Windows 10: Microsoft plant im Vertrieb offenbar auch mit USB-Sticks
Microsoft scheint Windows 10 neben DVDs und ESDs auch auf einem USB-Stick vertreiben zu wollen. Vor Kurzem gab es schon Gerüchte darüber, nun scheint ein Händler das zu bestätigen. Die Kunden werden das Angebot gewiss annehmen.
Die Spekulation scheint sich zu bestätigen, dass Microsoft Windows 10 auch auf USB-Sticks verkaufen wird. Microsoft-Experte Paul Thurott hatte das Gerücht in die Welt gesetzt und nun bestätigt ein Händler das Angebot mit einer entsprechenden Listung. Als physische Kopie steht also neben der DVD das in der Regel deutlich schnellere Flashmedium bereit.
Versierte Nutzer wird das freuen, installiert sich Windows 10 von einem USB-Stick doch deutlich schneller – zumindest dann, wenn nicht die billigste China-Ware als Trägermedium verwendet wird. Schnell kamen Gerüchte auf, die Lizenz könnte an das Trägermedium gebunden sein, aber das dürfte ins Reich der Fabeln gehören. Ein Vorteil der USB-Sticks ist aber nach aktuellen Informationsstand auch, dass dort 32- und 64-Bit-Version abgelegt sind.
Das ist ungewöhnlich, könnte aber durchaus stimmen. Auf DVD bekommt man aus Platzgründen nur jeweils eine Version. Die günstig zu produzierenden Single-Layer-Scheiben fassen nämlich nur 4,7 Gigabyte Speicher. Bei Dual-Layer käme hinzu, dass sie von Laufwerken langsamer ausgelesen werden, was sich negativ auf die Installationszeit auswirken würde.
Man hätte also einen echten Mehrwert bei der USB-Stick-Variante von Windows 10. Interessanterweise scheinen die USB-Sticks mit Windows 10 nicht teurer zu sein als die DVD-Version, obwohl die Beschaffung von Flashspeicher höher ist ist als das Pressen von DVDs. Der besagte Händler nennt zwar Preise, die sind aber aktuell noch schlecht vergleichbar. In den USA muss man sich jedenfalls auf 120 USD für Home und 200 USD für Pro einstellen.
Da viele Geräte heutzutage schon gar nicht mehr mit optischem Laufwerk ausgestattet sind, ist das ein logischer Schritt. Gerade Notebooks kleineren Formates haben in der Regel kein optisches Laufwerk mehr. Für Anwender entfällt damit der ISO-Download und die Erstellung des Bootmediums. Das kann ein ernster Vorteil sein – insbesondere bei langsamen Internet-Anschlüssen.

