noch etwas nachbessern. Immer wenn eine Map geladen frisch geladen wurde gibt es FPS-Drops und es treten Grafikfehler auf. Es wäre möglich das der Australier dies gemeint hat.
        habs gestestet, keine flickernden Schatten.

        FPS Drops bei der Landesequenz habe ich auch, ich vermute auch das hat der Australier mit der TitanX gemeint.

        PS: Habe seit dem SLI Workaround keine Deckungsanzeige mehr. Sonst funktioniert er aber sehr gut.
      • Von -Atlanter- Freizeitschrauber(in)
        Es gibt eigentlich keinen Grund das Spiel nicht zu benchen. Starcraft 2 habe ich immerhin auch schon mal in irgendeinem Benchmark gesehen. Ob das Spiel nun rundenbasiert ist oder nicht dürfte hier nicht von Bedeutung sein.

        Hat eigentlich hier außer mir auch jemand Probleme mit flickernden Schatten solange MSAA deaktiviert ist?

        Zitat
        Zu XCOM .. spielt sich das eigentlich in etwa so wie Company of heroes oder womit könnte man das am ehesten vergleichen?
        Xcom könnte man wohl eher mit Shadowrun Returns vergleichen als mit CoH. Auch wenn Xcom im Gegensatz zu Shadowrun Returns Strategie- statt Rollenspiel ist und bei weitem besser ist als Shadowrun Returns. CoH und Xcom sind dagegen nicht miteinander vergleichbar.

        Zitat
        Im Steam Forum geht es auch grad ziemlich rund. Die Australier können ja schon zocken und es gibt einige Beschwerden bzgl. der Performance. Eine Person schrieb er habe einen 6700K mit einer Titan-X und hat Stotterer plus Drops auf 20 FPS auf Maximum.
        Fireaxix sollte einfach MSAA von den Presets entkoppeln so wie es in vielen anderen Spielen der Fall ist. Wer wirklich MSAA will soll dies individuell einstellen. Damit dürfte ein Teil der Beschwerden entfallen.

        Allerdings darf Fireaxis tatsächlich noch etwas nachbessern. Immer wenn eine Map geladen frisch geladen wurde gibt es FPS-Drops und es treten Grafikfehler auf. Es wäre möglich das der Australier dies gemeint hat.
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XCOM 2
XCOM 2 im Technik-Test mit Benchmarks: Ein Quantensprung mit einem kleinen Haken
Der Release des PC-Exklusiv-Strategiespiels XCOM 2 ist am 5.2., PC Games Hardware konnte schon vorab das neue Werk von Firaxis spielen und erste Eindrücke von der Technik gewinnen. Wozu ist die überarbeitete Unreal Engine 3.5 in der Lage?
http://www.pcgameshardware.de/XCOM-2-Spiel-55610/Specials/Technik-Test-1184829/
07.02.2016
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