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  • Windows 10 Anniversary Update: Damit will Microsoft Skeptiker überzeugen
    Quelle: Microsoft

    Windows 10 Anniversary Update: Damit will Microsoft Skeptiker überzeugen

    Auf der Build-Messe hat Microsoft einen Ausblick gegeben, welche Features die kommende Windows-Version "Redstone" mitbringen wird. Viele davon lassen sich nur in Videos oder auf Screenshots bewundern, manche davon finden sich aber schon in der kürzlich veröffentlichen Insider Preview Build 14316. Wir stellen die wichtigsten Änderungen vor.

    Windows 10 wurde von Microsoft als Betriebssystem angekündigt, das kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Nach dem mageren Threshold-2-Update, von dem böse Zungen behaupten, dass Windows 10 damit erst auf den Stand einer Release-Version gebracht wurde, tat sich lange Zeit nichts. Auf der Build hat Microsoft einen Einblick gegeben, wohin es mit dem kommenden Redstone-Update, nun auch "Anniversary Update" oder Version 1607 genannt, gehen soll.

    Windows 10 Build 14316: Startmenü nochmals neu

          

    Microsoft ist offenbar noch nicht so ganz damit zufrieden, wie das Startmenü in Windows 10 funktioniert. Zumindest kündigte der Konzern an, möglicherweise eine weitere Überarbeitung durchzuführen. Die neue Variante gibt es bislang nur auf Screenshots zu sehen und zeichnet sich zum einen durch einen vertikalen Balken aus, der die bislang als eigenen Menüpunkte untergebrachten Buttons für die Einstellungen, zum Herunterfahren und den Explorer enthält. Die Schaltfläche zum Anzeigen aller Apps soll verschwinden. Stattdessen soll die alphabetisch geordnete Ansicht aller Anwendungen permanent aktiv sein und die am häufigsten genutzten Apps ganz oben angezeigt werden. Im Tablet-Modus gibt es den "Alle Apps"-Button immer noch, jedoch soll die Funktion die installierten Anwendungen bildschirmfüllend anzeigen.
    Windows 10 Anniversary Update: Die wichtigsten neuen Funktionen im Überblick (8) Windows 10 Anniversary Update: Die wichtigsten neuen Funktionen im Überblick (8) Quelle: Microsoft Unabhängig vom Startmenü werden auch die Live-Tiles überarbeitet. Diese werden mit der Chasable-Funktion aufgewertet. So öffnet die Kachel der News-App zukünftig nicht nur letztere, sondern gleich auch noch die News, deren Schlagzeile zum Zeitpunkt der Betätigung angezeigt wurde. Das ist besonders dann angenehm, wenn man die News-App wegen einer interessanten Nachricht öffnet, die man in der Live-Tile gelesen hat. Eine weitere App, die dieses Feature nutzen soll, ist die Wetter-App.

    Windows 10 Build 14316: Das Benachrichtigungscenter wird bunter

          

    Eine der neuen Funktionen von Windows 10 war die Benachrichtigungszentrale, die bei vielen Nutzern aber immer noch ein Schattendasein führt. Das liegt zum einen daran, dass nur wenige Programme die Zentrale überhaupt nutzen, zum anderen auch daran, dass viele Benachrichtigungen nur einen beschränkten Nutzwert haben. Microsoft will deshalb die Fähigkeiten des Benachrichtigungscenters deutlich aufbohren. So sollen die derzeit textbasierten Meldungen zukünftig auch Bilder enthalten dürfen. Sofern der App-Entwickler das vorsieht, kann die App auch direkt aus der Benachrichtigungszentrale heraus mit dem Nutzer interagieren. So könnte man einer Chatnachricht direkt antworten, ohne die dazugehörige Anwendung überhaupt zu starten. Das Tray-Icon in der Taskleiste zählt die Benachrichtigungen mit.

    Auch die Toast-Benachrichtigungen sollen um diese Funktion erweitert werden. Ein auf der Build gezeigtes Beispiel integriert das Wetter von fünf Tagen in eine solche Benachrichtigung. Diese orientieren sich damit deutlich stärker an den Widgets genannten Mini-Anwendungen, die es in Windows Vista und Windows 7 gab. Eine weitere Verbesserung wird Nutzer von Smartphones freuen: Während bislang nur die Benachrichtigungen von Windows eingeblendet wurden, will Microsoft zukünftig nicht nur die von Windows- und Android-Mobiltelefonen integrieren.

    Windows 10 Build 14316: Edge lässt sich erweitern

          

    Edge konnte sich seit dem Release von Windows 10 immer noch keinen nennenswerten Marktanteil sichern. Zumindest teilweise liegt das auch an der bislang fehlenden Unterstützung von Addons. Vor allem für technikbegeisterte Nutzer ist ein Browser ohne Werbeblocker ein No-Go. Mit dem Anniversary Update soll Edge nun endlich offiziell Erweiterungen unterstützen. Bislang funktioniert das nur über die Verwendung eines Insider Builds. Die Erweiterungen sollen Verbindungen zu normalen Anwendungen herstellen und mit ihnen interagieren dürfen. Damit sich das Angebot schnell vergrößert, hat Microsoft die Erweiterungen so designt, dass nur einige Codezeilen geändert werden müssen, damit aus einer Chrome Extension ein vollwertiges Plugin für Edge wird. Microsoft wird den Browser zudem deutlich stärker mit Windows Hello verzahnen. Der Nutzer kann sich so auch per Fingerabdruck oder per Gesichtserkennung bei Webseiten anmelden.

    05:25
    Windows 10 Linux Subsystem: Einrichtung und Verwendung im Video

    Windows 10 Build 14316: Continuum soll nützlicher werden

          

    Smartphones mit Continuum-Funktion sind bereits seit einiger Zeit verfügbar. Entsprechende Geräte lassen sich an ein Dock anschließen und so wie ein Standrechner benutzen, inklusive eines ausgewachsenen Desktop. Aber genau das ist bislang auch ein großer Nachteil: Ohne Continuum-Dock ist die Funktion nicht nutzbar. Um das zu ändern, will Microsoft jeden PC mit Windows-10-Betriebssystem zu einem geeigneten Host für Continuum machen. Die Verbindung kann dabei mit oder ohne Kabel erfolgen, der PC muss dazu nicht einmal entsperrt sein. Der Rechner überträgt dabei die Signale der Eingabegeräte an das Smartphone und selbiges die Bilddaten an den Host-PC. Eventuell bearbeitete Dokumente verlassen das Smartphone dabei nicht. Der Admin des PCs kann auf Wunsch Continuum verbieten, der Smartphone-Nutzer sein Gerät mit einer PIN absichern. So wird sichergestellt, dass keine ungewollten Continuum-Verbindungen zustande kommen. Neben dieser Verbesserung sollen sich Windows-Smartphones zukünftig auch als Zweitdisplay oder Controller am PC genutzt werden können. Microsoft zeigte hier einige Konzepte, wo auf dem großen Bildschirm ein Video abgespielt wird, während der Nutzer auf dem Smartphone die Bibliothek durchstöbern kann. Ein weiteres Beispiel dreht sich um eine Präsentation, wo die Folien auf dem Smartphone des Vortragenden zusätzlich mit den Notizen angereichert gezeigt werden

    Windows 10 Build 14316: Linux in Windows integriert

          

    Eine der großen Überraschungen war, dass Microsoft in Zusammenarbeit mit Canonical ein Linux-Subsystem in Windows integrieren wird. Dabei handelt es sich um keine Emulation, die notwendigen Schnittstellen sind direkt in den Kernel integriert. Der Hersteller geht hier einen Schritt auf die zahlreichen Entwickler zu, die vor allem im Netzwerkbereich ohnehin nicht nur mit Windows arbeiten müssen. Windows 10 ermöglicht es den Anwendern so, bekannte Tools wie SSH, vi und diverse Webserver direkt auf Windows zu betreiben. Auch das direkte kompilieren von Programmen mit dem GNU C Compiler wird gezeigt. Dabei handelt es sich nicht um speziell angepasste Pakete, wie sie für cygwin notwendig sind, sondern die gleiche Binaries, wie sie auch auf einem Linux-System laufen. Als Quelle dienen die Repositories, die auch Ubuntu mit Software versorgen.

    Windows 10 Build 14316: Neue Funktionen für den Stylus

          

    Seit dem Surface Pro ist der Stift ein wichtiges Eingabegerät für Windows geworden. Jedoch ist die Zusammenarbeit von Betriebssystem und Stift noch nicht optimal. Besonders seit dem Start des iPad Pro wird Apples Stylus-Lösung oft lobend hervorgehoben. Um wieder Boden gut zu machen hat Microsoft in Windows 10 Anniversary Edition den sogenannten Ink Workspace integriert. Damit stellt ein App-Entwickler ohne viel Aufwand ein Lineal und andere Zeichenhilfen in seiner App zur Verfügung. Zudem arbeitet Microsoft daran, die Verzögerung zwischen der Eingabe und dem Zeichnen einer Linie zu verringern.

    Windows 10 Build 14316: Fazit

          

    Mit der Anniversary Edition plant Microsoft einige spannende Neuerungen. Das Linux Subsystem dürfte vor allem Entwicklern und der immer größeren Gruppe von IoT- und Raspberry Pi die Arbeit vereinfachen. Beeindruckend, ist, dass das System nicht nur das Ausführen sondern auch das reibungslose Nachladen von Linux-Anwendungen über Apitude beherrscht. Wie weit die Unterstützung im finalen Produkt gehen wird, bleibt noch abzuwarten. Aber auch die sonstigen Features wie die Chasable Tiles, die mächtigere Benachrichtigungszentrale und die informativeren Toast-Benachrichtigungen machen das Update auch für Nutzer interessant, die nichts mit Linux und Entwicklung am Hut haben.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Wie installiere ich Windows 10? Anleitung für Upgrades und Clean Install [neues Update]
      • Von Captn F@H-Team-Member (m/w)
        Zitat von DaStash
        Wo zwingt Dich denn MS ihr Design zu nutzen? Steht hinter Dir ein Mitarbeiter der MS-Zwangsabteilung mit einem Revolver und "zwingt" Dich Windows 8/ 10 zu installieren?? Wie muss ich mir das mit dem genau vorstellen, zu dem Design gezwungen zu werden?

        MfG
        Du kannst ja mal versuchen, großartige Veränderungen an Windows 10 vorzunehmen .
        Das ganze OS neuzuinstallieren spart dir da viel Zeit .
      • Von DaStash PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Chimera
        Du schreibst es ja selber: nicht jeder hat den gleichen Geschmack. Ergo ist es ein MUSS(!), dass MS den Kunden nicht versucht IHR Design aufzuzwingen, nur weil die glauben, dass alle so einen Knastlook mögen. Wenn ich Kacheln sehen will, dann geh ich ins Schwimmbad oder lasse mich einbuchten, dann kann ich in der Zelle weiter die Kacheln zählen
        Wo zwingt Dich denn MS ihr Design zu nutzen? Steht hinter Dir ein Mitarbeiter der MS-Zwangsabteilung mit einem Revolver und "zwingt" Dich Windows 8/ 10 zu installieren?? Wie muss ich mir das genau vorstellen, zu dem Design gezwungen zu werden?

        MfG
      • Von cryon1c BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Chimera
        Du schreibst es ja selber: nicht jeder hat den gleichen Geschmack. Ergo ist es ein MUSS(!), dass MS den Kunden nicht versucht IHR Design aufzuzwingen, nur weil die glauben, dass alle so einen Knastlook mögen. Wenn ich Kacheln sehen will, dann geh ich ins Schwimmbad oder lasse mich einbuchten, dann kann ich in der Zelle weiter die Kacheln zählen
        Nee ernsthaft, wenn MS nicht will, dass das OS nicht mal geschenkt grössere Hürden nimmt, dann sollten sie halt mal umdenken und beginnen auf die Kunden zu hören. Weiss ja, dass vorallem im asiatischen Raum diese kitischige Verspieltheit gut ankommt (wenn ich sehe, dass dort sogar Erwachsene wie blöd Hello Kitty Zeug kaufen... ), aber MS verkauft ja nicht nur dort. Und von mir aus können sie den Mist ja so beibehalten, nur soll der Kunde selber bestimmen können, ob er nun einen Look wie mit XP, Vista, Win 7 oder eben Kacheldingenskirchen nutzen will und dies in den Settings auch einstellen kann.
        Nur, warum sollte MS überhaupt auf die Leute hören? Bei MS ist es wie mit Trump: es gibt genügend.. die denen alles abkaufen und glauben. Selbst wenn MS demnächst ein Look im Hello Kitty Style bringen würd, mache jede Wette, selbst hier würden dann noch einige schreien "Soooo geil, endlich hat MS mal was richtig gemacht". Kein Witz, leider traurige Wahrheit
        Naja in der neuen Oberfläche steckt einiges an Arbeit und zurück zu dem alten Schrott (Vista&7 bzw Klassik) wollen die gar net.
        Aber ernsthaft: wer nutzt das Zeugs eigentlich?
        Ich starte meine Apps und Programme und bin mit Windows fertig. Der Explorer ist so wie man es gewohnt ist, alles andere eigentlich auch. Und ob ich ne kleine Kachel oder ne größere Verknüpfung anklicke 1-2x am Tag, ist mir so egal.

        Das ganze ist doch recht einfach, wer nicht will, muss gar kein Windows nutzen. Es gibt Leute, die mögen Pinguine, die anderen lieben angebissene Äpfel. Ich finde das Design vom OSX für mich auch sehr grenzwertig, kann mit einem Mac aber wunderbar arbeiten - ich gugg das OS doch net an, es ist im Hintergrund.
      • Von Chimera Sysprofile-User(in)
        Zitat von cryon1c
        Das Design finden aber nicht alle hässlich, ich mag das, gerade auf mehreren Monitoren oder auf dem Laptop (mit Touch versteht sich).
        Design ist eine Geschmacksfrage, der eine liebt es, der andere hasst es. Gibts bei Autos auch, Win10 ist dabei so was wie der PT Cruiser - man kann das Ding nur lieben oder hassen, was anderes geht net^^
        Du schreibst es ja selber: nicht jeder hat den gleichen Geschmack. Ergo ist es ein MUSS(!), dass MS den Kunden nicht versucht IHR Design aufzuzwingen, nur weil die glauben, dass alle so einen Knastlook mögen. Wenn ich Kacheln sehen will, dann geh ich ins Schwimmbad oder lasse mich einbuchten, dann kann ich in der Zelle weiter die Kacheln zählen
        Nee ernsthaft, wenn MS nicht will, dass das OS nicht mal geschenkt grössere Hürden nimmt, dann sollten sie halt mal umdenken und beginnen auf die Kunden zu hören. Weiss ja, dass vorallem im asiatischen Raum diese kitischige Verspieltheit gut ankommt (wenn ich sehe, dass dort sogar Erwachsene wie blöd Hello Kitty Zeug kaufen... ), aber MS verkauft ja nicht nur dort. Und von mir aus können sie den Mist ja so beibehalten, nur soll der Kunde selber bestimmen können, ob er nun einen Look wie mit XP, Vista, Win 7 oder eben Kacheldingenskirchen nutzen will und dies in den Settings auch einstellen kann.
        Nur, warum sollte MS überhaupt auf die Leute hören? Bei MS ist es wie mit Trump: es gibt genügend.. die denen alles abkaufen und glauben. Selbst wenn MS demnächst ein Look im Hello Kitty Style bringen würd, mache jede Wette, selbst hier würden dann noch einige schreien "Soooo geil, endlich hat MS mal was richtig gemacht". Kein Witz, leider traurige Wahrheit
      • Von blasiusx PC-Selbstbauer(in)
        Ich finde es auch grottenschlecht und hässlich.
        Das man das 2-3 Farben "Design" von Windows 10 überhaupt so nennen kann. Langweilig, öde und trist. Mein 3 Jähriger Sohn mal schönere Bilder im Kindergarten. Und wird dafür nicht einmal professionell bezahlt.

        Das Auge isst doch mit, und unser sehen ist doch auch auf Plastizität, Konstrate und Farben ausgelegt. Dadurch können wir leichter unterscheiden.

        Und nicht nur "starren auf eine Asphalt oder Betondecke mit weisser Farbe"...

        Das einer überhaupt Geld für diesen optischen Murks verdient hat, ist schon fast nicht zu glauben.

        Aber ja, Geschmackssache bleibt es, natürlich.
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Windows 10
Windows 10 Anniversary Update: Damit will Microsoft Skeptiker überzeugen
Auf der Build-Messe hat Microsoft einen Ausblick gegeben, welche Features die kommende Windows-Version "Redstone" mitbringen wird. Viele davon lassen sich nur in Videos oder auf Screenshots bewundern, manche davon finden sich aber schon in der kürzlich veröffentlichen Insider Preview Build 14316. Wir stellen die wichtigsten Änderungen vor.
http://www.pcgameshardware.de/Windows-10-Software-259581/Specials/Build-14316-Ueberblick-Redstone-Anniversary-Update-1191539/
17.04.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/04/pvrs7odtuCMDSZ-pcgh_b2teaser_169.jpg
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