Windows 7 und die Tücken mit dem Energiesparmodus - Ein Kommentar von Daniel Waadt
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat. Zum Abschluss dieser Woche äußert sich Daniel Waadt über Probleme mit dem Energiesparmodus und wie er diese dank den Lesern lösen konnte.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute äußert sich Daniel Waadt über die die Tücken mit dem Energiesparmodus von Windows 7.
Auf der Teamseite in der Ausgabe 05/2014 hatte ich Ihnen mein Problem geschildert, dass ich die Windows-7-Funktion "Energie sparen" nicht nutzen kann, da sich der Rechner dann immer wieder auf mysteriöse Weise von selbst einschaltet. Dabei ist diese Funktion äußerst praktisch, denn wie bei einem Tablet oder Smartphone ist der PC auf diese Weise nach einer Sekunde wieder voll einsatzbereit und nervige Bootvorgänge entfallen. Über den Stromverbrauch muss man sich dabei auch keine Gedanken machen, laut meinen Messungen liegt dieser dann nur bei zwei Watt.
Doch zurück zum eigentlichen Thema: Auf der Teamseite hatte ich die Print-Leser gefragt, ob sie dieses Problem auch haben. Daraufhin habe ich sehr viele Zuschriften erhalten und mir war klar, dass ich kein Einzelfall bin. Mir wurde beispielsweise empfohlen, Wake on LAN im BIOS zu deaktivieren oder die USB-Stromversorgung bei ausgeschaltetem PC zu deaktivieren. Ein anderer Leser hat mir empfohlen bei den "Netzwerkverbindungen" die "LAN-Verbindung" zu öffnen und unter "Energieverwaltung" den Haken bei "Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren" zu entfernen – bei meinem PC fehlte diese Option aber leider. Immer wieder wurde dabei auch die Maus als mögliche Ursache genannt. Patrick hat mir geschrieben, dass kleinste Bewegungen der Maus ausreichen, um den PC wieder aufzuwecken und er dreht die Maus jetzt immer um – leider hat das bei mir nichts gebracht.
Den entscheidenden Tipp gaben dann Michael und Jens. Eine kleine Windows-Einstellung hat mein Problem tatsächlich gelöst. Und hier die Lösung: Öffnen Sie die Systemsteuerung und wählen Sie "Geräte und Drucker" aus. Führen Sie einen Rechtsklick auf die Maus aus und wählen Sie im Kontextmenü "Eigenschaften". Danach klicken Sie auf die Registerkarte "Hardware" und wählen erneut "Eigenschaften" aus. Nun sollten Sie einen Reiter mit dem Namen "Energieverwaltung" sehen. Dort entfernen Sie einfach den Haken "Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren". Nach dieser Einstellung konnte ich den Energiesparmodus zuverlässig nutzen. Zu beachten gibt es nur, dass die Einstellung erneut vorgenommen werden muss, falls die Maus mal gewechselt oder abgestöpselt wird.
An dieser Stelle noch mal einen riesigen Dank an alle Leser, ohne deren Hilfe ich bis heute den Energiesparmodus nicht hätte nutzen können. Freund Google war dieses Mal nämlich keine besonders große Hilfe …
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Aus Sicht von Treibern&Co macht das aber keinen Unterschied, nur das Mainboard erhält andere Anweisungen. Afaik erhalten auch die Treiber keinen speziellen Befehl und Schreiboperationen auf der Festplatte sind ohnehin unter direkter Kontrolle des Betriebssystem. In der Praxis wird eher ein Schnappschuss des aktuellen Zustandes aller laufenden Prozesse gemacht. Dafür muss man diese nur kurz anhalten, was man ja ohnehin tausende Male in der Sekunde macht, wenn eben gerade etwas anderes gemacht wird. Ich persönliche würde darauf tippen, dass Probleme nach dem Wiederhochfahren schlicht daraus resultieren, dass der Prozess nach seiner -vermeintlich Sekundenbruchteile währenden- Inaktivität nicht mit der veränderten Systemzeit klarkommt. Gerade bei Peripherie besteht auch die Gefahr, dass gescheiterte Kommunikationen nicht neu gestartet werden, sondern der Prozess ewig auf ein Signal wartet, dessen Senden das Endgerät vor 2 Stunden aufgegeben hat.
Warum nun deine Hardware aber abgeschaltet (oder gedrosselt wird) aber die Maus das unberührt lässt ist wohl eher an "kaputten" Treiber zurückzuführen. Wie ich schon oben geschrieben habe, könnten die Maushersteller beim Suspend einfach die Empfindlichkeit/Abtastrate senken so dass das System nicht bei einer kleinsten Bewegung aufwacht (oder selbst bei nichtbewegen denkt da passiert was), sondern man eben längere Bewegungen machen muss (5-10 cm)
Zudem "rafft" es deine Grafikkarte, CPU usw. doch auch, das es aufwachen muss, wenn von S3 auf S0 geschaltet wird.
Wo ist also das Problem wenn das Betriebssystem die jeweiligen Sn Befehle ausgibt in einen bestimmten Modus zu wechseln und beim verlassen des Modus wieder in den alten S0 Zustand zurückgeht?
Vielleicht solltest du dir mal die Tabelle unter http://de.wikipedia.org/w... anschauen
Siehe auch
Ja, der Tipp ist super. Hatte das Problem nach dem Update auf Windows 8. Hat mich echt tierisch genervt, warum der PC aus unerklärlichen Gründen öfters mal nach dem Herunterfahren plötzlich wieder wie von Geisterhand nach nur paar Sekunden, oder aber später dann über Nacht wieder hochgefahren ist.
Ich hab aber auch mit normalen Programmen immer mal wieder Ärger nach dem Wiedererwecken. Z.B. produziert Opera dann gerne Darstellungsfehler, wenn man Dateien per Drag&Drop anhängen möchte (Icon bleibt dauerhaft sichtbar)
@ruyven_macaran:
Das stimmt, die Hardware ist natürlich auch ein Kriterium. Leider hat bei mir wie gesagt noch kein System wirklich perfekt den Energiesparmodus nutzen können. Ich würde mal vermuten, dass es da insbesondere an den Treibern liegt.
Bei mir lags am G13 keypad mit mouse funktion... dachte auch zuerst mein PC lebt